… das Big Surf Island-AddOn käuflich erwerben. Leider gibt es das nach wie vor (Stand: 15:00 Uhr MEST) nicht im Store. Aber Spaß soll’s machen, twittern die Macher. Glatte Verarsche :(
Big Surf Bullshit I/II
DECT. Why I hate it.
Ich bin ja nun ein »Neu-Freund« der AVM-Geräte mit »Fritz« im Namen (und deren baugleicher oder -ähnlicher Vettern aus der »Speedport«-Familie des Telekom-Stammbaums). Nachdem ich nun also Blut geleckt hatte mit der DECT-Basis in der 72×0, die mit dem AVM-Mobilteil MT-D HD-Telefonie ermöglicht, mußte ich natürlich auch mal gucken, wie toll denn die Telekomversion (Speedport W900V) der 7150er-Box von AVM ist.
Ich will niemanden auf die Folter spannen; in meinen Augen ist es ein mittleres Desaster :( Ich habe hier einen »fritzsierten« Speedport W900V sowie zwei AVM Fritz!Fon MT-D – jene mit HD-Telefonie – und muß sagen, daß das MT-D ausschließlich an der 72×0 seine Funktionen ausspielt :( Am W900V ist es grade mal ein GAP-Handgerät, mit dem man zwar telefonieren kann, sämtliche Komfortfunktionen aber fehlen. Einen Vergleich der Funktionalität des Vorgängermobilteils MT-C an der 7150 bzw. 7270 gibt es im IP-Phone-Forum (Anmeldung erforderlich); das MT-D hingegen funktioniert außer an der 7270 (und ggf. dem änhlichen Speedport-Model, W920V) auch an Gigaset-Basen nicht wirklich gut — GAP eben.
Ob es Absicht war, daß man das englische Wort »gap« (»Lücke«) als Kürzel für herstellerübergreifende Basisfunktionalität bei DECT-Basen und -Mobilteilen verwendet hat? Wobei es eigentlich mehr als lückenhaft ist, was an Funktion bei DECT/GAP geboten wird. Ich habe zum Beispiel ein Motorola D800-Series-Mobilteil an einer T-Sinus 45-Basis angemeldet: telefonieren geht so, bei Anruflisten hat der Spaß ein jähes Ende. Umgekehrt aber auch, Siemens Gigaset SL1 an Motorola D800-Basis: Telefonie ja, jegliche Einstellungen aber Fehlanzeige. Naja, und, wie zu erwarten, dito auch das MT-D an der Sinus- (Gigaset-) Basis: telefonieren per se geht. Funktional auf den Niveau von Graham Bells initialer Erfindung: es wird Sprache übertragen, immerhin.
Man stelle sich vor, dieser minimaistische Ansatz wäre bei ISDN verfolgt worden: Runfnummernanzeige, Halten, Makeln, all’ die ISDN-Komfortfunktionen würden nur zwischen herstelleridentischen ISDN-Telefonen und den entsprechenden ISDN-Baugruppen in der Vermittlung funktionieren, wer hätte da ISDN gekauft?
Was mich ziemlich enttäuscht ist, daß, obwohl das MT-D (und die 72×0-Basis) auf Swissvoice-DECT-Technik aufbaut und eigentlich nur eine Weiterentwicklung der Swissvoice-DECT-Technik im 7150 (W900V) ist, funktioniert außer reinem Telefonieren fast nichts mit einem AVM-Mobilteil MT-D an einer AVM-Basis der 7150er-Familie. Bei Siemens’ Gigaset-Reihe war das für mich einer der wesentlichen Punkte: neuer Mobilteile konnten weitgehend auch an älteren Basen die Funktionen, die ältere Mobilteile dort konnten, ältere Mobilteile an neueren Bases nahezu alle Funktionen, die sie schon an ihren älteren Basen hatten. Zeigt sich hier, daß AVM eben kein Telefonhersteller ist sondern ein DSL-Router-Fabrikant? Sicher, der Verkaufspreis des MT-D mit unter 40 Euro liegt deutlich unter den derzeit mindestens 59 Euro, die für ein MT-C hingeblättert werden müssen. Aber es gibt am Markt auch komplette (analoge) Basen samt Mobilteil für unter 20 EUR, so richtig teuer kann die Technologie eigentlich auch nicht mehr sein …
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Hamburger Wetter
Schilda
Ich hör' Dich in HD …
Lange habe ich mich ja gegen diese eierlegenden Wollmilchsaumodemrouteraccesspoints mental gewehrt, weil ich wenig bis keinen Sinn darin sah, gut funktionierende und am jeweiligen Wunschzielort problemlos aufstellbare Einzelgeräte ((V)DSL-Modem, PPPoE-Router, ISDN-DECT-Anlage, Netzwerkswitches) durch eine potentiell nicht so leistungsfähige, weniger ausgereifte und – Hauptargument – im Keller beim DSL-Anschluß vollkommen deplazierte Komplettanlage wie ein Speedport W900V (Fritz!Box Fon WLAN 7170 plus DECT-Station), Speedport W920V oder, jetzt stärker am Markt vertreten durch die 1&1-Angebote, Fritz!Box Fon WLAN 7240/7270 (aka »1&1 HomeServer« (7240) bzw. »1&1 HomeServer +« (7270) zu ersetzen.
Heute bin ich ins Grübeln gekommen. Denn, echter Mehrwert, die DECT-Basen der 72×0 bieten, zusammen mit dem recht günstigen (für ein DECT-Mobilteil) AVM Fritz!Fon MT-D, sog. »HD-Audio«, realisiert über VoIP (SIP) und den Codec G.722. Klar, derlei gab’s auch schon länger im Siemens-Gigaset-Lager, einige der »IP-Basen« konnten in Verbindung mit einigen Gigaset-Mobilteilen auch schon seit längerem HD-VoIP, aber mir zumindest waren diese Gerätschaften immer zu teuer, zumal ich eine hochfunktionale Gigaset-Infrastruktur auf ISDN-Basis mit der SX353isdn schon habe … Mein Weg ist/war bislang, zwischen ISDN-Amt und ISDN-Anlage einen Asterisk zu stellen, der dann die VoIP-Welt auch den DECT-Telefonen meiner Gigaset-Basis/-Basen eröffnent. Und mit 80 kBit/sec ISDN-VoIP war die Sprachqualität eigentlich auch immer ISDN-like.
Mit dem Aufkommen von recht günstigen/zwangsweise einbezogenen (Festnetz-) Flatrates ließ ich VoIP VoIp sein, jetzt, rund zwei Jahre später, scheint sich tatsächlich etwas zu tun; nicht nur, daß die Deutsche Telekom beginnt, ISDN-Technik abzureißen und ISDN-Dienstmerkmale per NGN-IAD bereitzustellen (allerdings ohne Kostenvorteil für den Endkunden, ggf. sogar mit dem Nachteil fehlender Call-by-Call-Option), nein, es gibt mit HD-Codecs endlich – neben Video-per-SIP – einen Mehrwert bei VoIP. Bislang, freilich, nur im engsten Early-Adopter-Kreise, denn HD-Telefonie geht m. W. ausschließlich über VoIP und nur zwischen wenigen Endgeräten überhaupt bislang. Wer ein solches Gerät schon besitzt, AVM stellt SIP-Ziele zur HD-Telefonie-Demonstration bereit.
Konfigurationstip für Asterisk: Bei den entsprechenden Gegenstellen (hier: FBF 7240 inbound, AVM outbound) explizit G722 erlauben, dann klappts auch mit dem Sternchen ;)
Buzzword: HD
Heute: Freiheit und Demokratie wählen!
Heute wählt Deutschland seine Europa-Abgeordneten. Da wäre es dann – denke ich – schon wichtig, daß »man« keine Partei wählt, die in Deutschland für einen Abbau von Bürgerrechten und/oder die Einführung von Methoden steht, die dereinst, in gar nicht so entfernter Vergangenheit, in totalitären Systemen auf deutschem Boden aufblühten.
Hierzu ein paar aktuelle Zitate zur Meinungsbildung:
SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz:
“Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz der Berliner Zeitung. […] Er könne sich vorstellen, so Wiefelspütz, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken […].
Stellvertretender CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Bosbach:
„Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät“, sagte der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Bosbach.
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU):
“Sollte […] eine andere Regierung etwas anderes als Kinderpornografie sperren wollen, muss sie ein ganz neues Gesetzgebungsverfahren anstrengen mit Kabinettsentscheidungen, Anhörungen und Petitionen.”
Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz:
“Union und SPD behaupten, Kriminalität zu bekämpfen und bekämpfen in Wirklichkeit das Internet und die Freiheit der Menschen”, kritisierte sie in einer Mitteilung.
Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck:
„Den Vorschlägen zur Einführung von Internetsperrlisten und den Aufbau einer umfassenden Sperrinfrastruktur erteilen wir eine klare Absage, da sie rechtsstaatlich und technisch unverantwortlich sind“, sagte er. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Deshalb muss die Verfolgung von Straftaten im Internet intensiviert werden.“
DU hast die Wahl. Schon heute, für Europa. Und bedenke auch, welche Koalitionsaussagen für den Herbst in Deutschland im Raum stehen …







