Mein Medion Navi (P4410 / MDPNA 470T) hat augenscheinlich mit rd. 1,5 Jahren die Halbwertzeit überschritten;
seit rd. einem Monat terminiert die Navigationssoftware mitten während des Routings kommentarlos – der Neustart per Klick auf das Icon für »Navigation« bringt dann zwei sinnfreie Hnweisbildschirme (»Bedienen Sie das Navigationsgerät nicht während der Fahrt«, »Ihre Kartendaten sind älzter als 12 Monate …«) — auch bei Tempo 180 … Am 29.12. nun begann das Navi, die Route zum Ziel neu zu berechnen, um nach ca. 2 Sekunden wieder zu terminieren, sang- und klanglos, wie es sich für Windows-Mobile-Crap gehört.
Ich habe daher gestern von der SD-Card ein Backup gemacht und durch das blockweise Lesen verifiziert, daß kein Defekt vorliegt. Auf der Testfahrt gestern lief das Navi auch wieder anstandslos.![]()
Dennoch habe ich mich schon einmal umgesehen, was der Markt denn noch so hergibt; bislang war ich vom Medion-Gerät bzw. der Navigationssoftware drauf recht angetan — einizges nerviges Manko ist die Bildschirmkalibrierung, die nach wenigen Tagen/Starts mit der Anzeige auf dem Schirm nicht mehr viel gemein hat.
Reizvoll erscheinen mir – nach durchweg negativen Effekten mit Windows-getriebener Navi-Hardware über nun rd. 4, 5 Jahre – die TomTom-Geräte. Und TomTom hat grade was Neues auf den Markt geworfen, nämlich ein Navi mit Verkehrsinfoupdate per GSM-Netz.
Aber, leider, natürlich habe ich da die Rechnung ohne die Abzockerriege der Hersteller und Netzbetreiber gemacht:
Also gibt es diesen Service nur für die brandneuen, mit GSM ausgestatteten, »LIVE«-Geräte. Mitsamt einer SIM (von Vodafone), die mir diesen Dienst in Deutschland ermöglicht — in andern europäischen Ländern hingegen müßte ich drauf verzichten, selbst wenn es den Dienst dort gäbe (Schweiz) und ich die Traffickosten zu tragen bereit wäre (z. B. via ICQ-/United Mobile-SIM).
Boah. Das geht ja mal gar nicht. Technisch scheinen sich die TomTom GO 740 LIVE/940 LIVE nicht von ihren non-GSM-Geschwistern 730 Traffic/930 Traffic zu unterscheiden — bis auf das GSM-Modul eben. Gehe ich von mir aus, liegt die Datenfunktion meines/meiner Handies im Auto i. d. R. brach; aber selbst wenn das nicht der Fall wäre, zumindest im 3G-Netz sind mindestens 2 gleichzeitige Daten-Verbindungen (zum gleichen APN) möglich, parallel kann sogar noch telefoniert werden. (In 2G-Gebieten würde die telefonische Erreichbarkeit bei aktivem Datentransfer leiden — oder jener Zugunsten des Telefonates abgebrochen? Beides valide Optionen, zumindest für mich.)
Mit anderen Worten: technisch gibt es meines Erachtens keinen Grund, warum nicht auch andere TomTom-GO-Geräte, die eh’ schon auf TomTom-Onlinedienste via Mobiltelefon zuzugreifen in der Lage sind, nicht auch wahlweise LIVE-fähig gemacht werden könnten. Der einzige Pluspunkt bei der Vodafone-SIM-im-TomTom-Lösung ist aus meiner Sicht, daß für einen defnierten Pauschalbetrag jegliche Nutzung des Dienstes abgegolten ist (über die dedizierte SIM) — das gibt Planungssicherheit und mindert die Kundenbeschwerden.
Dennoch, eine solche Produktpolitik schmeckt mir nicht; MapShare, EPT (Bewegungssensoren in den 9×0-Geräten für eingeschränkte Navigation auch im Tunnel), IQ Routes — all das spricht eigentlich für TomTom. (Linux setzen sie leider offensichtlich nicht mehr als OS-Basis ein, jedenfalls fehlte jeglicher Hinweis auf Linux auf der Copyrights-Seite im 740 LIVE …) Aber das Zwangsbundle mit Vodafone, nee, ich werde doch nicht das iPhone verbal bekämpfen und dann einen zum iPhone analogen Schritt bei TomTom sanktionieren … Zumal die 9,95 rausgeschmissenes Geld wären; ich zahle schon genau diese Summe für meine unbegrenzte Internetnutzung mit meinem N95 – darüber könnte dann also auch das TomTom laufen – als auch – einen höheen Betrag – für eine 5 GB-»Flat-Rate« bei o2. Und keinen der Verträge konnte ich bislang auch nur annähernd ausreizen — weitere Datenverträge brauche ich schlechterdings nicht.
*sigh* Dann installiere ich halt mal Navigon 7 auf meinem E71 …
