Über einen Artikel bei heise online stolperte ich grade über die lustige Wortschöpfung »Floating Phone Data«; heise verlinkt leider nicth direkt auf Hintergrundinformationen, aber dazu gibt’s ja die allwissende Müllhalde. Diese spuckte unter anderem einen Wikipedia-Artikel aus, mit dem pikannten Nachsatz:
It is possible that FCD could be used as a surveillance method, although the companies deploying FCD systems give assurances that all data are anonymized in their systems, or kept sufficiently secure to prevent abuses.
Interessanterweise war dies auch mein erster Gedanke; nicht »hey, eigentlich eine sinnvolle Idee, die Daten fallen ja sowieso an, man muß sie nur auswerten«, sondern – ich möchte an dieser Stelle nicht vergessen, den auf-rechten Innenministern Schily und Schäuble zu danken, daß sie mir den Blick für inakzeptable Überwachungsmethoden geschärft haben – »toll, die Bewegung im öffentlichen Raum wird nun nicht nur Stasi-2.0-konform vorratsgespeichert, sondern auch gleich noch monetarisiert« schoß mir durch den Kopf.![]()
In der Tat drängen sich mir bei dieser Nutzung von personenbezogenen Daten – IMEI meines benutzten Telefons (mein Eigentum, BTW) und Identifikationsdaten der SIM-Karte des Betreibers in meinem Telefon – viele Fragen auf. Ganz vorne steht natürlich die Rechtmäßigkeit der Erhebung und Auswertung dieser Daten jenseits des für die technische Funktion des Telefoniedienstes notwendigen Rahmens; gleich danach die Frage, wo ich ggf. einer solchen Nutzung ausdrücklich zugestimmt habe bzw. warum ich dies nicht tun müßte.
Ich denke, es ist ein gravierender Unterschied, ob ich in vollem Bewußtsein meine Positionsdaten veröffentliche oder ob ein Dienstleister meine Bewegungsdaten einfach mal so auswertet und verkauft, angebliche Anonymisierung hin oder her …
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