Luxusproblem

Ok, welchen Microbloggingdienst schasse ich? twitter steht bei mir ganz oben auf Der Liste, hat massive technische und organisatorische Probleme (SMS-Versand abgeschafft, IM-Integration seit Monaten down) — aber es ist der bekannte Dienst, der Einzug in die Mainstream-Medien gefunden hat (Fans der Serie EUReKA dürften schon SARAH kennen, schein’s betrieben vom Sender …).
Jaiku hat die Probleme von twitter derzeit noch nicht — jaiku hat seine Pforten für die Massen aber auch erst Ende letzten Monats geöffnet. Jaiku wurde, das sollte man wissen, von Google gekauft. Jaiku versendet derzeit auch tapfer SMS — wird jaiku mal Probleme haben, die SMS in den Staaten oder in Europa zu versenden? Ich glaube nicht — Google sollte schon Vereinbarungen zum günstigen SMS-Massenversand haben, denn GMail als auch GCalendar können schon seit langem SMSen … Wird Jaikus Software auf hundettausende von aktiven Nutzern skalieren? Ich weiß es nicht; aber auch hier gilt für mich: falls derlei jemand hinbekommt, dann die Google-Truppe.
Mittlerweile bin ich auch bei kwippy, weil mich jemand eingeladen hat. Und bei Pownce. Und – natürlich? – Facebook. openBC XING nicht zu vergessen.
Und – natürlich! – identi.ca, dem Open-Source-Ansatz zum Thema Microblogging. Aktiv nutzen kann ich derzeit aber wirklich nur jaiku (wg. SMS-Unterstützung) und twitter, nur für diese Dienste habe ich aktuell einen Client installiert auf meinen (fast-) immer-dabei-Gerät, dem N810. Schicker ist ganz klar jaiku, der auch mit einem S60-Client daherkommt, der Dinge wie den GPS-Empfänger aktueller Geräte zu nutzen weiß; für twitter finde ich nur Kram in Java und ich mag Java wegen der run-once-write-anywhere-Erfahrungen nicht (Allerdings kommt die Nutzung direkt vom Mobiltelefon aufgrund der Tarifpolitik bei Vodafone derzeit für mich noch nicht in Frage — und es tippt sich auch leichter auf dem N810 ;))
Interessant finde ich den Ansatz von Mauku (Client für jaiku und twitter für das N810), parallel in beide Dienste senden zu können und beiden zu lauschen. Nur stellt das natürlich alle anderen, die z. B. mich ebenfalls bei twitter und jaiku verfolgen, vor das Problem, den gleichen Text zweimal, einmal je Dienst, zu bekommen. Das saugt eigentlich ganz große Steine — der vernetzte Ansatz der Software, die identi.ca realisiert, erscheint mir da ungleich spannender …
Wie dem auch sein; so ganz das Wahre ist es nicht, seine Bekanntschaften über zig Dienste hinweg zu pflegen und zu betreuen … Was sprach doch gleich gegen die gute alte eMail?