Vorab: ich bin ein Verfechter der Doktrin »gleiches Recht für alle« und habe daher sowohl ein (akademisches) Problem mit der doppelten TLD für Großbritannien als auch (ebenso überwiegend akademisch) mit db.de, ix.de und anderen Frühstartern, die Domainnamen erhielten, die später als unzulässig gebrandmarkt wurden.
Vielleicht allerdings gehöre ich nun selber zu den »Sonderlingen«:
me@host.uu.org:~ $ whois æß.de [Querying whois.denic.de] [whois.denic.de] Domain: æß.de Domain-Ace: xn--ss-0ia.de Status: invalid me@host.uu.org:~ $ whois ix.de [Querying whois.denic.de] [whois.denic.de] Domain: ix.de Status: connect
Aha? »æß.de« wird korrekt zu »xn--ss-0ia.de« transkribiert, der Status allerdings läßt Böses ahnen. Und in der Tat, sowohl der whois …
met@host.uu.org:~ $ whois xn--ss-0ia.de [Querying whois.denic.de] [whois.denic.de] Domain: xn--ss-0ia.de Status: invalid
… als auch die Domainabfrage mögen die Domain nicht:
Fehler: "æß.de" ist keine gültige Domain.
Glücklicherweise sieht dies besser aus, wenn man eine Anfrage über’s Web bei domaintools.com startet.
Irgendwie klingt dies ja nach Massen von Spaß in der Zukunft; und damit auch alle was davon haben, werde ich meine publizierten Mailadressen mal anfagen, auf »r@æß.de« umzustellen. Natürlich bin ich mir nicht im Klaren über den aktuellen Diskussionsstand zum Thema »Umlautdomains auch bei eMail«, aber als Rache für die Nichtanerkennung einer – RFC-legalen – plussed address darf’s auch schon mal ACE sein . ;)

Nachtrag nach kurzem Standardlesen mit Cord: Lt. DENICs FAQ wird das »ß« erst in »ss« gewandelt:
Warum nun der whois-Service der DENIC diesen Schritt nicht zu vollziehen in der Lage ist, wird wohl ein Geheimnis der DENIC bleiben:
versus
Sagte ich schon, daß ich Spaß ohne Ende durch IDNs erwarte? ;)