Lt. eines Berichtes von heise online, der sich auf ein »im Intranet der Telekom-Tochter [T-Mobile Deutschland] veröffentlichtes Interview« mit dem Geschäftsführer Philipp Humm stützt, konnte T-Mobile seit dem 9. November 2007 siebzigtausend iPhones an den Mann (oder die Frau) bringen.
Also wiederholt sich auch in Deutschland, was aus den USA schon berichtet wurde: trotz all des Rummels um das iPhone bleibt der Verkauf hinter den – zu hoch geschraubten? – Erwartungen zumindest in der Anfangsphase zurück.
Leider wird Apple daraus nicht die richtigen Schlüsse ziehen und die exklusive Providerbindung aufgeben; dazu dürfte Apple für weitere Rekordgewinne zu sehr auf die Umsatzbeteiligung an den Erlösen der iPhone-Verträge der Telefongesellschaften erpicht sein.
Ich bin gespannt, bei welchem Anbieter die überfällige (Euro-)UMTS- und MMS-fähige Nachfolgeversion exklusiv zu haben sein wird; wegen fehlender0 3G-Tauglichkeit ist man mit dem aktuellen iPhone ja auf EDGE angewiesen, und da ist im Ausbau ganz klar, in Deutschland, die Farbe Magenta gesetzt.
Bei modernen, multimediafähigen Übertragungstechniken (3G, 3.5G) allerdings sieht die europäische Landkarte ganz anders aus und ggf. würde es ja Sinn machen, Anbieter zum Zuge kommen zu lassen, die in mehreren Ländern aktiv sind — statt in jedem Land einen auszuwählen?
Solange aber nicht mit den Füßen abgestimmt und die Providerbindungs- als auch Verdongelungspolitik durch Nichtkauf abgeleht wird – solange man also »dennoch« sich ein iPhone zulegt, obwohl man die Gängelung »eigentlich« ablehnt –, solange wird Apple Erfolg haben mit seiner Strategie. Leider.
Immerhin, der heise-Artilkel schließt mit dem Vergleich zu Frankreich wie folgt: »Mit einem Absatz von 70.000 Apple-Handys bleibt der Absatz in Deutschland hinter dem in Frankreich zurück. Der französische Apple-Kooperationspartner France Télécom verkaufte nach eigenen Angaben alleine im ersten Verkaufsmonat 70.000 Geräte. Allerdings wird das iPhone anders als in Deutschland auch ohne Vertragsbindung verkauft, was in Branchenkreisen als Grund für die höheren Verkaufszahlen in Frankreich genannt wurde.«
Nur, was ich nicht genau weiß: war es nicht ohne Providerbindung auch in Frankreich deutlich teurer? Sind der deutsche und der französische Mobilfunkmarkt wirklich so ähnlich, daß man diesen Vergleich ziehen kann?
