So, ich habe es getan. Ich habe mir eine SIM-Karte im Ausland gekauft. Ich hoffe, der »a little bit« englisch sprechenden Euronics-Verkäufer hat mich richtig verstanden und mir wirklich eine Prepaid-Karte in die Hand gedrückt und keinen Laufzeitvertrag auf’s Auge … Immerhin habe ich außer auf der VISA-Quittung nix unterschrieben, sollte also latent safe sein.
Wenn ich die italienischsprachige Kopie aus einem (Web-?) Angebot von TIM (Telecom Italia Mobile; das ist am aktuellen Platz das am fettesten zu empfangende Netz, UMTS geht mit bis zu 20 kByte/sec) und »Alessandros« Ausführungen richtig verstehe, gibt’s hier also Prepaid-Angebote mit 9 GB Internettraffic (werktags 19 bis 09 Uhr sowie am ganzen Wochenende »frei« bis zu besagten 9 GB/Monat) für 25,–.
Unterlagen, bis auf die, die bei der TIM-SIM (mit 128 MB – werde ich die jemals nutzen können?) dabei waren, gab’s keine.
Aktivierung der Karte inbound (TIM aktiviert die Karten lt. Unterlagen sofort nach dem ersten »chargable call« – rauswählen samt Nummernübermittlung war sofort möglich, ein Schelm, wer …) geschah aber erst am späten Abend des 02.07.; morgen wollte der liebe Alessandro nochmals vesuchen, den speziellen Tarif hinzuzubuchen — was wiederum erst geht, wenn die Karte aktiviert ist, was offensichtlich bei Ausländern länger dauert.
Naja, jedenfalls habe ich dank des Erwerbs der Mobilfunknummer (die lt. Alessandro optional war und 5,– EUR kostete — nächstes Mal gebe ich mir den Spaß und hole mir eine reine Datenkarte, sprich verzichte auf eine Rufnummer ;)) nun eine »Codice Fiscale«, irgendeine aus Namen und weiteren Daten abgeleitete Zeichenfolge, die hier in Italien wohl für jeden Kaufvertrag über Sachen (offensichtlich ungleich Milch u. dgl., denn im Supermarrkt brauchte ich sowas bislang nicht) benötigt wird.
Ja, heute habe ich tüchtig Datenspuren gelegt, VISA-bezahlter Kauf der SIM, Codice Fiscale, Personalausweis für SIM (wo ich Alessandro Ausweisnummer und Ausstellungsdatum zeigen mußte — fälschungssicher mag der deutsche PA sein, aber im Ausland hätte es wohl jede hinreichend ähnliche, in Plastik eingeschweißte, Karte getan), periodische Anrufe von meiner D2- auf meine neue TIM-Nummer im fahrenden Auto (MP3-Autoradio mit BT r0x0r) …
Dank der Vorbereitung (Inland-Adresse mitnehmen, hier: aktuellen Campingplatz — frage mich ja, was TIM damit will, Adressvergleich machen? Bei Adressen wie S.P. 158 km 30 + 200 sicher sehr sinnvoll) gab es keine unüberwindlichen Hürden, und mit einer PrePaid-SIM in der UMTS-PC-Card surft es sich ungleich unbeschwerter als mit einer deutschen SIM, selbst im sog. »Partnernetz« des gleichen Konzerns …
Komisch fand ich, daß es vom einstigen Preisbrecher 3 (»Tre«) angeblich keine attraktiven Angebote für Surf-willige wie mich gab — aber da ich nur die (UMTS-)Feldstärke von Vodafone und TIM am Ort kannte, kam 3 sowieso nicht in Frage ;)
*seufz* So eine 25,– After-Hours 9 GB-Flat würde ich mir zuhause ja bei Bedarf auch holen — dafür fix bezahlen, zumal deutlich mehr als 25,– im Falle von allem, was nicht e-Plus ist, z. B. jetzt, wo ich es in D gar nicht nutzen kann: nee, danke. Dann betreibt Eure ollen UMTS-Masten halt ohne wirklichen Nutzen weiter, liebe deutschen Netzbetreiber.
One Reply to “Abenteuer SIM-Karte”
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Hallo, ich habe die SIM Karte aus Deutschland gekauft (+UMTS Datentarif) und konnte sofort damit arbeiten.
Auf http://www.saveonroaming.net findet man die Anleitung um die Karte selber zu kaufen!