Anläßlich des Stolperns über die Lobpreisung Isotopps der Serie Torchwood – und da ich grade die Kommentarfunktion für den Blogbesitzer bei SPHPBLOG kaputt gemacht habe auch als Antwort auf hans’ Frage –, ein paar Worte zum BBC-Empfang in Ostwestfalen. Da die zweite Staffel erst 2008 ausgestrahlt werden soll ist genug Zeit, sich derlei für den Eigenbedarf zu überlegen. (Hat jemand konkrete Infos zur angebliche geplanten Wiederverschlüsselung des derzeitigen FTA-Angebots von BBC und ITV?)
Ausgehend von einer Übersichtsseite zum Astra-2D-Empfang in Deutschland habe ich weiter gegoogelt und bin schlußendlich zu dem Ergebnis gekommen, für die aktuell laufende Doctor-Who-Staffel (Nummer Drei nach der Reanimation 2005) es erstmal mit ‘ner 80er Baumarktschüssel (25,00 EUR) zu versuchen. Als Quad-Switch-LNB kommt ein Gerät von »Inverto« für gut 20 Euro zum Einsatz, dahinter 30m 4-in-1 Sat-Kabel (ca. 20 der 30m liegen noch aufgerollt rum, harren eines Zuganges in den Keller zur Haus-Sat-Anlage; derzeit sind 2 Sat-Karten per Fensterdurchführung angeschlossen). Damit meine VDRs sowohl Astra-1 als auch Astra-2 empfangen können,
kamen noch DiSeQ-Switches dazu (aktuell 2, jeweils ca. 6 Euro). Noch ein bißchen Konfiguration an den VDRs (DiSeQ-Steuerung aktivieren; Kanallisten pimpen, sodaß Astra-2-Sender via Karte 2, Astra-1-Sender via Karte 1 nur zu empfangen versucht werden – ich fahre je VDR derzeit ein 2-Karten-Setup und habe zum Test jeweils nur auf 1 Karte Astra-2 via DiSeQ-Switch bereitgestellt), Installation eines Web2EPG-Tools
(BBC, ITV strahlen nur »now & next«-EPG aus, d. h. man erfährt nur etwas über die Sendung, die grade läuft und die, die als nächste ansteht – schlecht für längere Planungen) — und fertig.
Die Empfangsqualität lt. VDR-Anzeige ist vergleichbar gut, wenn nicht besser, wie das, was die Haus-Satanlage für Astra-1 liefert. Beim ostwestfälischen Starkregen allerdings fallen sowohl der Empfang von Astra-1 als auch von Astra-2 aus :(
Ständchen für Wolfgang und Günther …
Nein, ich billige nicht gewalttätige Ausschreitungen in Rostock oder sonstwo — eigentlich sonderbar, daß man das heutzutage explizit schreiben muß.
Aber Augenmaß auch bei der öffentlichen Wortwahl darf man von verantwortungsvollen Politikern eigentlich erwarten — leider gibt es davon nicht mehr viele:
Der bayerische Innenminister Günther Beckstein verteidigte dagegen die Maßnahmen. Unter den erwarteten 100.000 Demonstranten seien einige Tausend gewaltbereit, sagte er im ZDF. Eine Differenzierung, wer reinkomme und wer nicht, sei vor Ort nicht möglich. “Wenn einer meint, dass er auf Sichtweite an den amerikanischen Präsidenten rankommt, ist er geistesgestört”, sagte der CSU-Politiker.
Quelle: tagesschau.de (01.06.2007 17:57 Uhr)
Ich bin ja geneigt zu vermuten, daß solcherlei Ausfälle gezielt eingesetzt werden, um den eigenen Standpunkt zu bekräftigen; daß an bösen Gerüchten zur bayerischen Genesis etwas dran sein könnte, nein, das habe ich bislang vehement bestritten.
Klar wird mit solchen Aussagen allerdings, welch Geistes Kind Günther Beckstein ist. Von mündigen Bürgern hält er offensichtlich nichts, von ehedem ehernen Werten der Verfassung ebensowenig — bloß nicht den mächtigsten Mann der Welt verärgern. Was sind dagegen schon zehntausende Bürger Untertanen?
Ich halte es jedenfalls für nicht unwahrscheinlich, daß die öffensichtlich überrascht habende Stärke der auf Krawall fixierten Demonstrationsmitläufer auch und grade den maßlos überzogenen Vorkehrungen in und um den G8-Gipfel in Heiligendamm geschuldet ist.
Der Innenminister von Schleswig-Holstein, Ralf Stegner (SPD), erneuerte seine Kritik an der aufgeheizten öffentlichen Sicherheitsdebatte. Er warnte im Hessischen Rundfunk davor, “Demonstranten und Terroristen in einen Topf” zu werfen. Es habe in den letzten Tagen “einige törichte Äußerungen” gegeben. Das habe die Lage zusätzlich verschärft. Man könne Gefahr nämlich auch herbeireden, sagte Stegner. Die überwiegende Mehrheit der Globalisierungsgegner wolle friedlich demonstrieren. Mit den wenigen, die nichts Friedliches im Sinn hätten, werde die Polizei auch fertig, betonte Stegner.
Quelle: tagesschau.de (31.05.2007 17:03 Uhr)
Mit Blick auf den verbalen Schlagabtausch zwischen Sicherheitspolitikern und Gipfelkritikern mahnte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, künftig “mit den Worten vorsichtiger zu sein”.
Quelle: tagesschau.de (26.05.2007 07:51 Uhr)
An dieser Stelle denn auch ein »Dank« an den Schwarzen Block — es ist nicht auszuschließen, daß Ihr mit Eurer Randale-pur-Einstellung dem Verfassungsgericht die Steilvorlage geliefert habt, zu der es noch fehlte …
Nach Angaben der Polizei haben “mehrere tausend militante Autonome” kurz nach Beginn der insgesamt zwei Protestzüge zur Abschlusskundgebung einen geschlossenen “Schwarzen Block” gebildet, aus dem heraus später Einsatzkräfte attackiert worden seien. Nach Darstellung der Polizei waren die Einsatzkräfte mit Stöcken, Steinen und zerbrochenen Gehwegplatten “in bisher nicht gekannter Brutalität” angegriffen worden.
Bayerns Innenminister Günter Beckstein (CSU) […] [forderte in] der “Bild”-Zeitung […], verstärkt schon potenzielle Gewalttäter in Gewahrsam zu nehmen. “Wer zum Beispiel Tränengas in der Tasche hat, muss bis zum Ende des G8-Gipfels in Unterbindungs- Gewahrsam genommen werden”.
[…] Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte: “Es ist leider so, dass wir heutzutage mit so etwas rechnen müssen.” Rostock sei ein Beleg dafür, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Polizei “leider notwendig sind”.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, nannte die Rostocker Krawalle eine “neue Qualität der Gewalt”. Die Gewalttäter seien an einem friedlichen Verlauf nicht interessiert – unabhängig vom Verhalten der Polizei.Quelle: phoenix.de (03.06.2007)
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen von G8-Gegnern in Rostock erhebt die Linkspartei schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitsbehörden. “Wir bedauern, dass auf der Kundgebung genau die Bilder provoziert wurden und entstanden sind, die die Bundesregierung und ihre Einsatzkräfte zur Legitimation ihrer wochenlangen Repressions-Kampagne gegen G8-Kritikerinnen und -Kritiker brauchte”, sagte die Linkspartei-Vizevorsitzende Katina Schubert in Berlin.
Quelle: tagesschau.de (03.06.2007 17:10 Uhr)
Geschwindigkeit ist nicht immer alles
Nicht immer ist auch der erste Eindruck richtig. Ein schönes Beispiel lieferte die mediale Berichterstattung zu den Vorgängen in Rostock. Initial hieß es, von der Veranstaltungsbühne sei die militante Szene noch mit klaren Worten angefeuert worden: »Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.«
So berichtete es denn auch Spiegel Online zunächst im Ticker. Wie Die Spiegelfechter dokumentieren, hat sich diese angebliche Aufstachelung von der Veranstaltungsbühne zwischenzeitlich als »Übersetzungsfehler« herausgestellt — leider hat das die Kavala-Pressestelle am Sonntag noch nicht realisiert, im »ZDF spezial« wird noch munter die Legende von der Anstachelung gebracht:
Allerdings war auch den Veranstaltern wohl zum Krawall-Zeitpunkt nicht klar, wer für was verantwortlich ist; man achte auf das Ende des folgenden Zusammenschnitts auf myvideo.de:
[Update, 20070605] Den Wortlaut der Bello-Rede hat das ZDF im G8-Blog veröffentlicht:
Sein Thema waren Globalisierung und Irak-Krieg. In diesem Zusammenhang fiel die umstrittenen Worte. Die Passage im Wortlaut:
Walden Bello: „Two years ago they said: Do not bring the war into the discussions. Just focus on poverty reduction. Well, we say: We have to bring the war right into this meeting. Because without peace there can be no justice.”
Der Übersetzer auf der Bühne: “Vor zwei Jahren hat es geheißen: Wir sollen den Krieg nicht in die Diskussion mit reinbringen. Wir sollen uns nur auf Armutsbekämpfung konzentrieren. Aber ich sage: Wir müssen den Krieg hier mit reinbringen. Denn ohne Frieden kann es auch keine Armutsbekämpfung geben.“
Der Beitrag bietet ferner einen 3-Minuten-Ausschnitt der Bello-Rede um die bewußten Zeilen. [/Update]
Das Schöne an Standards …
… ist – vonm der Schreibweise mit einem weichen »t« abgesehen –, daß es so viele davon gibt. So oder so ähnlich lautet ja eine Binsenweisheit — grade ITler können dazu oftmals nicht mal mehr schmunzeln …
Egal, nachdem sich schon beim IM die Darwinsche Vielfalt für den Anwender zum Problem entwickelt hat (jeder dritte Bekannte nutzt ein anderes IM-Netz), scheint mit Jaiku.com sich ähnliches für die Zwitscher-Communities abzuzeichnen — berichtet jedenfalls paulinepauline (via fimpern.de).
FeedB…oogle
FeedBurner (++, BTW) wird von Google übernommen. Tickerte vor Tagen auch durch die Feeds, IIRC, seit gestern allerdings fällt zumindest mir der diskrete Hinweis auf der Anmeldeseite auf.
Ist damit wohl nur eine Frage der Zeit, wann die Funktionen von Google Analytics und FeedBurner zusammengelegt werden.
Gespannt bin ich allerdings auch ob der Tatsache, daß FeedBurner mir Requests von nicht existenten Referrern (hier: www.blogdoch.net, explizit nicht im DNS eingetragen) beschert:
wusel@death.uu.org:~ $ dig @c.regfish-ns.net. a www.blogdoch.net. [...] ;; Got answer: ;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NXDOMAIN, id: 59752 [...]
Immerhin 18 Requests zählt FeedBurner bislang als von der URL »http://www.blogdoch.net/index.php« kommend.
Offene Fragen
Erklärt mir bitte jemand die Pointe?
Christian fühlt sich verfolgt und verlinkt via tinyurl auf das Bild in einem 2005er-Sixtus-Artikel.
Am 27. 05. 2007 noch wird ein Teil dieses Bildes auf Imageshack gefunden (nachdem es dort wohl direkt vor dem Finden versteckt wurde) und der Link Christian »anonym zugespielt«.
Lt. Bildunterschrift zeigt das Bild bei Sixtus ein
Spontanes Mini-Bloggertreffen am Rande dieser Veranstaltung in Paderborn. Kurzfristig verabredet in diesen Kommentaren. Links: Lennart Grötzbach, (Problemlöser), rechts: Jörg-Olaf Schäfers (Yamb, Medienrauschen). Woher Jörg die Mütze mit dem schicken selbstleuchtenden Schirm hat, wollte er uns nicht verraten.
Was hat das jetzt mit Vista zu tun? Welche Blogger bedroht Jörg-Olaf (»Und dass Du Blogger bedrohst jo, das nicht fein, das solltest Du unterlassen. Trotzdem danke für den feinen Abend. :)«)? Und wo bleibt die Enthüllung zum »Hitlerfreund«, der Jörg-Olaf lt. Christian sein soll?
Ach so, und, natürlich: was soll das Aussperren von anderen Blogs, die auf F!XBlockMBR verlinken? Christian?
I'm getting older by the minute …
Lyssas Lounge ist verlassen, denn die Lyssa ist weitergezogen nach Twittertown und erleuchtet uns nun live — vor rd. 10 Minuten z. B. gab’s ‘nen Gin.
Weitere Details Ihrer bewegten Lebens verschweigt sie uns nun auch endlich nicht mehr:
I just found the biggest spider I have ever seen outside of Africa. In. My. Fucking. Bed. Killed it. – I’m a true big game hunter.
11:22 PM May 30, 2007 from txt
Ist das jetzt ProMoblogging oder MoProblogging? (Oder einfach nur, äh, Unsinn?)
Naja, immerhin war sie schon mal in Afrika. Vielleicht verstehe ich’s ja deshalb nicht. (Große Spinnen habe ich hier aber auch schon gesehen. Meistens gebe ich ihnen die Chance eines Crashkurses »Schwimmen und Tauchen in strudeligen Abwasserrohren« — raustragen hat latent den Flintstone‐Effekt, das Vieh ist schneller wieder drin als ich »such Dir eine neue Wohnung« sagen kann. Glaubt mir alles wieder keiner? Nächstes Mal läuft die Cam mit, wie bei den Terassenmäusen …)
Wer opfert sich?
Vielleicht Tote Hose Campino, von dem man zumindest glauben mag, er sei G8-kritisch? Ach so, »opfern« meine ich im Sinne von Vertonung der FTD-Coverversion von Stefan Raabs Schenkelklopfer »Maschendrahtzaun« aus dem vorigen Jahrtausend.
Ganz neu ist die Idee ja nicht …
… aber technisch gut umgesetzt, könnte das vielleicht das Positivste sein, was man von diesem G8‐Alptraum in Erinnerung behalten kann.
Lange Sitzung ungesund. Aber witzig?
»Spiegel Leser wissen mehr« heißt ein Werbeslogan, glaube ich. Aber auch wer sich auf WELT ONLINE verirrt, kann sich weiterbilden. Dem Inhalt des Artikels nach, sollte er dies nur nicht auf Toilette tun, denn das sei schädlich:
Es sei ganz falsch, sich mit einer Zeitung aufs stille Örtchen zu verziehen und nach dem Stuhlgang noch sitzen zu bleiben, zu drücken und zu pressen. “Das quetscht die Hämorrhoiden so richtig nach unten”, wird gewarnt.
Bebildert mit einer bestrapsten, thronend‐lesenden Dame, Alternate-Text: »Symbol – Fotos Gefühle Menschen witzig« — die Welt scheint online nicht ernst bleiben zu können …
