Das sind dich endlich mal klare Worte. Lt. einem Bericht auf Spiegel Online meint das Oberverwaltungsgericht (OVG) Greifswald, daß ein Abstand vom 5000 Metern zum Geschehen für Proteste ausreichend wäre. Außerdem müsse man ja berücksichtigen, daß die zumeist zumindest partiell demokratisch legitimierten Staatenlenker die auswärtigen Beziehungen zum Merkelreich zur Bundesrepublik als belastet empfinden könnten, müßten sie Proteste in Sichtweite zur Kenntnis nehmen. Protest muß also zutiefst undemokratisch sein, zumindest von Greifswald aus gesehen. (Gab’s dort eigentlich auch neuen Straßenlaternen und -beläge?)
Die Demonstranten sind entsetzt. Das Gericht habe die Bestätigung des Verbots unter anderem mit der bloßen Befürchtung begründet, auswärtige Beziehungen der Bundesregierung zu “fremden Staaten” könnten durch Versammlungen belastet und Protestkundgebungen in unmittelbarer Nähe der Staatsoberhäupter als “unfreundlicher Akt” empfunden werden, sagte Anwältin Donat.
Quelle: SpOn
Gut, wenn man lieber aus der Ferne demonstrieren, der Adressat davon aber auch was mitbekommen soll, was tun? Ort ist bekannt (Hotel in Heiligendamm), die Namen der G8-Meeter sind bekannt — Telegramme gibt’s nicht mehr, oder? Sind Hotels verpflichtet, Faxe an ihre Gäste zuzustellen? Alleine auf Toilette zu sitzen und mit selbstgemachten »I shit on G8«‐Papier sich den Frust abzuputzen, das bringt’s ja irgendwie auch nicht. Hat das BVerfG wenigstens ‘nen Wochenenddienst, sodaß eine Entscheidung noch vor dem Gipfel ergehen könnte?
This all suxx :(
