Nur durch den DOLLAR(): Ostern ist gerettet

Nun bin ich kein großer Freund von Excel und Co., aber wenn’s um’s liebe Geld (in Form einer zu liefernden Abrechnung als Basis für eine Auszahlung) geht, frißt auch der Teufel die eine oder andere Kröte … oder so.
Heute stand die Erweiterung des »Arbeitsblattes« auf dem Programm, sodaß am Ende automatisch die Feiertage (in Nordrhein-Westfalen) korrekt als solche markiert werden (Ostermontag war ja grade) – diese Hürde wollte ich eigentlich mit der Formel des Norbert Hetterich zur Berechnung des Ostersonntags (als Basis aller beweglichen Feiertage – ulkig, daß diese alle vom Ostersonntag abhängen, war mir vorher nicht präsent) und einem Array erschlagen …
Erste Hürde: in $COMPANY werden, als Tochter eines multinationalen Unternehmens, englische Programmversionen verwendet; und die Formel =DM((TAG(MINUTE(A... funktioniert, so eingegeben, in einem englischen Excel nicht.
Ok, TAG() und MINUTE() bekomme ich noch per educated guess übertragen – aber was zum Henker ist DM() und wie finde ich das raus, wenn ich ein Excel habe, daß diese Funktion gar nicht kennt?
Ich sehe meine Vorbehalte gegen den Nationalisierungswahn bestätigt – schon beim Scripting ist sowas tödlich …
wusel@death:~ $ date >/tmp/1 ; sleep 1 ; date >/tmp/2 ; LANG=C cmp /tmp/1 /tmp/2 ; LANG=de_DE@euro cmp /tmp/1 /tmp/2 ; LANG=fr_BE@euro cmp /tmp/1 /tmp/2 | iconv -f iso-8859-1 -t utf-8
/tmp/1 /tmp/2 differ: char 19, line 1
/tmp/1 /tmp/2 differieren: Byte 19, Zeile 1.
/tmp/1 /tmp/2 sont différents: octet 19, ligne 1

… eine Programmiersprache mit landessprachabhängigen Anweisungen ist, äh, nicht wünschenswert.
Langer Rede kurzer Sinn: dank der freundlichen Untersützung durch die allwissende Müllhalde (Google) fand ich heraus, daß DM()s Äquivalent für mich DOLLAR() zu sein scheint.
Warum man für die Berechnung des Ostersonntages eine Währungsfunktion benötigt – nunja, es ging ja um die kürzeste Excel-Formel zur Berechnung des Ostersonntages. Warum aber die Funktion DOLLAR() in einem deutschsprachigen Excel DM() lautet und nicht generischer WAEHRUNG() o. ä. … Großes Kino.
Nächste Hürde war dann, daß MATCH() auf mein schönes Array mit den Feiertagen nicht angewandt werden kann, da es keine Möglichkeit zu geben scheint, statt #N/A schlicht beim Nichtvorhandensein 0 zurückzugeben. Schlußendlich habe ich mir mit einem VBA‐Programm geholfen, welches entweder einen leeren String oder den Namen des Feiertags zurückgibt …
Ich fürchte, mit ein bißchen awk, bc und/oder sc-Magie, Ausgabe als .tex oder .ps, wäre ich deutlich schneller gewesen.