… zumindest, wenn bundesdeutsche Regierungscomputer betroffen sind und die Überwacher evtl. aus China statt aus Bonn am schönen Rhein kommen.
Well, I’d say you get what you asked for, Mr. Schäuble.
Skype-Ausfall, was war nun wirklich?
Nun ist Microsoft also doch nicht Schuld am mehrtägigen Ausfall Skypes. Also, jedenfalls nicht so richtig.
Skypes Dienst fußt ja nicht auf zentraler Infrastruktur, der Dienst baut sich ein eigenes Peer-to-Peer-Netz zusammen über die teilnehmenden Rechner — da man ja eigentich immer angerufen werden können will, bedingt die Teilnahme an Skype auch lange Laufzeiten des eigenen Rechners, auf dem der Skype-Client läuft. Mit der Zeit »versteht« dann also die Skype-Software, welcher Rechner gut angebunden ist und erwählt unter jenen mit guter Anbindung einige zu sog. »Supernodes«. Jene sind für die P2P-Funktion von großer Wichtigkeit — und laufen außerhalb der Kontrolle von Skype auf irgendwelchen Rechnern mit Skype-Client weltweit.
Wird eine solche »Supernode« gebootet, muß daß P2P-Netz diesen Ausfall kompensieren und andere »Supernodes« den Traffic übernehmen, ferner sind neue »Supernodes« auszuwählen.
Wahrscheinlich benötigt das Skype-P2P-Netz für ein gegebenes Kommunikationsaufkommen von K eine Anzahl N an »Supernodes«, darauf lassen zumindest die kargen Erläuterungen von Skype schließen. Fallen nun in einem kurzen Zeitintervall zuviele »Supernodes« aus, ohne das rechtzeitig neue gefunden werden, und übersteigt K die noch bereitstehende Kapazität des P2P-Netzes, macht(e?)’s bumm.
Patchdays werden regelmäßig zu Reboots von Windowsrechnern führen, nicht durch Skype kontrollierbar. Wie also will Skype zukünftig einen solchen GAU verhindern? Skype blogt dazu:
4. Has the bug been fixed? Should Skype users worry about future Microsoft Update patches and reboots?
Yes, the bug has been squashed. The parameters of the P2P network have been tuned to be smarter about how similar situations should be handled. Once we found the algorithmic fix to ensure continued operation in the face of high numbers of client reboots, the efforts focused squarely on stabilising the P2P core. The fix means that we’ve tuned Skype’s P2P core so that it can cope with simultaneous P2P network load and core size changes similar to those that occurred on August 16. We’d like to reassure our users across the globe that we’ve done everything we need to do to make sure this doesn’t happen again. We’ve already introduced a number of improvements to our software to ensure our users will not be similarly affected – in the unlikely possibility of this combination of events recurring.
Man wird es sehen — der nächste Patchday kommt bestimmt. Oder der nächste große Stromausfall …
SatireVZ?
Beim PennerVZ war ich mir nie ganz sicher, was der wahre Hintergrund war — gestartet in Mitten des
Stuten StudiVZ-Hypes mit Gründerführer Dariani als Chefblogger, waren die Einträge im PennerVZ-Blog immer ausreichend zweideutig …
Dankenswerterweise schleicht FickenVZ nicht um den Brei herum, sie sagen gleich, was sie wollen: den schnellen Exit, jetzt eingeleitet per eBay-Auktion (Höchstgebot zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels: 10,00 EUR).
Da kann man dann wohl nur viel Glück wünschen …
Nicht ganz grün
Google ist schuld an der Erderwärmung, Strato hostet mit grünem Strom und Host Europe spart rd. 30% Energie — ob der Winter 2007/2008 in Winterberg dann endlich wieder ein tiefweißer wird?
Mobile Office …
Hmmm, das war ja nicht soooo erfolgreich jetzt …
Bietet das N95 doch auch einen Viewer für PDF-Dateien und erkennt der Browser diese auch als solche, darum hätte ich ja eigentlich erwartet, daß eine entsprechende Datei, ans Handydisplay optimal angepaßt, auch sauber dargestellt wird. Das schaffte Acrobat Reader ja selbst auf PocketPC 2002-Geräten vor über drei Jahren …
Aber wie sollte es anders sein, mein erster Versuch endete natürlich gleich … weiß. Blütenweiß präsentierte der Viewer mir das Dokument —
außer dem Rahmen von Tabellen wurde nichts gezeichnet, daran änderte auch eine Zoomstufe von 100% nichts.
Gut, es bestärkt mich in der Stellung der Sinnfrage, was Word-, Excel- oder PPT-Viewer oder gar -Bearbeitungstools auf einem Mobiltelefon zu suchen haben. Andererseits, PDFs sollte man auf einem solchen schon lesen können, ist es doch eigentlich das portable Dokumentationsformat im Netz — und grade da patzt das N95 :(
Ich vermute, es hat was mit den gewählten Fonts zu tun, aber selbst dann würde ich einen Hinweis erwarten anstelle eines leeren Bildschirms.
Mobil arbeiten ohne Laptop, das scheint nach wie vor nur sehr begrenzt möglich zu sein.
Virtuelle Pixelvervielfachung
Zufällig bin ich auf PhotoAcute gestoßen; wenngleich ich die imposanten Beispiele mit meinem 3650 nicht nachstellen konnte: vielleicht hat der eine oder andere ja Verwendung dafür …
Im direkten Vergleich 3650 (VGA) m. PhotoAcute –> 6630 (1 MPix) –> N95 (5 MPix) bewahrheitete sich für mich jedenfalls das alte Sprichwort: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Hubraum. (Aber ein Nachbrenner ist ungleich einfacher nachzurüsten als ein Phaeton-W10-Triebwerk in einen Käfer einzubauen ;))
Wet, wet, wet
Eine Minute Impressionen aus dem Gütersloher Spätsommer 2007.
Sicherlich kann man das Regengebiet über Ostwestfalen heute nicht mit dem Hurrikan »Dean« vergleichen — hinsichtlich der Regenmenge war es aber schon mal eine recht anschauliche Simulation …
»Klitschenaß statt nur dabei« könnte man als Motto über den heutigen Tag schreiben. Ob’s wieder für ‘nen feuchten Keller gereicht hat?
Skype-User, bitte nicht mehr booten!
Böse Skype-User. Kaum bringt Microsoft wieder Patches, saugen die User diese wie blöd und booten dann. Und dann melden sie sich wieder bei Skype an, Myriaden gleichzeitig — das kann ja auch nichts werden!
Oder war’s gar nicht Microsofts Patchgelumpe, sondern ein nach der Installation (unter Windows) zum Reboot nötigendes Update von Skype selbst? Golem schreibt:
Weltweit seien viele Computer von Skype-Nutzern nach einem Software-Update innerhalb kurzer Zeit neu gestartet worden, so Skype. Diese ungewöhnlich hohe Zahl an neugestarteten System habe sich auf Skypes Netzwerk-Ressourcen ausgewirkt. Eine Flut von Login-Anfragen kombiniert mit dem Fehlen von Peer-to-Peer-Ressourcen habe dann eine Kettenreaktion mit ernsten Folgen ausgelöst.
Quelle: Golem.de
Was ich nicht verstehe, wieso ist dies das erste Mal, daß eine kritische Masse an Windows-Kisten gebootet wurde und sich gleichzeitig bei Skype anzumelden versuchte? Kleinweichs Patschtage gibt’s doch schon des Längeren?
Skype selbst gibt sich eher zugeknöpft:
On Thursday, 16th August 2007, the Skype peer-to-peer network became unstable and suffered a critical disruption. The disruption was triggered by a massive restart of our users’ computers across the globe within a very short timeframe as they re-booted after receiving a routine set of patches through Windows Update.
The high number of restarts affected Skype’s network resources. This caused a flood of log-in requests, which, combined with the lack of peer-to-peer network resources, prompted a chain reaction that had a critical impact.
Normally Skype’s peer-to-peer network has an inbuilt ability to self-heal, however, this event revealed a previously unseen software bug within the network resource allocation algorithm which prevented the self-healing function from working quickly. Regrettably, as a result of this disruption, Skype was unavailable to the majority of its users for approximately two days.Quelle: Skype
Was war am aktuellen Windows-Update denn anders als all die Male zuvor? Oder was genau am Skype- (P2P-) -Netz anders?
This disruption was unprecedented in terms of its impact and scope. We would like to point out that very few technologies or communications networks today are guaranteed to operate without interruptions.
Quelle: Skype
Nunja, »without interruptions« nicht, fürwahr. Leitungsvermittelnde Netze (POTS, ISDN) haben ihre Kinderkrankheiten aber überwiegend hinter sich (im Falle von POTS sind eher typische Altersgebrechen zu erwarten ;)), standardbasierte VoIP-Dienste auf Basis von H.323 oder SIP sind weitgehend gezähmt, solange mit Erfahrung auf dem Gebiet agiert wird — so zumindest mein Eindruck als Nutzer.
Daher muß die Frage in Richtung Skype erlaubt sein, ob Skype für die augenscheinliche Relevanz, die es mittlerweile im VoIP-Markt einnimmt, wirklich – auch technologisch – richtig aufgestelt ist.
In diesem Zusammenhang mag man auf das CERN verweisen, welches den Einsatz von Skype am CERN untersagt:
The use of Skype P2P telephony software is NOT permitted at CERN.
Article 4.1 of the Skype End User License Agreement allows computers running Skype to be used to route third party traffic. The algorithm which Skype uses to select these so-called “supernodes” appears to take account of bandwidth availability. We have seen in practice that computers running Skype at CERN become supernodes rather quickly. Its use is therefore not permitted within the CERN site.
To our knowledge, other IP telephony products do not cause such problems, e.g. Microsoft Messenger included by default in Windows/XP (but note that you may need to upgrade to the latest version). […]Quelle: CERN IT
Eine längere Abhandlung über die Probleme mit Skype aus dem März 2006 findet sich bei Lunch over IP; demnach ist z. B. CERN nicht die einzige Organisation, die den Einsatz von Skype ausdrücklich untersagt. Ein noch älterer Artikel bei Musings (immerhin schon aus 2004) setzt sich kritisch mit dem Geschäftsmodell als auch dem Firewall-Piercing auseinander.
Aber wen kümmert’s — die Verbindungen stehen wohl wieder, also einmal böse gucken und … weiter machen! (Aber bitte ohne Reboot!)
GSM-Verschlüsselung Makulatur?
Wenn ich das hier richtig verstehe, sind Privatleute (mit viel Enthusiasmus) ggf. demnächst in der Lage, auch GSM-Gespräche zu entschlüsseln – und damit abzuhören.
Nettes Projekt, möglicherweise in Deutschland nicht mehr ganz legal — aber ein guter Aufhänger, um sich über das eigene Kommunikationsverhalten Gedanken zu machen. Vorratsdatenspeicherung steht an (und wird wegen ein paar Promille an Protestanten bestimmt nicht eingestampft werden — dazu ist’s schlicht zu weit vor ‘ner relevanten Wahl und der Widerstand zu bedeutungslos), und auch GSM-Gespräche können schon lange mitgehört werden. Ich bin daher ja eigentlich schon länger dafür, VoIP mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für jegliche verbale Kommunikation einzusetzen — leider gibt’s da noch wenig passende, mobile, Datentarife für.
Piss-Vergnügen
Ohne viel Worte — viel Spaß beim pinkeln ;)
