La Fonera: WRT54G reloaded?

Schon krass, Den WLAN-Accesspoint bzw. -Router »La Fonera« bekommt man im FON Shop schon für unter 25,– EUR derzeit.
Oder, wenn man denn bereit ist, eine »Vermittlungsgebühr« für einen Rabattcode zu zahlen, auch schon für ca. 15,– EUR insgesamt (rund 30% der Summe gehen für die »Vermittlung« via eBay-Auktion drauf). Die rechtliche wie moralische Beurteilung solcher Offerten überlasse ich mal anderen; fest scheint mir zu stehen, daß dies kleine Kästchen – von Haus aus schon mit einer OpenSource-basierten Firmware ausgestattet – durchaus das Zeug hat – grade zum aktuellen Straßenpreis von ca. 25,– EUR –, die betagten Linksys-Kistchen zu beerben.
Richtig spannend in dem Zusammenhang finde ich hierbei eine Aussage im FON Blog, wonach die auch schon hier angesprochene »RO.B.IN«-Firmware »in die Fonera hochoffiziell integriert werden« soll.
RO.B.IN ist nun weder Weltformel noch Quadratur des Kreises — es ist eine auf »Zero-Config« ausgelegte, Meshing ermöglichende Firmware für die Foneras (bzw. generell OpenWRT-Kamikaze-taugliche APs/Router mit Atheros-WLAN-Chip). Soll heißen: sollte Fon tatsächlich, wie es die Freifunker vorgemacht haben, OLSR- oder B.A.T.M.A.N.-basiertes Meshing in die Grundfunktion der Fonera aufnehmen, bestünde die reelle Chance auf eine weite Verbreitung von auf Meshing basierenden Bürgennetzen — die Foneras bildeten einen Wireless Backbone, der einfach schon mal da wäre. (Noch optimaler wäre natürlich, wenn auch andere Accesspoints, z. B. die unzähligen, die man als DSL-Modem heutzutage zum DSL-Modem dazubekommt, dieses Feature unterstützen würden. Grassroots Networking Galore, quasi. ;) Aber leider unterstützt, anders als mit Atheros-WLAN, zumindest die WRT-, d. h. Broadcom-Plattform, mehrere ESSIDs nicht wirklich funktional. Wär’ ja auch irgendwie zu schön gewesen ..)

No Fix!

Leider kann ich des tableteer’s Euphorie ob des Fixings eines Bugs in der Maemo-Variante von gpsd nicht ganz teilen. Heute abend jedenfalls hat mein N810 – wieder einmal – ewig gebraucht, um einen GPS-Fix zu bekommen — genauer gesagt hat es genau dies Kunststück auf der Strecke vom Brauhaus bis zu meiner Wohnung nicht vollbringen können.
Dafür – woran auch immer dies liegt –, rockt men GPS im N95 jetzt. Nein, kein Firmwareupdate bislang; vielleicht muß man das Teil nur einfach öfter mal nutzen? Jedenfalls fixt mein N95 unter freiem Himmel zumindest mittlerweile so schnell, teilweise schneller, wie mein N810. (Es vergehen – gefühlt – aber weiterhin Äonen bis zum Fix, verglichen sowohl mit meiner BT-GPS-Maus als auch unseren Navis für’s Auto …)

WLAN-Dichte

Da ich schon gefragt wurde, warum es in den letzten Tagen kaum Blogeinträge gab, hier der Ansatz einer Rechtfertigung ;)
Es ist schlicht ein Zeitproblem. Abgesehen von der Vorbereitung des alljährlichen Kampfes mit der Hydra namens Finanzamt (dieses Jahr mit neuem Konfliktpotential), den ich dieses Mal deutlich vor der Jahresmitte abschließen möchte (da dieser Stasi‐Staat keine zinslosen Darlehen von mir mehr verdient), spiele ich derzeit verstärkt wieder mit Kismet und gpsmap herum.
Leider funktioniert Kismet derzeit auf dem N810 derzeit mehr so gar nicht:

[...]
NOTICE: Opened associated network xml file './n810/media/mmc1/kismet//Kismet-Feb-05-2008-3.xml'
WARNING: Skipping file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-3.gps', too few sample points to get valid data.
NOTICE: Processing gps file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-4.gps'
WARNING: Parse error at line 8: no element found
NOTICE: Opened associated network xml file './n810/media/mmc1/kismet//Kismet-Feb-05-2008-4.xml'
WARNING: No sample points found in 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-4.gps'.
NOTICE: Processing gps file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-5.gps'
WARNING: Parse error at line 1: no element found
WARNING: No sample points found in 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-5.gps'.
NOTICE: Processing gps file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-8.gps'
NOTICE: Opened associated network xml file './n810/media/mmc1/kismet//Kismet-Feb-05-2008-8.xml'
WARNING: Skipping file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-8.gps', too few sample points to get valid data.
Processing 66573 sample points.
[...]

SSHFS zum N810 rulez, BTW ;) Kismet an sich funktioniert, aber die Anbindung an den gpsd scheint rottig, kein Vergleich zu ausgewachsenen Linux-Systemen :( Übrigens: eine beherzte rmmod-insmod-Kombination reanimierte das nach Kismet-Läufen auf dem N810 gerne unglückliche WLAN bei mir bislang ohne Reboot-Notwendigkeit. Ein Wort der Warnung allerdings: wiederholt hatte ich hiernach später Crashes des N810, ggf. ist derzeit ein säubernder Reboot die bessere Wahl.
Mich interessiert ja schon länger die Verbreitung von WLANs, u. a. sehe ich jene auch als Indikator für die Durchsetzung der DSL-Technik. Getriggert durch eine Anbindung von gpsmap an Google Maps habe ich also meinen alten Scan-Laptop ausgegraben und wieder ein paar Touren unternommen. Das Resultat ist zwar noch nicht so umfassend wie anderswo, kann sich aber auch durchaus sehen lassen. Super wäre jetzt natürlich eine funktionierende Kismet-Installation auf dem N810, die man somit auch auf Spaziergängen usw. dabei haben könnte — grade in der Innenstadt wäre das bestimmt interessant ;)
Der nächste Schritt wäre jetzt eine RO.B.IN-like Firmware (also was mit Meshbildungsoption) für die üblichen Verdächtigen unter den WLAN-Routern, sprich Fritzboxen, Speedports und Netgears … Die mittlerweile vielerorts erreichte WLAN-Dichte würe sogar über die unterschiedlichen Kanäle wahrscheinlich schon nette Meshes erlauben und damit weite Bereiche einer Straße, wenn nichdt gar eines Stadtteils, abdecken. Und dank Meshing wäre es nicht einmal notwenig, daß viele ihren DSL-Anschluß öffneten — das reine Weiterleiten eines Meshsignals würde schon viel helfen und infrastrukturelle Arbeiten überflüssig machen. RO.B.IN. auf Foneras (die »La Fonera« ist derzeit für ca. 25,— Euro bei Fon zu bekommen) rockt jedenfalls — echtes Plug-and-Play, deutlich weniger Aufwand als bei den bisherigen Freifunk-Ansätzen dank MAC-basierter IP-Adressvergabe.
Aber dazu folgt bei Gelegenheit mal ein anderer Blogeintrag ;)

Nachtrag: »Warum ich Gütersloh mag …«

Am vergangenen Wochenende war’s mal wieder so weit, Großkampftag am Recyclingcontainer. Die sich über die Feiertage angesammelt habenden papiernen und gläsernen Wertstoffe wollte ich vorschriftsgemäß der Wiederverwertung zuführen, bevorzugtes Ziel hierfür sind die hierzu bei großen Warenhäusern zahlreich aufgestellten Container, da die singuläre in der Nachbarschaft verteilten oftmals schon voll sind.
Dieses Mal allerdings war ich offensichtlich zu spät dran (Samstag Nachmittag), sowohl die Container für Papier als auch die der Altkleidersammlung quollen über — was offensichtlich die entsorgungsnotleidenden Bürger nicht von der Verrichtung der Entsorgung abhielt. Ich jedenfalls traute mich nicht weiter als auf den Fotos zu sehen ran, befürchtend, daß die Stapel mich begraben könnten.
Mal ehrlich: natürlich ist es ärgerlich, wenn die Container voll sind, offensichtlich die Leerungsfrequenz mit der Nachfrage nicht Schritt hält (solche Bilder gibt’s regelmäßig am Wochenende bei real oder Marktkauf zu bestaunen). Aber deshalb gleich neapolitanische Zustände herbeiführen und seinen Müll seine Wertstoffe einfach oben drauf schmeißen‽ Kommt jetzt die Videoüberwachung auch von Recyclingcontainern, um die durch derlei Verhalten entstehenden Mehrkosten den Verursachern auferlegen zu können? Irgendwie bin ich geneigt, das zu begrüßen — und das ärgert mich noch mehr als dieses asoziale Verhalten bei der Müllentsorgung …
Anderes Thema: Daran, daß in Gütersloh sonntags die Bürgersteige hochgeklappt und die Parkhäuser geschlossen werden, werde ich mich wohl nicht mehr gewöhnen. Ja, richtig: selbst die Parkgarage unter dem Gütersloher Kino, welche zu dessen Bau seinerzeit massiv umgebaut wurde (dicke zusätzliche Stützpfeiler wurden zu Lasten von Parkflächen eingezogen), ist sonntags geschlossen (für Ortskundige: ja, ich habe beide Einfahrten überprüft). Äh, Hallo? Das Parkleitsystem zeigte immerhin über hundert freie Plätze unter dem Kolbeplatz an (und korrekt, daß die unter dem Kino gelegene und damit eigentlich prädestinierte Parkgarage geschlossen war) — doch die Realität des ersten Bildes spricht eine deutlich andere Sprache: Gütersloher – und erst recht Gütersloh-Besucher – mögen entweder das ausgedünnte ÖPNV-Angebot am Wochenende wahrnehmen oder gefälligst gleich ganz da bleiben, wo, vielleicht, der Pfeffer wächst; die Kreisstadt jedenfalls empfängt sonntags keinen Besuch, Punkt.
Hätte ich nicht meiner jüngsten Tochter den Kinobesuch versprochen, wäre ich dem dringenden Appell der Stadtoberen nur zu gerne gefolgt … Un-faß-bar.

Facebook, the Application Slayer

Viel hört man dieser Tage ob des angeblich geplanten Deutschlandstarts von facebook — insbesondere, folgt man auf twitter dem Gezwitscher über StudiVZ …
Wahrscheinlich bin ich einfach zu alt dafür; schon die wenigen Funktionen bei StudiVZ habe mich nicht zu einem eigenen Account animieren können. Vielleicht liegt es aber auch schlicht daran, daß ich für mein »Online-Leben« weniger auf die Hilfe anderer angewiesen bin — meine Peinlichkeiten verbreite ich seit über 10 Jahren weitgehend in Eigenregie.
Gestern abend war es also mal wieder Zeit, nach meinem Account bei facebook zu schauen[sup]¹[/sup]. (Bei der Gelegenheit gleich das Auffinden dieses Profils in Suchmaschinen deaktivieren — check.) Oh, toll, ein Kontakt hat eine der viel gepriesenen Applikationen auf mich losgelassen. »Slayer«, klingt doch vielversprechend … Ah. Man kann sich gegen den Zugriff auf »my information« aussprechen — ohne allerdings »this application« nicht hinzufügen. Großartig, das sind doch mal Wahlmöglichkeiten …
Nungut. Mit »Slayer« kann man also – schein’s zufallsgenerator-gesteuert – Kontakte virtuell angreifen und, getreu dem Motto mal verliert man und mal gewinnen die Anderen, Gummipunkte kassieren, die man dann im zugehörigen Shop in Waffen oder Schutz wandeln kann. Großes Kino — ok, bevor das wer in den Kommentaren rausposaunt ;), ja, 5 Minuten war das schon witzig … Aber der Mördermehrwert gegenüber den Pinwänden, die die meisten Community-Portale eh’ haben, erschloß sich mir jetzt gestern abend nicht. Aber vielleicht bin ich einfach nicht in der Zielgruppe; IM ist für mich noch immer IRC (ok, dank N810 & relativ günstigem o2-Data-Vertrag (D2 ist leider noch immer inakzeptabel teuer für wirkliche Nutzung) bin ich nun auch via Jabber, Yahoo und AIM fast immer präsent) und das zentrale Medium für mich ist weiterhin eMail …
____

[sup]¹[/sup] Das Management der diversen Online-Präsenzen wird zunehmend zeitfressend. Mental note to myself: die VZ²-Idee – one portal to bind them all – doch mal ernsthaft verfolgen? Mal ‘nen Sponsor suchen, der mir jemand ein Sabbatical dafür finanzieren würde ;-)

Halbe Miete

Lustiger Kommentar zum Stomausfall in Karlsruhe vom 30.01.08:

Das Uni-RZ hatte durchaus (Not-)Strom. Aber keine Kühlanlage, denn die ist extern und hat anscheinend intelligenterweise keine Notstromversorgung. Die Server wurden abgeschaltet, damit sie nicht überhitzen.
AFAIK sollen die Anlagen wieder unabhängiger von der externen Kälteversorgung werden, wenn die Bauarbeiten im RZ abgeschlossen sind. (Also vermutlich ca. Herbst 2034…)
#4 Maik am 31.01.2008 16:00 (Reply)

 
Ja, nee, iss klar. Nun will ich nicht hochnäsig sein, aber mit USVen stehe ich sowieso auf Kriegsfuß.
Bislang hatte ich hier in Gütersloh in der gefühlten halben Ewigkeit hier, IIRC, zwei oder drei Stromausfälle mangels Netzstrom. Vielleicht ebensoviele durch Defekte am oder im Hausnetz (gut gemeinter Ratschlag: offene Netzteile in Set-Top-Boxen, also, sie mögen ja klein und niedlich aussehen, aber sie machen dennoch böse *ZAPP* wenn man, trotz abgezogenem Stecker, an gewisse Teile kommt. Und der FI verzeiht auch keine kurze Berührung, sollte man gar unklug genug gewesen sein und vergessen haben, das Gerät vom Stromnetz zu trennen).
Und mindestens drei Mal hatte ich Spaß durch den Ausfall der zur Ausfallsicherung verbauten USVen …
Aber egal, das ist ein anderes Thema; witzig finde ich an obigem Kommentar, daß, so es stimmt, zwar für ein Weiterlaufen der Server gesorgt wurde — die Infrastruktur an sich allerdings muß ebenso verfügbar sein (Zutrittsschleusen und Zutrittssysteme, Kühlung (hier auch die Pumpensysteme für Flüssigkeitskühlung, so eingesetzt), Telefonie (lies: Telefonanalge des RZ-Betreibers oder die eigene Infrastruktur hierzu, jenachdem), …) — sonst ist das wirklich nur die halbe Miete – rausgeworfen zum Fenster – und außer zum kontrollierten Runterfahren taugt ein solches Setup nicht.Selbst für ein Uni-Rechenzentrum kommt mir dies reichlich hemdsärmelig vor …

Back to the Dark Ages: Vorauseilender Gehorsam

Soweit ist es also jetzt schon? Wie heise online berichtet (siehe auch telepolis-Blogartikel dazu), schloß der überraschend aufgetauschte Dienst »Anonyphone« flugs nach der Anschuldigung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, dieser Dienst sei »unmoralisch«, »vorübergehend« die noch nicht richtig geöffneten Pforten:

anonyphone.de – Dienst vorübergehend eingestellt
Bitte lesen Sie warum:
In den letzten Stunden begann eine kontroverse Diskussion über das Angebot von anonyphone.de.
Unsere Idee stösst auf breiten Zuspruch, jedoch gab es auch kritische Stimmen. Der Bund deutscher Kriminalbeamter hat Zweifel an unserem Angebot geäussert. Dies nehmen wir sehr ernst.
Wir haben in bestem Treu und Glauben gehandelt und setzen nun den Geschäftsbetrieb bis zu einer zweifelsfreien Klärung der Rechtslage aus. […]

 
Jetzt mal Butter bei die Fische: sollen die Verbraucher/potentiellen Kunden wirklich glauben, daß im Jahre 2008 1984: Reloaded ein Unternehmen an den Start geht mit einem solchen Geschäftsmodell — und es nicht hat im Vorfeld vollumfänglich rechtlich prüfen lassen? Liebe Wasauchimmerphone, verarschen kann ich mich schon alleine, danke.
Wegen eines Verbandes, dessen Moralvorstellungen sich nicht mit denen des eigenen Geschäftsbetriebes decken – zumal eines Verbandes einer Berufsgruppe, die von vorneherein hier eine andere Ansicht schon von Amts wegen vertreten muß – den Schwanz einzukneifen »Dienst vorübergehend« einzustellen (aber offene Bestellungen – wo bleibt da die Moral, wo die Zweifel an der Rechtmäßigkeit des eigenen Tuns? – noch auszuführen), das klingt nach Marketinggag, mehr nicht. Frage in die Runde: Wer steckt eigentlich hinter Anonyphone?

Politische Korrektheit 2008: s/Nokia/Sony Ericsson/g

Wie einfach es doch ist. Da schmeißt Nokia 2300 Leute raus und schließt in Zeiten von Rekordgewinnen deutsche Produktionsstätten — und was machen unsere Politiker? Da sie hilflos sind, mangels rechtlicher Handhabe in dieser reali-existierenden, globalisierten Arbeitswelt, geben Sie – nach Ablauf der jenem anhängenden Vertragsdauer – ihr Nokia-handy ab und schwenken auf die Marke eines heute in Deutschland keine Stellen abbauenden Mitbewerbers:

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer, der bisher ein Nokia-Mobiltelefon verwendet hatte und darauf nun aus Protest gegen die geplante Werksschließung verzichtet, verriet dem Magazin Focus die Marke seines neuen Geräts: “Ich habe jetzt ein Handy von Sony Ericsson.” In seinem Ministerium werde Zug um Zug umgestellt, damit keine zusätzlichen Kosten entstehen.

 
Gesten, so rührend hilf- und sinnlos: rund 600 Stellen hat Ericsson Deutschland 2006 abgebaut, die im Ex-Marconi-Standort Backnang mal mit eingerechnet. Ein Klacks gegen die 6000 Stellen, die Sony seit 2006 außerhalb Japans abbaute (den Anteil für Deutschland habe ich auf die Schnelle nicht gefunden), aber jetzt auch nicht grade kein Abbau … Daß man nach dem Fußtritt für 700 Mitarbeiter bei Motorola jene Marke nicht nehmen kann, leuchtet mir ein — und zu Benq/Siemens muß ich wohl erst gar kein Wort verlieren.
Was sind die Kriterien für ein politisch korrektes Mobiltelefon heute, 1Q2008? Muß der Hersteller in Deutschland Mobiltelefone herstellen? (Korrigiert mich, aber in dem Falle können die Netze nach der Schließung von Nokias Bochumer Werk abgeschaltet werden, oder?) Darf der Hersteller in den letzten 6, 12, 18, 24 oder gar 60 Monaten keine Stellen in Deutschland abgebaut haben? (Korrigiert mich, aber … bleibt dann noch wer?) Oder welches Kriterium kennzeichnet einen »guten« Mobilfunkhersteller für Deutschland im Januar 2008?
Die Begleitumstände (Art der Kommunikation; Schließung eines angeblich profitablen Werkes mit sehr flexiblen Arbeitnehmern; Schließung zu Zeiten von Rekordgewinnen und zugunsten der Produktion in jungen EU-Mitgliedsstaaten) sind aus meiner Sicht nicht grade schmeichelhaft für Nokia. Aber nicht Nokia ermöglicht Nokia diese Art der Gewinnmaximierung — ein, zwei nationale wie auch EU-Richtlinien dürften hier maßgebend sein und der zunehmend mangelhafte (und von den letzten Regierungen kontinuierlich weiter geschwächte) Arbeitnehmerschutz in Deutschland seinen Teil dazu beitragen, daß nicht nur schlechtes Management oder unflexible Arbeitszeitgestaltung den Weg in die Arbeitslosigkeit ebnen, sondern auch weitgehende Zugeständnisse der Arbeitnehmervertretungen unternehmerische Entscheidungen gegen einen Standort nicht mehr verhindern können.
Würden Politiker wirklich etwas gegen die vielzitierten Heuschrecken unternehmen wollen, dann wären Taten zu verzeichnen, gesetzgeberisch würden sie handeln — und nicht hilflos, um Öffentlichkeit heischend, gut funktionierendes Arbeitsgerät durch ggf. schlechter funktionierendes ersetzen … Aber das kapiert ja leider der Souverän das Stimmvieh nicht :(

»Fsck the GPL«

…, das scheint jedenfalls das Motto nicht weniger Trittbrettfahrer zu sein, die ihre geschäftemacherische Grundausbildung bei den karibischen Piraten hinter sich gebracht zu haben scheinen. Nicht nur OSWave.com schmückt sich so mit fremden – da GPL- – Federn. Auch wilibox setzt auf Linux als Access-Point-OS, GPL-Code wird aber nur vier Paketen zugeschrieben. Eigentlich komisch, denn in squashfs.img (lt. »file« ein »Squashfs filesystem, big endian, version 2.1, 4583104 bytes, 894 inodes, blocksize: 65536 bytes, created: Thu Feb 1 13:49:48 2007« aus einer wilibox-Firmware) findet sich:

root@death.uu.org:~ # ls -la /mnt2/bin/
total 485
lrwxrwxrwx 1 root root 7 2007-02-01 13:49 [ -> busybox
lrwxrwxrwx 1 root root 7 2007-02-01 13:49 [[ -> busybox
[...]
root@death.uu.org:~ # ls -la /mnt2/sbin/
[...]
-rwxr-xr-x 1 root root 26612 1970-01-01 01:00 watchquagga
-rwxr-xr-x 1 root root 16080 1970-01-01 01:00 wlanconfig
-rwxr-xr-x 1 root root 200448 1970-01-01 01:00 wpa_supplicant
-rwxr-xr-x 1 root root 8436 1970-01-01 01:00 xnatconf
-rwxr-xr-x 1 root root 86984 1970-01-01 01:00 zebra

Ich habe nun die GPL-Bedingungen nicht ganz im Kopf – und: IANAL –, aber mußte nicht zu einer auf GPL-Kram basierender Firmware alles an Sourcen inkl. der Buildumgebung mitgeliefert werden? Die FAQ auf gpl-violations.org sagt dies meines Erachtens aus:

The GNU GPL demands that as soon as you distribute GPL licensed software in executable format you make available the “complete corresponding source code”. The GNU GPL also contains a definition of this term:
“ The source code for a work means the preferred form of the work for making modifications to it. For an executable work, complete source code means all the source code for all modules it contains, plus any associated interface definition files, plus the scripts used to control compilation and installation of the executable. ”
This is a quite precise definition. For a typical C program, this translates into all the source code (.c files) plus header files (.h files) plus the scripts used to control compilation and installation.
Always keep in mind that it is the purpose of the GPL to enable the users to exercise his freedoms. Specifically, the freedom to make modified versions of the program, and to run such modified versions of the program.

 
Wo Schatten ist, ist auch Licht, offensichtlich — hier sollte jetzt eigentlich AProuter angeprangert werden, eine Firmware für verschiedene Realtek-8186-basierte WLAN-Router, die zwar seit Jahren als Binary plus kostenpflichtige Lizenz angeboten wird, wo sich aber nie ein Downloadlink auf die Sourcen fand. Doch, oh Wunder, beim Zusammensuchen der Beispiellinks stolperte ich über einen Link zur GPL-Software in AProuter. Ob aus dem Archiv plus den sich unten auf der Seite findenden Hinweisen zum Bauen eines Images ein funktionsfähiges Image ergibt — wahrscheinlich nicht, da oftmals eigene Tools und die Konfigurationsoberfläche fehlen (so zumindest bei den Archiven von Edimax und anderen Herstellern; was, meinem Verständnis nach, GPL-konform ist). Aber immerhin, für mich, der ich seit langem eine Firmwarebasis für meine RTL-8186-Accesspoints suche, ist das wieder ein Schritt näher zu besserer Kontrolle meiner APs ;)

N810: Read-only file system

Da wunderte ich mich, wieso keine Screenshots mehr gemacht werden — jetzt ist mir klar, warum :(

~ $ sh -c 'stamp=`date +%Y-%m-%d-%H-%M`; i=1; path=/home/user/MyDocs/.images; if mount | grep -q /media/mmc1; then path=/media/mmc1; fi; while [ -f $path/shot-$stamp-`printf %02d $i`.png ]; do i=$((i+1)); done; sleep 5 ; screenshot-tool $path/shot-$stamp-`printf %02d $i`.png'
screenshot-tool: »/home/user/MyDocs/.images/shot-2008-01-26-21-28-01.png« konnte nicht zum Schreiben geöffnet werden: Read-only file system
~ $ mount
rootfs on / type rootfs (rw)
/dev/root on /mnt/initfs type jffs2 (ro)
none on /mnt/initfs/proc type proc (rw)
none on /mnt/initfs/sys type sysfs (rw)
none on /mnt/initfs/tmp type tmpfs (rw)
/dev/mtdblock4 on / type jffs2 (rw,rpsize=1024,rpuid=0,rpuid=30000)
none on /tmp type tmpfs (rw)
proc on /proc type proc (rw)
sysfs on /sys type sysfs (rw)
none on /dev type tmpfs (rw)
devpts on /dev/pts type devpts (rw)
tmpfs on /dev/shm type tmpfs (rw,nosuid,nodev)
/dev/mmcblk0p1 on /media/mmc2 type vfat (ro,nosuid,nodev,noexec,uid=29999,fmask=0133,dmask=0000,codepage=cp437,iocharset=iso8859-1,shortname=mixed,utf8)

Hmm. Meine geplante, kismet-unterstützte Wanderung vorhin tat auch nicht so richtig; der N810-gpsd scheint ein Limit von 2 parallelen Verbindungen zu haben, jedenfalls zeigte kismet als 3. gpsd-Nutzer keine Koordinaten an. Mag aber auch an kismet liegen, denn da, wo Python als auch Maemo Mapper wenigstens einen 2D-, wenn nicht 3D-Lock zeigten, meldete kismet unverdrossen in der GUI zwar Koordinaten, aber auch “NO LOCK” .Das nach ca. 60 Minuten kismet-Nutzung (IP-Verbindung in der Zeit via BT/UMTS) verwirrte WLAN konnte ich durch rmmod, insmod (siehe Screensh…, ah, nein, der fehlt auch schon :() reanimieren; da aber jener Screenshot schon fehlt, muß der zum ro-Remount geführt habende Vorfall schon unterwegs geschehen sein. Leider vollkommen still :(
Mal sehen, tut reboot gut?

~ $ sudo gainroot
Root shell enabled
BusyBox v1.6.1 (2007-09-27 18:08:59 EEST) Built-in shell (ash)
Enter 'help' for a list of built-in commands.
/home/user # reboot

Yepp!

~ $ mount
rootfs on / type rootfs (rw)
[...]
/dev/mmcblk0p1 on /media/mmc2 type vfat (rw,nosuid,nodev,noexec,uid=29999,fmask=0133,dmask=0000,codepage=cp437,iocharset=iso8859-1,shortname=mixed,utf8)

Also, verstehen tue ich nicht, was hier abgeht. Wann das /media/mmc2 read-only wurde, und warum, scheint nicht nachvollziehbar. Im dmesg stand soviel anderer Mist, daß zum ro-Remount nichts mehr zu finden war :(

62] EAC mode: play enabled, rec enabled
[ 6212.695312] EAC mode: play disabled, rec disabled
[ 6214.710937] EAC mode: play enabled, rec enabled
[ 6226.187500] EAC mode: play disabled, rec disabled
[ 6229.593750] EAC mode: play enabled, rec enabled
[ 6233.671875] EAC mode: play disabled, rec disabled
[ 6245.781250] EAC mode: play enabled, rec enabled
[ 6245.843750] dev_mc_discard: multicast leakage! dmi_users=1
[ 6245.890625] cx3110x: driver version 2.0.15 unloaded.
[...]

Irgendwie ganz schön doof …