Und jetzt? Welche Alternative zu FireEagle nutzt kein OAuth?
Frau von der Leyen und der Jugendschutz
Wenig, ja, gar nichts hört man aus dem sonst so voll der Worte seienden Munde der Frau Ministerin. Dabei gibt es doch wohl genug Arbeit auf dem Gebiet des Jugensschutzes, aber die Frau Minsterin ist ja grade auf dem Kreuzzug pro Internetzensur, insofern wird sie keine Zeit haben, sich um sich um den Verstand saufenden Kinder und Jugendliche zu kümmern … Aber vielleicht ist es auch besser so, daß die beklagte »neue Suchtbedrohung aus den virtuellen Welten« es noch noch in den Wahrnehmungsbereich der Frau Ministerin geschafft hat — die Folgen für ihre Regulierungsphantasien hinsichtlich des Internets wären unabsehbar.
Sollte es stimmen, daß man die Politiker bekommt, die man verdient hat, so ist es wohl an der Zeit, sich eine Erdhöhle zu graben und Buße zu tun.
nOAuth
Ohne Worte
Grüße …
o2 on EDGE
Burnout Paradise: Cops and Robbers
Mit der Anschaffung der PlayStation 3 Anfang diesen Jahres hielt dann auch die Welt der Onlinespiele Einzug ins Wohnzimmer. Einer der Spiele, die mich dabei faszinieren, ist Burnout Paradise. Anders als bei herkömmlichen »Autorennspielen« hat man hier nicht eine Handvoll abzufahrender Tracks sondern eine ganze fiktive Stadt, um sich auszutoben. Eine Stadt mit befahrbaren Parkhäusern, bespringbaren Dächern (und teils durch Glitches erreichbaren anderen Orten, wie Hochspannungsleitungen, Tunneldächern, …), ‘ner befahrbaren stillgelegten Eisenbahn …
Schon offline – zumindest für mich – ein nettes Spiel, richtig lustig finde ich aber den Online-Modus – im PSN, dem PlayStationNetwork, kostenlos; bei der XBox 360, die die es, neben PC, »Burnout Paradise« ebenfalls gibt, ist der Onlinemodus, wie ich gestern »in game«
erfahren habe, wohl kostenpflichtig –, in dem man mit bis zu 7 weiteren Spielern dann entweder die vorgefertigten Aufgaben lösen muß – z. B. ‘nen sog. »Flatspin«, eine horizontale Drehung im Flug, mit mindestens 270 Grad über eine Klippe, was je nach gewähltem Fahrzeug (aus gut 70) mehr oder minder einfach ist – oder aber auch frei nach Schnauze irgendwas veranstalten.
Als – kostenpflichtige – Erweiterung gibt es seit heute das sogennte »Cops and Robbers«-Pack, es erweitert das Spiel um etliche »neue« Fahrzeuge (auf den ersten Blick leider nur im Aussehen geändert, nicht aber in den technischen Werten verglichen mit der Zivilvariante) sowie einen neuen Onlinespielemodus.
Kommen wir erst zu den Autos; meine erste Enttäuschung war, daß die ersten beiden Polizeifahrzeuge jene aus dem Standardrepertoire waren: Hunter Citizen und PCPD WTR. Im weiteren Verlauf tauchten dann verschiedene Fahrzeuge im nicht typisch amerikanischen Outfit auf, zwei, wenn ich richtig gezählt habe, mit japanischem Einschlag, ein orange-farbendes, angeblich französisches (lt. CrashTV Episode 30 angelehnt an Fahrzeuge der Autobahnpolizei), ein oder zwei mit der britischen gelb-blauen Farbgebung, zwei italienische »Polizia«-Kisten, … — und ein rotes Auto mit »Polizei« in Spiegelschrift auf der Motorhaube. Erst dachte ich, es könnte sich um ein österreichisches Model handeln, aber in besagter »CrashTV«-Folge wurde es – vom designenden Franzosen – als »German« bezeichnet:
Gut, ich komme aus der ostwestfälischen Provinz vielleicht nicht so oft raus, aber hier sind die Farben nach wie vor grün-weiß bzw. blau-weiß für neuere Fahrzeuge, wie im Rest der Republik nach meinem Kenntnisstand — Rot trägt in Deutschland meines Wissens einzig die Feuerwehr, oder‽
Nach diesen beiden ersten, sagen wir, gemischtgefühlten Erfahrungen dann des Betreten eines Onlineraumes mit mir bekannten Spielern. Hier erfuhr ich dann, daß bei altgedienten »Paradisern« dieses Update gar nicht gut ankam:
Beide hatten das C&R-Pack bislang nicht gekauft (und haben dies wohl auch nicht vor), in Räumen eines Hosts, der C&R schon hatte, wurden sie dann beim Start der entsprechenden Spiele aufgefordert, ebenfalls C&R zu kaufen – dem Vernehmen nach jedesmal neu –, ohne war kein Mitspielen möglich.
Dies, sofern sich dies bewahrheiten sollte, wäre meines Erachtens ein herber Rückschlag für die Akzeptanz von »Burnout Paradise« – auch im Hinblick auf die schon laaaange angekündigte Erweiterung »Big Surf Island« –, denn wenn ich meine gekauften Addons nicht mehr mit den Mitspielern meiner Wahl spielen kann, dann überlege ich mir sicherlich zukünftig mehr als dreimal, ob ich Electronic Arts/Criterion Games dafür Geld in den Anus Rachen stecken werfen möchte.
Kundenfreundlich – und auch für die Käufer meines Erachtens einzig akzeptable Option – wäre es doch, wenn die, die C&R nicht gekauft haben, mit den vorhandenen Polizeifahrzeugen (wie gesagt, die ersten beiden im Addon kann man auch im normalen Spiel freifahren) als Cops oder ihren Standardwagen als Robbers mitspielen könnten. Zumal, das muß man hier auch noch mal festhalten, jeder Spieler sich das Update auf Version 1.8 von rd. 150 MB (PS3), welches die »neuen« Autos sowie die neuen Spielmodi enthält, runterladen und installieren muß, will er online spielen … So, wie Criterion C&R derzeit implementiert hat, ist das Grütze — und läßt mich zumindest skeptisch in die Zukunft mit der Inse blicken, denn dort wird ja ähnliches Unsinn dann zu befürchten sein: »Du kannst hier nicht rein« heißt es dann für die, die jenes Addon nicht gekauft, die Daten im fälligen Update auf schon runtergeladen haben?
Lumix TZ7, AVCHD und Linux
Als stolzer Besitzer einer Panasonic Lumix TZ7, der ich nun bin, mußte die Lumix natürlich nun mal beweisen, wie sie sich denn mit meiner Linux-Infrastruktur versteht.
Apr 28 10:41:07 brick kernel: [117174.232669] scsi 5:0:0:0: Direct-Access MATSHITA DMC-TZ7 0100 PQ: 0 ANSI: 2 Apr 28 10:41:07 brick kernel: [117174.234625] sd 5:0:0:0: [sdb] 31387647 512-byte hardware sectors: (16.0 GB/14.9 GiB) [...] Apr 28 10:41:07 brick kernel: [117174.238138] sdb: sdb1 Apr 28 10:41:07 brick kernel: [117174.267175] sdb: p1 size 31379456 limited to end of disk
Anschluß per USB also: check. Das spart einerseits das Gehampele mit Kartenlesern und zum anderen ggf. den Spaß, eine SDHC-Karte in einem SDonly-Leser zu zermarmeln. Nachteil ist natürlich die Notwendigkeit, ein weiteres Proprietär-zu-USB-Kabel mitschleppen zu müssen, der USB+AV-Anschluß ist non-standard …
Insofern also – wie nach den entsprechenden Einstellungen auf der Lumix aber auch erwartet – keine negativen Überraschungen. Nachdem der Datentransfer also gesichert ist, stand die Begutachtung der Datenschäzte, die die Lumix ablegt, an. Für das von ifranz improvisierte Testvideo schmeißt ffmpeg folgendes aus:
Seems stream 0 codec frame rate differs from container frame rate: 100.00 (100/1) -> 25.00 (25/1) Input #0, mpegts, from '00009.MTS': Duration: 00:01:50.24, start: 0.362400, bitrate: 15278 kb/s Program 1 Stream #0.0[0x1011]: Video: h264, yuv420p, 1280x720 [PAR 1:1 DAR 16:9], 25 tbr, 90k tbn, 100 tbc Stream #0.1[0x1100]: Audio: ac3, 48000 Hz, stereo, s16, 192 kb/s
Leider habe ich derzeit weder die Möglichkeit, H.264 zu streamen (abgesehen von externen Diensten wie z. B. Vimeo, auf die ich ggf. noch zurückgreifen werde) oder sinnvoll zu bearbeiten (Ausblenden z. B. von Gesichtern) noch ist das Blog-Layout auf 1280 Pixel breite Videos ausgelegt, sodaß auch hier wieder nur ein kleines Flash-Video präsentiert werden kann:
Die Bearbeitung der .MTS-Dateien (steht das für »MPEG Transport Stream«?) ist angenehm unkompliziert unter Linux, schon ein simples »ffmpeg -i 00009.MTS -ar 22050 -ab 128k -aspect 16:9 -b 800k -f flv -s 480×270 00009.flv« wandelt die 201 MB der Testaufnahme in einen handlicheren – aber qualitativ auch deutlich schlechteren – 14 MB kleinen Flash-Stream.
Insofern: Der nächste Urlaub mag nun kommen; allerdings fehlt mir nach wie vor eine gescheite Bildkatalogisierungssoftware, um die Myriaden von Mediendateien – alleine meine alte Sony DSC-P10 zählt über 4200 Aufnahmen, deren 2 MPix-Vorgänger sprang damals von 09999 auf 00000 und das N95 zählte zuletzt auch schon über 3700 getätigte Aufnahmen – sinnvoll verwalten und, insbesondere, wieder auffinden zu können. Von der zukunftssicheren Lagerung ganz zu schweigen …
Breaking News
Demagogie, der Leyensche Politikstil
Narf. Von der Leyen verunglimpft mal wieder Internetnutzer:
“Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft”, erklärte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dem Berliner Radiosender Radio Eins […].
Widerwärtig und unerträglich ist meines Erachtes derzeit primär eines: die von gefährlichem Halbwissen gefärbten Äußerungen der Demagogin von der Leyen.
Nicht alles, was hinkt, Frau von der Leyen, ist ein Vergleich. Zunächst einmal sind »Sperren im Internet« mal wie mobile, unbewachte »Durchfahrt verboten«-Absperrschranken auf einsamen Landstraßen, aber auch mal wie der biometrisch gesicherte Zugang zu Hochsicherheitsbereichen ausgeführt. Das Umfahren einer »Durchfahrt auf Wunsch Frau von der Leyens verboten«-Schranke auf einer einsamen Landstraße dürfte jedem Ihrer sich fragen sollenden Zuhörer gelingen — und exakt so verhält es sich erst einmal auch mit Ihrem vertraglichen Zaubertrick zur Unsichtbarmachung des fortgesetzten, durch Ihr Handeln nicht beeinträchtigten, Kindesmißbrauchs.
Es ist bei weitem nicht ungewöhnlich, daß ein Provider auf DNS-Ebene (genau, Frau von der Leyen, das »ist was Technisches«) Probleme hat, die Eintragung alternativer Nameserver dürfte selbst dem typischen CDU-Wähler BILD-Leser heute keine schlaflosen Nächte bereiten — in anderen Ländern haben landesweite Zeitschriften (vgl. Eintrag »December 13, 2006«) entsprechende Hinweise publiziert. Sie bezeichnen also, werte Frau von der Leyen, die gemeinen italienischen Internetnutzer, die zufällig den besagten »La Repubblica«-Artikel gelesen haben, als »schwer Pädokriminelle«. Das nenne ich … gewagt.
Frau von der Leyen, Sie propagieren leider derzeit ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, bei dem – auf dem argumentativen Rücken geschundener Kinder – nicht weniger als die Grundlage geschaffen werden soll, um im deutschen Internet generelle Zensurmöglichkeiten, vergleichbar denen in China, zu etablieren — und die Einführung chinesischer Zensurtechnik forderte man denn auch jüngst gleich mal im hessischen Innenministerium, wie berichtet wird.
Hören Sie, Frau von der Leyen, bitte auf, willkürlich Internetnutzer als »schwer Pädokriminelle« zu verunglimpfen, kaufen Sie endlich technischen Sachverstand ein — und falls Sie nach wie vor darauf bestehen, chinesische Zustände nach Deutschland zu bringen, seien Sie gefälligst konsequent und kassieren diese hirnrissige Beschränkung auf nur wenige große Provider. Es ändert an der Unwirksamkeit gegen das Grundübel des Kindesmißbrauchs zwar so wenig wie Ihre Sperrphantasien per se, aber es nähme der unheiligen Aktion den Makel des puren Populismus.






