Hachja. Vorhin gab’s noch ‘nen Anruf von 080033… – ja, die Telekom kommt jetzt, wie übrigens auch Alice, mit (0800er) Rufnummer! –, man hat mich aufgeklärt: Also, ich kann kein anderes VDSL-Produkt bestellen, weil – jetzt kommt’s – die eine VDSL-taugliche Leitung schon von meinem VDSL belegt würde. Nun, es ist die Telekom, die das sagt, und der glaube ich das sogar — daß sie das so verdrahtet haben …
Nett auch: auch nach Ablauf meiner Mindestlaufzeit im November könne ich – aus dem gleichen Grund – nicht auf ein anderes – günstigeres und technisch identisches – Produkt wechseln. Zumal, »das würde oft vergessen zu erwähnen«, ich für einen Produktwechsel 59 EUR Bereitstellungsgebühr berappen müßte. Ja, hallo, liebe Telekom, das ist ja mal richtig entertaining. Dann werd eich wohl mal schnell meinen Receiver reklamieren, der – Serienfehler, wie man so liest – bei HDMI-Anschluß sporadisch Tonaussetzer hat und meine Kündigung aufsetzen.
Denn 80 EUR für ‘nen Internetzugang, das ist alles andere als zeitgemäß; und für die simple Tarifänderung auch noch Geld haben zu wollen, nein, no fucking way!
Schade, denn Service im Störungsfall und Leistung (VDSL) sind eigentlich erste Sahne. Disclaimer: Ich nutze keine weiteren Dienste vom Zensurprovider in Magenta, vom kranken MS-IPTV abgesehen. Jene Box haben meine Kinder in Beschlag genommen und offensichtlich vererbt sich auch das Painseekertum: mit >200 Aufnahmen dauert die Umschaltung auf Sortierung nach Namen ungelogen rd. 5 Minuten(!) — das und die DVB-T-nahe Bildnichtqualität werden mich zumindest den T-Entertain-Kram nicht vermissen lassen. Im Zweifel bekommen die Kids als Ersatz ‘ne eigene kleine Dreambox — parallel zu Paps HDTV-VDR ;)
»Kunde wünscht unter keinen Umständen die Abschaltung von VDSL 25«
Tja, so steht’s nun in einem internen Schreiben an »T-Entertain-Aftersales«, ferner der interne Hinweis, daß das »Problem wohl nur durch eine Ticketbereinigung durch die Systemadministration« zu lösen sei. (Das Problem ist, daß ich als VDSL 25-Bestandskunde kein Produkt mit VDSL 25 mehr bekommen kann, da es lt. Datenbestand Telekom an meiner Adressen kein VDSL 25 geben kann.) Und ein Auftrag zu meiner Kundennummer, von VDSL 25 auf ADSL2+ (»T-DSL 16000 Plus«) zurückzuschalten, läge gar nicht vor — immerhin ein Ergebnise nach gefühlten zwei Stunden in der Di-di-di-di-dumm!-Warteschleife und dem insgesamt 21 minütigem Telefonat. Mit einer sehr freundlichen Kundenbetreuerin, leider aber auch mit einem fetten Brummton während der gesamten Gesprächsdauer nach Endvermittlung. Wie bekommt man einen analogen Brumm ins digitale Netz? (Telekom – die machen das ;))
Tja, mal abwarten; ein Schreiben, daß mein nie so gestellter Auftrag auf Wechsel nach T-DSL 16000 Plus von VDSL 25 gecancelt wurde, gab’s nicht. Dafür viel Spaß am Telefon, Tenor beim durchlesen des »Kundenkontaktes« vom 22.06.2009: »Was ist denn das für ein Schwachsinn? Natürlich können Sie nicht nach VDSL 25 wechseln, denn das haben Sie ja schon. Was sie wollten, ist ein Produktwechsel in das neue T-Entertain, aber mit VDSL 25.« Wodrauf ich nur erwidern konnte: »Tja, wem sagen Sie das? Aber schön, daß Sie es genauso sehen ;)«
Im Verlauf lief die Dame dann aber auch in die No-Go-Area rein, denn obwohl ich ja VDSL 25 seit November 2007 auch lt. dem Telekom-System habe, kann ich kein VDSL (gleich, welcher Geschwindigkeit) bestellen, da es das lt. Telekom-System hier nicht gibt. Das könne nur eine »Ticketbereinigung« lösen, die die »Systemadministration« machen müsse … In meiner kleinen Serverschabenwelt ist ein »Systemadministrator« ja der Held, der verklemmte Socken entflechtet, die trotz allen politischen Wirbels darum noch immer nicht verbotenen Amokläufer unter den Prozessen eliminitert oder einfach nur die letzten 7 Jahre ungelesener Logfiles auf 90% ihrer Größe bzipped. Aber egal wie, Hauptsache, die Telekom bekommt ihren Datensatz mal korrigiert und ich kann »nach Ende der Laufzeit« (also ab November) endlich von »Z Entertain Comfort VDSL T-ISDN« mit »VDSL 25 (T-Home Komplettangebot)« (hmm, müßte ich da nicht eigentlich 2x VDSL 25 bekommen? ;)) in den neuen, günstigeren Tarif wechseln …
Nachtrag zum Themenkomplex Asterisk auf Fritz!Box: der interne S0
Ist im anderen Posting leider untergegangen; das Problem mit dem internen S[sub]0[/sub] der Fritz!Box ist, daß, offensichtlich anders als beim externen, hier ein sehr aggressiver AVM-propietärer Daemon drauf lauscht und auch schon mal gerne sich in die CAPI-Kommunikation einmischt. Was (bislang zumindest) hervorragend geht, ist ein Gespräch per IAX zum Asterisk auf einer Fritz!Box schicken, diese leitet jenen dann auf den internen S[sub]0[/sub] per Dial(CAPI/ISDN-INT/${EXTEN}).
Was nicht geht, ist das Abgreifen von Anrufen, die vom internen S[sub]0[/sub] (oder der internen DECT-Basis z. B. beim Speedport W900V über den internen S[sub]0[/sub]) ausgehen; zwar bekomme ich einen solchen Anruf weitergeleitet, muß aber damit rechnen, daß, während z. B. ein entfernter Asterisk den Ruf noch aufbaut, lokal schon ein Besetztzeichen eingespielt wird. Lustigerweise wechselt das teilweile wieder zum Klingelton, wenn’s »drüben« wirklich klingelt …
Kurzum: das ist faktisch nicht einsetzbar. Da mein Hauptziel aber auch nicht die komplette Ersetzung der AVM-Daemons war, löse ich derlei über eine SIP-Verbindung Fritz!Box zu Asterisk (wobei das derzeit zu einem zentralen Asterisk erfolgt, aber auch lokal funktionieren müßte). Einziges Manko, was mich etwas stört: als »gelernter« ISDN-Nutzer fällt mir natürlich sofort die »Ziffernsammelpause« auf, die die Fritz!Box bei einer Nummer ohne abschließendens »#« in Sekundengröße einlegt. Ich schätze, Analog-Nutzer vermissen da nur das Piep-Pieeep-Piiiep des MFV und stören sich nicht an der Sekunde Stille — ich bin nicht ganz glücklich, aber gut, so ist es nun einmal. (Irgendwann hole ich mir auch noch mal so einen Bakelit-Fernsprecher aus den 50ern; wobei: wo kann ich den noch anschließen, IIRC kann Pulswahl kein aktuelles Gerät mehr?)
Naja, und nachdem sie so dermaßen im Preis gefallen ist, habe ich mir heute Mittwoch eine »Dlink Horst-Box Professional« bestellt. Mal schauen, was mit Schäzchen alles zu machen ist –. immerhin mit »Asterisk on Board« ;)
Verteilte Telefonie mit Asterisk und Fritz!Box Fon
Ein ganz klein wenig bin ich jetzt doch stolz ;) Naja, whatever: auch wenn es etwas länger gedauert hat als gedacht, meine Kopplung mehrerer Fritz!Boxen zu einer Art verteilten Telefonanlage funktioniert nun endlich.
Wenngleich man schon viele lustige Sachen mit einer Fritz!Box alleine machen kann, eines nervt doch: selbst wenn man über Rufumleitung > Parallelruf einen Parallelruf via SIP startet, kommt die A-Rufnummer leider nicht mit. Derlei hätte ich aber gerne, denn ich möchte etwas wie eine »abgesetzte Nebenstelle« realisieren: bin ich grade nicht im Office, sollen die Anrufe – so transparent und so kostengünstig wie möglich – an einem anderen Ort – nennen wir’s mal Homeoffice – signalisiert und beantwortbar gemacht werden.
Und nachdem schon jahrelang vorgearbeitet wurde, habe ich es nun aufgegeben, mit AVM-Bordmitteln mein Ziel zu erreichen zu versuchen und kurzerhand auch auf die relevanten Fritz!Boxen Asterisk ausgerollt — mit bislang sehr angenehmen Ergebnis. ![]()
Vielleicht ein Wort vorab zu Infrastruktur: ich selber setze seit knapp 20 Jahren auf ISDN, weil es einfach damals die überlegene Technologie war und in vielerlei Hinsicht meines Erachtens auch heute, im Zeitalter von NGN-Telefonie, noch aus Anschlußsicht ist. Somit habe ich natürlich zu Hause ISDN, AFAIK noch »echtes« ISDN und keine NGN-ISDN-Emulation … Der S[sub]0[/sub] zieht sich – selbstverlegt – durch alle drei Etagen der Wohnung, der NTBA ist im Keller. Daneben gab es mal einen zweiten, von Asterisk & HFC-Karten gespeisten, S[sub]0[/sub], der liegt aber seit ein paar Jahren aufgrund von mangelder Stabilität still. Am S[sub]0[/sub] hängen ein SX353isdn – eine Gigaset-ISDN-DECT-Anlage – sowie ein A/B-Wandler für den Anschluß des obligatorischen Faxgerätes (HP OfficeJet 5600Series). Sowie, neuerdings, ein Speedport W701V (auf AVM-Oberfläche umgeflasht, also eine 7170 ohne internen S[sub]0[/sub]) als Remote-CAPI-Lösung – die im Asterisk-Server eingebaute HFC-Karte lief mit bristuff wieder nicht stabil :( –, außerdem noch ein umgefritzter Speedport W900V als »Mittler« zwischen ISDN und SX353isdn (Wunschvorstellung wäre gewesen, daß jener W900V CAPI-Endpunkt für T-ISDN einerseits und CAPI-Endpunkt für den internen S[sub]0[/sub], also die ISDN-Geräte im Haus, andererseits wird; dazu später mehr).
Das »Office« ist über Alice-DSL (AliceComfort, weil ich ja ISDN als Telefonie-Schnittstelle sowie zwei »Amtsleitungen« haben möchte) erschlossen, den Netzabschluß bildet ein Alice-IAD, an wessen S[sub]0[/sub]-Ausgang sich der netzseitige S[sub]0[/sub]-Eingang einer Fritz!Box 7170 anschmiegt. Telefonie ermöglicht ein Sinus 43 aus der Bucht, an welches per DECT sich weitere Mobilteile hängen können. Die analogen Ports der Fritz!Box sind nicht in Benutzung; evtl. kommt hier später noch ein Fax hinzu, was für die Betrachtung der Telefonie aber nicht relevant ist.
Für meine Anwendung das Kernproblem der Fritz!Boxen ist, daß sie auf SIP aufbauen, einem im NAT-Umfeld nicht trivialen Protokoll, ferner gerne mal mit ihrer öffentlichen IP rausgehen (was natürlich als Router hinter einem Router eher keine wirklich öffentliche IP liefert), selbst bei Routing über einen Tunnel :( Und wahrscheinlich gab es hinsichtlich der technischen Optionen Vorgaben der Netzbetreiber, was sie als Feature eher doof fänden, daraus resultieren meines Erachtens vermutlich einige Einschränkungen.
Nun denn, die Lösung, wie so oft, lautet hier Asterisk, denn dankenswerterweise kann man auch auf den linuxbasierten Fritz!Boxen auf die CAPI zugreifen und da AVM es genauso macht, gibt es bei viellen Anwendungen gar keine Probleme. Remote-CAPI allerdings ist auf Serverseite problematisch, da ein Server nur eine Remote-CAPI über das fbrcapi.ko-Modul ansprechen kann; somit war der nächste logische Schritt, es mit Asterisk auf der Fritz!Box zu versuchen. Wie schon geschrieben, mit der aktuellen Firmware-Version ….70 sind die Pakete von »dynamic« unter c2a2b2.com zielführend. Da man eine solche Fritz!Box wohl zuvor schon mit den Pseudo-Images von The-Construct.com um u. a. dropbear (und, in meinem Fall, OpenVPN zur Fernadministration und besser kontrollierbarem VoIP-Routing) erweitert hat, ich die Fernadministration bzw. -konfiguration der Logfiles dank sshfs auch kein Thema mehr.
Die gewählte, ersteinmal funktionale, Lösung ist … etwas komplex. Die Zielsetzung war:
- Anrufe auf der Office-Nummer sollen auf einer MSN im Homeoffice inkl. orginaler A-Rufnummer signalisiert werden und angenommen werden können.
- Anrufe auf einer bislang im Homeoffice genutzten MSN sollten parallel, möglichst, aber nicht zwingend, wieder mit korrekter A-Rufnummer, im Office signalisiert werden und angenommen werden können.
- Möglichst auch aus dem Homeoffice sollte eine Rauswahl mit der Office-Nummer, z. B. für Rückfragen, Beantwortung von Nachrichten auf dem Office-Anrufbeantworter, möglich sein.
Für die simple Weiterleitung eines Anrufes Office->Homeoffice ud umgekehrt bietet die Fritz!Box-Oberfläche schon den sog. Parallelruf an; das funktioniert über’s Festnetz wie über SIP – leider aber eben auch im letzten Fall mit Rufnummer des absetztenden Anschlusses und nicht der des Anrufers von außen. Außerden müßte man hier unterschiedliche MSNs verwenden, da sonst ein Anruf von außen auf der Office-MSN dort als auch an der Homeoffice-MSN signalisiert würde. Durch den eingegenden Anruf auf der Homeoffice-MSN wird aber die Weiterleitung an die Office-MSN getriggert, wie wiederum … Ja, das’ doof. Auch doof, daß ein Anruf von Familienmitgliedern von zu Hause auf der Office-MSN zum klingeln der Homeoffice-MSN führt. Da wird man dann irgendwann wahnsinnig ;)
Rauswahl über den neuerdings vorhandenen SIP-Registrar in der 7170-Firmware bzw. schon die Kopplung zweier Fritz!Boxen über OpenVPN-Verbindungen tat bei mir irgendwie nicht; tcpdump zeigte, daß die Antworten der fernen Fritz!Box auch über den OpenVPN-Tunnel mit deren offizieller IP ankamen. Ich hab’ das dann irgendwann einfach sein gelassen, auch die Kopplung des zentralen Asterisk an eine solche Fritz!Box scheiterte (»chan_sip.c:12537 handle_response_register: Got 404 Not found on SIP register to service 620@192.0.2.17, giving up«) — ich habe dann die Keule rausgeholt und Asterisk installiert.
Dreh- und Angelpunkt ist mein zentraler Asterisk-Server, der für die Fritz!Boxen gleichzeitig OpenVPN-Server ist; hier finden im Groben die Routingentscheidungen statt, die Fritz!Boxen sind im Grunde nur CAPI-IAX-Gateway. Anrufe von außen auf den Fritz!Boxen kommen auf dem Asterisk per CAPI an und werden, je nach lokaler Konfiguration, per IAX2 an den zentralen Asterisk (ast-1) weiterverbunden (insbes. im Falle der Office-Fritz!Box):
[from-amt]
exten => 5000000,1,Dial(IAX2/ast-1/2000000,30) ; peercontext=from-office in iax.conf
exten => 5000000,n,Hangup
Für den Parallelruf sondere ich lokale MSNs aus (Anrufe, die per IAX reinkommen und vom lokalen S[sub]0[/sub] stammen, werden sofort mit Hangup() beantwortet) und übergebe ansonsten über Dial(IAX2/FBW900V-1-out/${EXTEN}) an den Asterisk der heimischen W900V:
[from-office]
exten => 2000000/05241200000,1,Hangup
exten => 2000000,1,NoOp,${CALLERID(all)}
exten => 2000000,n,NoOp,${CALLERID(rdnis)}
exten => 2000000,n,Dial(IAX2/FBW900V-1-out/2000000,,rt) ; peercontext=from-ast-1
exten => 2000000,n,Hangup
Diese wiederum hat einen recht simplen Kontext an dieser Stelle:
[from-ast-1]
exten => _0X.,1,Dial(CAPI/ISDN-AMT/${EXTEN},55,Tt/bd)
exten => _0X.,n,Hangup
exten => _Z.,1,Dial(CAPI/ISDN-INT/${EXTEN},55,Tt/bd)
exten => _Z.,n,Hangup
ISDN-AMT ist hier der externe, ISDN-INT der interne S[sub]0[/sub]; die Weiterleitung per IAX2 funktioniert unter Beibehaltung der orginalen CallerID, die dann auch auf den ISDN-/DECT-Endgeräten (nahezu) korrekt angezeigt wird (»Anruf von 0800000000 auf 2000000«; richtiger wäre natürlich die Office-MSN).
Der Weg Homeoffice-MSN -> Office läuft analog, nur daß ich hier a) derzeit keinen A-Rufnummern filtere und b) der Signalisierung und der Rufabgriff auf ast-1 über Remote-CAPI schon erfolgt, nicht über IAX und die W900V:
[from-capi-amt]
exten => 2000000,1,Dial(IAX2/FB-OFFICE-out/5000000,25)
exten => 2000000,n,Hangup
Da der Kontext [from-ast-1] auf der Office-FB nahezu identisch zum schon gezeigten ist (nur für die Rauswahl wird eine andere als MSN gesetzt, daß die Office-MSN nicht die erste MSN des Anschlusses ist, welche bei einer ungültigen/leeren Abgangsrufnummer vom ISDN-Netz zwangsweise gesetzt würde), schenke ich mir Auflistung und Erklärung ;)
Trickreich ist dann der Wunsch Nummer 3: mit der Office-MSN raustelefonieren können. Dies liesse sich einmal per SIP realisieren (neben anderen bietet z. B. auch sipgate.de an, eine spezielle Nummer für CLIP zu setzen – wenngleich die eigentliche, dem SIP-Zugang zugeordnete, Rufnummer auch mit übertragen wird), aber wenn ich doch nun schon verbundene Asteriske habe, geht das auch so: die W900V, an deren internem S[sub]0[/sub] die heimischen Telefone hängen, bekommt einen SIP-Account auf ast-1 und verbindet sich mit diesem. Als Internetrufnummer habe ich in der Fritz!Box-Oberfläche hier »90« eingetragen. Generische Wahlregeln gibt es keine und da die Fritz!Box relativ intelligent entscheidet, ob es über Festnetz oder IP rausgeht, muß man nur die abgehende Rufnummer nach Wunsch konfigurieren:
Ob ein Gespräch über Festnetz oder Internet geführt wird, entscheidet FRITZ!Box Fon anhand der gehenden Rufnummer. Die Regel dabei ist einfach: Ist die Abgangs-MSN eine Internet- oder eine VoIP-fähige Festnetznummer, wird das Gespräch über das Internet aufgebaut. Alle anderen Rufe werden über das Festnetz geführt. Für Geräte ohne Abgangsrufnummer kann in der Box eine Hauptrufnummer (Festnetz oder Internet) hinterlegt werden.
Die Gigaset-DECT-Basis im SX353isdn ermöglicht es, vor jeder Wahl die abgehende MSN auszuwählen; hier habe ich einfach eine weitere, nämlich die »90« mit dem Namen »Office«, konfiguriert und kann nun entweder ein Mobilteil permanent auf Abgangs-MSN 90 stellen (und damit die Wahl über SIP zu ast-1 in den Kontext from-office forcieren (in SIP-Kontext wird die CallerID auf “90” gesetzt), wo es per exten => _X./90,1,Dial(IAX2/FB-OFFICE-out/${EXTEN},55,rt) weitergeht) oder fallweise über das heimische ISDN (mit heimischen MSNs) oder den Office-ISDN-Anschluß (mit der Office-MSN ausgehend) telefonieren.
(Kostenmäßig ist der Aufwand übrigens zweckfrei; beide ISDN-Anschlüsse sein Teil jeweils eines DSL-Komplettpaketes inkl. Festnetz-Flatrate. Einzig für Rückrufe auf Mobilfunknummern wäre es ein Kostenthema; wichtiger ist aber die korrekte rausgehende Rufnummer, um nicht wieder externe Rückrufe auf die Homeoffice-Nummer, an der kein Anrufbeantworter (mehr) hängt, zu erzeugen.)
Nun wird sich zeigen müssen, wie stabil das Setup ist und wie sich das qualitativ macht …
Zucht und Ordnung
Jetzt ist die Story Braunschweig gegen Flashmobs also auch auf Golem.de angekommen. Fein, fein. Interessantes, für mich neues, Detail:
Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus forderte nach der Syltparty via Bild bereits, Derartiges zu verbieten. “Es ist nicht hinnehmbar, dass Tausende unorganisiert feiern und anschließend die Gemeinschaft den Dreck wegräumen und die Folgen bezahlen muss”, sagte er. Wenn es keine Handhabe gebe, Initiatoren solcher Partys die Kosten in Rechnung zu stellen, müsse die Möglichkeit einer Gesetzesänderung geprüft werden.
Da habe ich doch mal ‘ne Frage: wenn Tausende organisiert feiern, sagen wir anläßlich eines Fußballspiels des lokalen Fußballklubs gegen eine andere Mannschaft und dabei Müll außerhalb des Stadions anfällt, parkende Autos oder öffentliche Installationen im Umfeld durch Besucher beschädigt werden, vielleicht gar zwei, drei ordnungssichernde Hundertschaften ausschwärmen — wer zahlt das alles eigentlich? Der Veranstalter, sprich der lokale Klub oder zumindest dessen Verband, der sich u. a. die Verwertungsrechte sichert, ja?
Weil, grade nach Veranstaltungen hier im Heidewaldstadion liegt immer wieder Müll auf dem Grundstück oder steckt in der von der Stadt aufoktroyierten Hecke, dann kann ich die Hansels, die dann immer die Zufahrtsstraßen absperren und mich anhalten, ja nächstes Mal gleich zum aufräumen am nächsten Tag »einladen«, fein ;)
Asterisk auf Fritz!Box
JFTR: Ich bun nun einen entscheidenden Schritt weiter. Nachdem ich mit doch einiger Mühe Asterisk auf meiner (Pseudo-) Fritz!Box 7170 (eines »umgefritzten« Speedport W900V, welcher als einer der wenigen Speedports einen internen S0 hat, andererseits recht günstig, z. T. günstiger als die 7170, in der Bucht zu erstehen ist; der W900V entspricht am ehesten wohl einer Kreuzung aus AVMs 7150 (die erste DECT-Fritzbox) und 7170 (in- wie externer S0, 2x (7170: 3x) analog intern, 4-Port-Switch) an den Start bringen konnte — letztlich durch einen IPPF-Post; die Hinweise bei Backenhörnchen und Magenbrot tun’s nicht für die Firmware-Version 29.04.70.
Und an dieser Stelle der dezente Hinweis, daß, wie woanders auch jüngst festgestellt, bei Änderungen an der capi.conf zumindest mit der eingesetzten Version ein simpler “reload” in der Asterisk-Konsole auf der Fritz!Box nicht ausreicht: den lieben Asterisk einmal stoppen und wieder neu starten hilft da Wunder ;)
Schön ist, daß es nun möglich ist – zumindest funktionierte es in den ersten Tests, trotz gegenteiliger Andeutungen im Configfile –, von einem zentralen Asterisk aus (auf x86-Hardware) Anrufe (via IAX2-Protokoll) inkl. der initialen rufenden Nummer auch auf der Fritz!Box auf dem internen ISDN-Bus (und, im Falle der W900V, sogar an der integrierten DECT-Basis) korrekt zu signalisieren.
Das ist für mich relativ wichtig, da ich Parallelrufe benötige für zwei Nummern an zwei räumlich getrennten externen S0-Bussen. (MSN 1 soll lokal und auf MSN 2 am anderen Standort klingeln; MSN 2 lokal und auf MSN 1 des anderen Standortes; am Standort von MSN 2 nutze ich derzeit den Fritz!Box-Paralleruf (auf lokale MSN & per SIP zum Standort 1), der aber leider die initiale Nummer frißt. Außerdem bedeutet ein Anruf von Standort 1 auf MSN 2, daß dieser Anruf via SIP wieder zu Standort 1 signalisiert wird und mithin andere Endgeräte an Standort 1 klingeln.)
Jetzt muß ich also nur noch dafür sorgen – Asterisk kann derlei ja –, daß bei Anrufen aus Standort 1 an MSN 2 (die ja an Standort 2 lokalisiert wird) die Weiterleitung von MSN 2 zu Standort 1 unterbleibt, das sollte jetzt nicht so schwer sein.
Güldner und der Montag danach
Während auf der Webseite der Fraktion der Grünen in Bremen noch immer das letzte Presseereignis vom 20.07.09 datiert, hat die Bundespartei schon längst reagiert:
[…] Der Beitrag von Matthias Güldner vom 27. Juli 2009 in der WELT widerspricht deshalb nicht nur unserer grünen Programmlage, sondern schlägt gegenüber denjenigen, die sich für ein freies Internet engagieren, einen aus unserer Sicht nicht akzeptablen Ton an.
Das Internet war nie und darf auch nie ein rechtsfreier Raum sein. Es geht aber nicht um ein rechtsfreies Internet, sondern um ein freies Internet, ohne Filter und permanente staatliche Überwachung, selbstverständlich im rechtsstaatlichen Rahmen und mit rechtsstaatlicher Verfolgung von Straftaten.
Da sage ich mal danke für die Klarstellung, auch wenn – ohne Widerruf aus Bremen – damit natürlich die Fraktion der Bremer Grünen mit unter ihrem Fraktionsvorsitzenden Matthias Güldner als wider der »grünen Programmlage« agierend da steht.
Unsere Politiker Internetausdrucker
Hatte ich den schon? Egal, ist nach wie vor aktuell …
Der Fall Güldner
Tja, nun habe ich – leider? – kein Parteibuch, welches ich demonstrativ zurückgeben könnte, aber die Causa Güldner, nämlich ein Kommentar von Matthias Güldner in der Welt Online in seiner Eigenschaft als »Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft«, soll hier doch wenigstens kurz Erwähnung finden. Der Herr Güldner schrieb unter dem eloquenten Titel »Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internet« unter anderem:
[…] Die Auseinandersetzung um die Internetsperren dreht sich im Kern aber gar nicht um die – bisher konsensuale – Bekämpfung der Kinderpornographie. Es geht vielmehr knall hart um Definitionsmacht in Zeiten der Virtualisierung der Welt. Ihre Anhänger kämpfen mit hoch effektiven Mitteln für die Rechtsfreiheit ihres Raumes. Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen will, wird mit Massenpetitionen per Mausklick weggebissen.
Alleine »Massenpetitionen weggebissen« — Herr Güldner, Ihr Demokratieverständnis scheint unausgeprägt; nur papierne Eingaben sind gut, nur Zustimmung akzeptabel? Gibt’s bei den Bremer Grünen das Rotationsprinzip noch? Falls ja, wäre eine Rotation angezeigt, das Mandat scheint Ihnen nicht zu bekommen.
Und auf welchem Klo haben Sie gelesen, die Petitenten träten für »die Rechtsfreiheit ihres Raumes« ein? Das ist nämlich genau die Scheißhausparole, die Ihre Kollegen in Berlin (und München) auch immer wieder gerne in die Kameras und Mikrofone absondern, wenn wirkliche Argumente wieder einmal »aus« sind. Mitnichten ist das Internet ein rechtsfreier Raum – daß es, ganz im Gegenteil, überregulierter als die reale Welt ist, könnten Sie ergooglen; aber, ach, ich möchte nicht Schuld am Fall eines weiteren Baumes dafür sein, daher: »Verglichen mit dem Netz ist das Leben ein rechtsfreier Raum« auf telepolis – und »wir« möchten wahrscheinlich auch gar nicht (ich kann für mich dies jedenfalls verneinen). Ohne die Geltung von Recht und Gesetz auch »im Internet« wären weder eCommerce noch überhaupt irgendwelche Dienste machbar. Erstaunlich, diese Haltung, für jemanden Jahrgang 1960. Außer für die Selbstdarstellung, nutzen Sie das Internet überhaupt?
Die Tatsache, dass diese Community viel Zeit in virtuellen Räumen verbringt, spielt dabei eine große Rolle. Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert. Anders kann die ignorante Argumentation gegen die Internetsperren gar nicht erklärt werden.
Nun könnte ich ja kontern, wer Stoppschilder vor Verbrechen für Verbrechensprevention hält, scheint das Problem nicht begriffen zu haben. Aber hoffentlich hat Ihnen das schon wer anders – traditionell auf Papier – nahezubringen versucht.
Auf Ihren ulkigen Verweis – nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich – auf die Strafgesetzgebung zu Mord gehe ich nicht weiter ein, das dürfte selbst Ihnen klar werden, daß das mehr so daneben war. Ich weiß ja auch nicht, wann Sie sich mal mit der aktuellen Faktenlage in Deutschland beschäftigt haben – Ihre Zeit als »Consultant beim britischen Kinderhilfswerk (Save the Children, U.K.) in London« liegt ja vielleicht schon zwei, drei Monate zurück – und vielleicht sind Ihnen ja wirklich Presseberichte zum Thema entgangen, in denen es unter anderem heißt: »Denn die viel zitierten Erfahrungen aus Skandinavien sind nur begrenzt übertragbar«. Wie sonst könnten Sie gestern noch behaupten:
Aber in Skandinavien wurden schon positive Erfahrungen mit vergleichbaren Gesetzen gemacht.
Vollkommen verquer ist denn auch der Schlußsatz; auf welchem Planeten sind Sie nur Sonntag morgen aufgewacht?
Die Glorifizierung des Internet wird vergehen. Der politische Makel, mehr auf den Trend gesetzt zu haben als auf die Bekämpfung realer Menschenrechtsverletzungen, würde dagegen lange haften bleiben.
Hmm, da meiner Erinnerung nach die Bundes-Grünen nur eines nicht getan haben, nämlich für dieses rein populistische Gesetz gestimmt – es gab lt. Abgeordnetenwatch keine JA-Stimme aus der Grünen-Fraktion, wüßte ich schon gerne, wie Sie dies jetzt gemeint haben; die Bundes-Grünen haben jedenfalls nicht auf diesen Trugschluß, den Sie »Bekämpfung realer Menschenrechtsverletzungen« nennen, »gesetzt«.
In aller Schärfe verwahre ich mich gegen Ihre Formulierung »die ignorante Argumentation gegen Internetsperren kommt von Menschen, die es sich in virtuellen Räumen bequem gemacht haben und übersieht die Opfer in der realen Welt«; schon wer im Ränkespiel um die Beliebtheitsumfragen – um nichts anderes geht es Frau von der Leyen augenscheinlich – »ignorant« ist und wer konstruktiv, wäre Ihnen bei einer Recherche jenseits der BILD-Zeitung klargeworden.
Und hätten Sie die »Massenpetitionen« gelesen, so hätten selbst Sie nicht umhingekonnt zu bemerken, welchen Stuß Sie da geschrieben haben¹. Frau von der Leyen benutzt, in engem Schulterschluß mit dem überwachungshungrigen manisch-präventiven Innenministerium, das Leid der mißbrauchten Kinder, um mit Populismus Politik zu machen — über die Hintergründe dieses Tuns mag ich nicht spekulieren.
Gestatten Sie mir die abschließende Bemerkung, daß ich es beschämend finde, daß Sie offensichtlich sachlich nichts beizutragenhaben und außer plumpen, alte Vorurteile bedienenden, Verbalinjurien gegen einen Teil der Gesellschaft, den Sie offensichtlich weder kennen noch kennen wollen – bemerkenswert für jemanden Ihrer Generation, die ich bislang auch grob als die meine ansah –, nichts zur Diskussion beizutragen haben. Sofern das die offizielle Haltung der Fraktion der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft darstellt: Respekt. Sie haben sich etabliert.
_____
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.«
Grüne Realsatire?
Auf der Suche nach etwas mit Grünem Wiedererkennungswert stieß ich auf die Kampagnenbeweihräucherungsseite¹ der Grünen.
Und ja, ich mußte ganz heftig lachen, als ich direkt unter »unser Profil auf MeinVZ« den Fingerabdruck samt Text »DEINE DATEN GEHÖREN DIR« lesen durfte. Wahrscheinlich »muß« man als Partei bei »MeinVZ« sein (»Edelprofil«, versteht sich); gut, ich »muß« bislang zum Glück nicht und potentielle Kontakte aus dem *VZ-Imperium werde ich auch ganz tapfer nach Facebook einladen, wo ich wenn, dann sozial kontakten möchte. (Wer die Historie verfolgt hat, weiß, daß ich gewisse Vorbehalte gegen [studi]*VZ hege …)
Wobei es letztlich eher egal ist, ob Face- oder Fakebook; ich finde die Kombination von *VZ-Profil und einer Datenschutzkampagne einfach … sehr gefühlvoll, da ich mit *VZ eigentlicht zuletzt nur Datenschutzthemen verbinde. (War da nicht was mit neuen AGBs?)
____
