Viral Marketing

Ist das schon virales Marketing?
Gut, die Postkarte ist also Teil einer größeren Marketingaktion — Ausgangspunkt scheint hier zu sein. Die Aktion brachte denn auch schon erste Blogeinträge hervor — aber es gibt auch schon kritische Töne:

Kommentar von Susanne am 11. Mai 2007 um 18:52 Uhr
Meine Webseite brauch ich Euch ja nicht zu schreiben, denn ihr habt wohl in meinem Impressum geschaut und mir ungefragt eine Postkarte mit Werbung für Euer TShirt geschickt.
Finde ich wirklich nicht prickelnd. Bin heute zum ersten mal auf Euer Seite und nichts auf der Welt könnte mich dazu bewegen mit einem Shirt für Euren Blog Werbung zu machen.
Wenn Werbung, dann nur für meinen eigenen Blog.

 
Okay, so eng sehe ich das nun nicht — aber grade Blogger via Snail‐Mail (und per vorausgegangener Adressen‐Sammlung aus dem jeweiligen Impressum) zu adressieren … Jungs, in Sachen Akzeptanzoptimierung würde ich dies keinen Geniestreich nennen.
Aber – totschweigen wird schwierig, vgl. Google – es bleibt noch die Flucht nach vorne, es gilt nun, die »Schmerzen in die Hälfte des Gegners zu tragen«. Den Slogan »TeNo Blog zieht Blogger an« wörtlich zu nehmen. Sodaß möglichst viele Aktions-T‐Shirts fällig werden. Oder kurz: Ich trage Körbchengröße XL.

Bitte keine Werbung einwerfen!

Mist. Ich hatte glatt vergessen, über dem virtuellen Briefkasten das virtuelle Äquivalent zum bekannten Aufkleber »Keine Werbung einwerfen!« anzubringen.
Nun ist normalerweise die Rückverfolgung (»woher haben die meine Daten«) nicht trivial; mit ein Grund, warum früher gerne von absichtlichen Zeichendrehern und Fehlern Gebrauch gemacht wurde. In Zeiten des automatisierten Adressabgleiches aber, sind ausgedachte Zustellpostämter hinter dem Ort (gibt es heute sowieso nicht mehr) oder nicht existente Hausnummern nicht mehr zielführend.
Diesmal allerdings macht es der Content leicht: meine Adresse wie hier im Impressum genannt, der Werbetext »… zieht Blogger an« – zwei und zwei ergibt da doch recht genau vier.
Whatever, Impressum angepaßt (Verwertungsverbot hinzugefügt), mal sehen, ob sich derlei wiederholt.

Zufall?

Ein Nachteil, als Serverschabe sein Dasein zu fristen, sind die gelegentlichen Bereitschaftsdienste – nun will ich mich nicht beklagen (es wird bezahlt und die Häufigkeit der Alarmierung ist, naja, meistens akzeptabel und ihre Sinnhaftigkeit gegeben), heute allerdings wüßte ich gerne, ob der Kurierdienst, der just vor mir die Nebenstraße meines Arbeitgebers verließ, wohl die Teile gebracht hat, die ein Kollege in wenigen Minuten in einem defekten Server austauschen soll …

Versteckte Botschaften

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte …
Was aber sagt dieses Bild aus?
Dank eines Hinweises von berufener Stelle durfte auch ich teilhaben am lustigen Spiel »such’ den skurrilsten Alternate‐Text bei ‘Vermischtes’ auf Welt.de«.
Das Foto der britischen Königin mit »74057266« auszuzeichnen, ist dabei noch fast harmlos. Daß der Hinweis, daß eine US-Behörde den Verdacht prüfe, ob Viagra blind mache, im Kontext »Beamte sollen Beihilfe für Viagra bekommen« als Alternate-Text für eine Viagra‐Abbildung erscheint, könnte man fast noch verständlich nennen.
Die Schlagzeile »Mann lag sieben Jahre lang tot in seinem Bett« mit einem Foto eines Bettes samt Alternate-Text »(Service-Bild) Mein Bett passt zu mir!« zu illustrieren, dazu gehört schon etwas Mut.
Für mich den Vogel ab schießt aber das Foto einer Kettensäge unter der Überschrift »Nach Kettensägenmord in die Psychiatrie« ab, wo das besagte Bild den Text »US-Rapper Eminem gibt Konzert in Manchester« trägt.
Welt Online — immer für eine Überraschung gut :->

schuelerVZ: Guerilla-Marketing ja, aber …

In einer Antwort auf einen Eintrag im Blog des Handelsblatts, in dem es um die »Enthüllungen« Don Alphonsos zu angeblichen Marketingaktionen von schülerVZ gingt, wird eine Mail vom »SchulerVZ-Sprecher Julian Artopé« zitiert, der die Inhalte des »Alphonso‐Papiers« als keine s*VZ-Planung darstellt:

Was Rainer Meyer auf der blogbar behauptet entspricht, wie desöfteren in der Vergangenheit, nicht auch nur ansatzweise der Wahrheit.
Das sog. “interne Papier” kommt von einem Freund eines externen Graphikers. […] Da er Lust hatte auch konzeptionell tätig zu sein hat er uns und Freunden von sich ungefragt diesen Entwurf weitergeleitet.
Dass der für uns vollkommen inakzeptabel ist und auch intern nicht diskutiert wurde, sollte schon allein daran ersichtlich sein, dass es bei studiVZ/schülerVZ nie Anglizismen wie “mehr power. mehr schülerVZ.” gab oder geben wird.

[sup]*1[/sup]

Desweiteren betreiben wir zwar Guerilla-Marketing, allerdings sind die dort dargestellten Punkte doch arg flach. Wir haben bei schülerVZ wirklich einen klaren Bildungs- und Gestaltungsanspruch, der schon allein durch unser Team (unter anderem besetzt durch ehemalige Landesschülervertreter mit Erfahrung und Verantwortung für Schülerbelange) durchgesetzt wird.

[sup]*2[/sup]

Insofern wäre es schön, wenn nicht alles aus Kleinbloggersdorf für bare Münze genommen würde. Eine kurze Nachfrage an presse@studiVZ.net ist ja schnell geschrieben…

 
Dazu zwei Anmerkungen:
[sup]*1[/sup] Anglizismen sind nicht vollkommen verpöhnt, den »Campus Captain« hat man, nach Aussage von einem der Gründer, in voller Kenntnis der sprachlichen Herkunft eingeführt.
[sup]*2[/sup] Wie paßt das zu den aufgezeigten Gesetzesverstößen? Ein »Bildungs- und Gestaltungsanspruch«, unterfüttert durch »ehemalige Landesschülervertreter mit Erfahrung und Verantwortung für Schülerbelange« schützt offensichtlich nicht vor der Zurschaustellung des Bekenntnisses »Eure Gesetze machen unserer dicken Portokasse keine Angst«. Klar, mit Speck fängt man Mäuse — und so macht man dem Nachwuchs auch schnell klar, wie wichtig es ist, daß sich alle an gemeinsame Normen halten …

Kleine Korrektur …

In seinem Artikel schreibt Nils Jacobsen (Chefredakteur von Yeald.de und Freier Wirtschaftsjournalist in Hamburg):

Während das Kultvideo noch als Geschmackssache abgetan werden konnte, waren Darianis nächste Schlagzeilen nicht weniger als ein veritabler PR-GAU. Mitte November wurde bekannt, dass der StudiVZ-Gründer im Juli eine ungeheuerliche Party-Einladung im Stil der Nazipublikation “Völkischer Beobachter” verschickte, die auf die URLs voelkischer-beobachter.de und voelkischerbeobachter.de verlinkt war. (Die URLs sind inzwischen verkauft worden.)

 
Mit dem Nachsatz irrt der Autor, wie man für die eine als auch die andere Domain selbst nachprüfen kann.
Den maßgeblichen Daten des whois-Dienstes zufolge ist Ehssan Dariani weiterhin der Halter der Domains voelk‐ ischer-beobachter.de und voelkischerbeob‐ achter.de.
Man darf gespannt sein, ob die nächste Einladung zur Geburtstagsfeier wieder ein Projekt Darianis featured — oder ob er sich doch wird durchringen können, diese Domains einfach mal zu kündigen …

Die Akustik auf Klos …

… ist nicht zwingend geeignet für ein Interview. Den Beweis lieferte jüngst wieder Martin Oetting. Dank des Einsatzes recht guter Kameras allerdings ist zumindest das Bild ansehnlich.
Das stilsichere Klo-Interview Martin Oettings mit Ehssan Dariani (»ConnectedMarketing.tv | Folge 13: Ehssan Dariani«) erfolgte in Anspielung des Dariani‐»Interviews« aus dem Spätsommer 2006:

Am vergangenen Wochenende hatte ich bei einer Party von Lukasz Gadowski und Kolja Hebenstreit die Gelegenheit, Ehssan Dariani von StudiVZ zu interviewen.

 
Am Anfang des Interviews wird vom Interviewer wie Interviewten spöttisch auf das seinerzeit im – heute nicht mehr existenten – studiVZ-Blog verlinkte »Interview« Ehssans mit einer sicht- und hörbar nicht mehr nüchternen Frau auf einem angeblichen »Party-Klo« im berüchtigten Berlin-Mitte Bezug genommen (chick auf mitte party // WC on ).

Wolkenbruch

Nachdem es sich heute morgen langsam einzuregnen begann, kam es heute abend dann wieder zu einem stärkeren Regen, ausreichend, den Satellitenempfang zu verunmöglichen.
Runde 12 l/m² hat es seit 20 Uhr geregnet — mit 24 l/m² in den letzten 24 Stunden nähert sich die Menge an Niederschlags dem bisherigen Maximum des 18.01.2007 …
Die Vorhersagen lassen erahnen, daß jetzt die Zeit ist, die Vorräte an Sonnencreme aufzustocken – mit ausreichend Zeit, auch auf Sonderangebote warten zu können.

Update (20070508 22:25):

Es wurden letztlich gut 30 l/m² an diesem Tag, nicht schlecht, Herr Specht.

I'm getting wet in the rain …

Schöne Bescherung. Erst zu spät für einen vorderen Parkplatz gekommen, morgens auf eine Jacke verzichtet nach den warmen letzten Wochen – und dann schüttet es zum Dank wie aus Eimern zum Feierabend.
Petrus, komm’ Du mir lieber nicht mal mit Netzwerkproblemem …