Ankündigungen, aber keine Produkte

Lustig, jetzt soll’s doch möglich sein, ein Android-Tablet für deutlich unter 200 USD herzustellen, welches von der technischen Leistung dem Obst-Pad Paroli bieten könnte? (In Tradition der OLPC-Geschichte habe ich mal den avisierten Zielpreis verdoppelt …)
Ganz so abwegig finde ich das ja nicht, zumal Marvell mit dem PlugComputing durchaus Erfahrungen hat, was kleine, stromsparende und dennoch relativ leistungsfähige Geräte angeht; mein GuruPlug Server Plus hat mit Steuern und Versand 120 UKP gekostet, nicht gebrauchten Schnickschnack wieder rausrechnen, vernünftiges Display (95 USD soll das des iPads kosten, so als Anhaltspunkt) drauf (wünschenswert meiner Meinung nach ein ähnliches Multimode-Display wie beim ersten OLPC, also schwarz-weiß für die Verwendung als »Buch«, farbig für Webbrowsing, Videos, … Wahrscheinlich wäre das aber bißchen teurer, zumal in 16:9-HD-Auflösung, also ab 1280×720 ;)).
Sicher, die 10W des Sheeva-/GuruPlugs wären für ein Mobilgerät noch Lichtjahre vom Markterfolg entfernt, aber auch dafür hat Marvell ‘ne ARM-CPU in Petto … Jedenfalls, siehe auch die Berechnungen für’s iPad, ein VK auf Netbook-Niveau müßte durchaus drin sein (zumal, wenn man sich bei der UI erst einmal auf Android bescheidet, also nicht Mannjahre in die Entwicklung stecken muß).
Jetzt müßten derlei Produkte nur noch endlich auch mal kaufbar sein …

Wir sind Lena! Und Eurovision. Und so …

… mußte natürlich auch mal wieder jemand hinterm Ofen hervorkriechen und Assoziationen wecken mit einem vermeintlich geschickt gewählten Screenshot des Stefan Raab in »Führerpose«. Und vertwittert werden mußte es natürlich auch:

BIG, BIG #fail – http://i50.tinypic.com/2r5qfwn.jpg

@derkirsche Sat May 29 22:29:48 +0000 2010

 
Immerhin, es wurde schnell widersprochen:

Völlig überinterpretiert! So hat er das bestimmt (!!!) nicht gemeint! RT @derkirsche BIG, BIG #fail – http://i50.tinypic.com/2r5qfwn.jpg

@normcast Sat May 29 22:33:17 +0000 2010

 
Und die Aufzeichnung des entsprechenden Ablaufs bestätigt es auch eindeutig:

Mein GuruPlug ist da ;)

Es hat ja etwas gedauert, aber gestern ist er endlich eingetroffen, mein »GuruPlug Server Plus«. Außer Auspacken und einem Funktionstest habe ich noch nicht viel mit ihm gemacht, ich schwanke auch noch, wo ich ihn einsetze, als Replacement meines FHEM-Sheevas, ich würde dann noch eine eSATA- und eine USB-HDD zum Fileserving anschließen? Oder als Replacement der x86-Pizzaschachtel, die als Router und OpenVPN-Tunnelendpunkt im Keller fungiert (VDSL25 verbrät schon tüchtig CPU bei PPPoE und erst recht bei OpenVPN)?
Anyway, hier, weil’s so schön war, mein »Unboxing«-Video, have fun ;)

Sorry for the delay; aber der Schnitt mit OpenShot erwies sich aufgrund der ekligen »Weißbild-Bugs« unnötig umständlich, die rd. 15 Abstürze in der Zeit mit blöden Python-Assertion-Fehlern beim Playback(!) nicht erwähnt …

Do it yourself

Ts. Ich denke es ist bekannt, daß Android-basierte Telefone eigentlich nichts weiter sind als ziemlich heiß gewaschene Tabletcomputer; mit aktuellen Highlights wie dem Motorola DROID/Milestone und ähnlichen mit wenigstens einer Auflösung von 800×480 Pixeln kann man damit auch Webseiten ganz gut sich ansehen. Und die Verwandschaft zum Tabletcomputer zeigt sich auch in der Laufzeit — die sich bei aktiver Nutzung der vielen Features, wie dauernde 3G-IP-Verbindung mit Datenaustausch, GPS, Kamera, …, auch schnell dem unteren einstelligen Stundenbereich (lies: rd. 3-5h) nähert.
Anyway, so ein kleines Rechenwunder mit Gadgets en masse, einem SDK und einem freien Market (und der Möglichkeit, auch am Market vorbei Software aufzuspielen), da sollte es doch eine Art »Time-Lapse«-Software geben, die in einstellbaren (möglichst kurzen) Intervallen ein Foto mit der eingebauten Kamera schießt, um hernach – gerne außerhalb der dafür zu lahmen Umgebung – einen Film machen zu lassen.
Und, natürlich gibt es dies; einerseits »Timelapse«, andererseits »LapseDROID«. Did they save my day?
Nunja; LapseDROID sieht schick aus, macht Full-HD-Aufnahmen (wobei ich nicht näher geguckt habe, welche der Zufallspixel der typisch mauen Handykamerachips genommen werden, sprich ein Ausschnitt aus dem 3-5 Megapixel-Müll oder ob jener auf 1920×1080 zusammengedampft wird). Das waren die positiven Seiten. Die negativen sind einmal, daß das Intervall nicht unter 10 Sekunden liegen darf (200-250ms wären mir am liebsten), aber das wäre für manche Anwendungen ja auch noch praktikabel. Nur leider funktioniert LapseDROID bei mir auf Milestone (2.0) und Magic (1.5) nur bis zur Aktivierung des Screensavers (sei es per Eingabetimeout oder manuell hervorgerufen) — und stürzt dann mit »wurde unerwartet beendet« ab. Groß-ar-tig. Immerhin ist auch die Plus-Verson mittlerweile kostenlos …
Timelapse hingehen macht, was drauf steht: einmal gestartet, macht die Anwendung alle 1000 (leider das Minimum) bis ??? ms ein (YUV-) Bild und legt es auf der SD-Karte ab. Wenn man fertig ist, kann man das Programm wieder aufrufen, den Stopp-Befehl senden und die Bilder automatisch von YUV nach PNG wandeln lassen. Manko 1: der Schritt ist nicht wirklich praktikabel, 800 Bilder dauerten auf dem HTC Magic gefühlte 3 Wochen, effektiv wohl so was an 2 Stunden. Und das – die ist mein Manko 2 – bei einer (nicht einstellbaren) Auflösung von 480×320 — für einen HD-»Fanatiker« wie mich natürlich mehr so unbrauchbar :(
Narf. Muß ich jetzt wirklich das SDK rausholen und mir TimeLapseDROID selbst schreiben? *sigh*

Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen …

… fliegen Fliegen Fliegen nach — gut, das hat nicht wirklich was mit diesem Blogeintrag zu tun, aber nachdem gestern meine Jüngste mir einen ähnlichen Spruch mit »robben/Robben« um die Ohren gehauen hat, konnte ich hiermit kontern ;)
Zurück zum Thema; bekanntlich waren »wir« ja auf dem Oktoberfest der Gütersloher Pfingstkirmes und haben neben kulinarischen Höhepunkten auch den Kameras Auslauf gegönnt, mit durchaus ansprechenden Resultaten.
Auf dem Rückweg habe ich dann die Gelegenheit genutzt und beide Kodaks gegen meine Panasonic TZ7 in der extremen LowLight-Situation nächtlicher Straßen antreten zu lassen; die PlaySport und die TZ8 »guckten« nach Vorne, die Zi8 lieferte die rückwärtige Sicht. Etwaige Asynchronisitäten bitte ich zu entschudigen, die Kodaks nehmen leider nur in 1080 bzw. 720p29.97 auf (oder 720p59.94; jeweils NTSC-Timing), die TZ7 hingegen nur in 720p50 (»PAL«), ganz sauber scheint das OpenShot, die Videobearbeitungssoftware unter Linux, nicht zusammenführen zu können. Aber selbst bei Asynchronosität wird sichtbar, daß die beiden Kodaks sich tapfer im Vergleich mit der deutlich teureren TZ7 schlagen; auch hier wäre wieder der Vergleich mit der Kodak Slice interessant gewesen, welche von den Features als auch vom Preis eher in der TZ7-Liga spielt. Aber seht selbst:

Meine TZ7 möchte ich dennoch nicht missen, denn mit dem Fixfokus-Objektiv von Zi8 und PlaySport ist man gelegentlich doch eingeschränkt, und der 12fache optische Zoom der TZ7 erlaubt schon durchaus spannende Perspektiven. Für ihr Geld liefern die beiden Kodak »Fun-Kameras« PlaySport und Zi8 aber durchaus respektable Leistungen — selbst bei Dunkelheit.

Was schiefgehen kann, …

Murphy ist doof. Und dir britische Royal Mail schein’s auch; mein Trackingcode geht nicht – wie bei einigen anderen auch –. hier die Erklärung von NewIT:

We have had a couple of reports of the packages we despatched on Monday not being tracked on the Royal Mail website, we have contacted Royal Mail who have told us it only affects a couple of the sacks (from the 31) that were collected from us. Royal Mail has told us that the tracking should be picked up for those items once they reach their destination country.
Thank you for your purchase, if you could email to confirm when you have received the Kit it would be most appreciated.

 
Ernsthaft, wieso »einige wenige« Säcke beim Scannen rausgefallen sein sollen, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Jedenfalls sagt das britische Tracking für mein Paket noch immer:

Come back later
Information on your item is not yet available. If the Airsure® item was posted today please note that the majority of items are tracked during the night. Please try again tomorrow.

 
Schade; denn eigentlich würde ich es heute erwarten (Montag aufgegeben, Dienstag von UK nach DE, Mittwoch ausgeliefert), aber wer weiß; Vorbesteller brauchen wirklich Nerven aus Stahl ;)

Videoschnitt und Linux …

Aufgrund eines ziemlichen Verrisses von OpenShot und meinen Problemen, die »AVCHD lite«-Videos meiner Panasonic TZ7 damit sinnvoll zu be- und verarbeiten (nicht so wie bei anderen, aber den 720p50-Clip nach 720p29.97 zu konvertieren, um ihn mit Videos der Kodak-Kameras zu vereinen, gelingt einfach nicht – der Ton wird nicht dem Bild endsprechend transkodiert :(), habe ich mir mal PiTiVi angesehen, da es ja auch in Ubuntu 10.04 integriert ist.
Tja, was soll ich sagen: während OpenShot wenigstens transkodiert (wenn auch nicht wirklich korrekt), bringt PiTiVi mit dem Test-Clip der TZ7 nicht mal irgendwas zustande; außer der Ausgabe “Rendering” und dem Anlegen des leeren Files geschieht genau … nichts.
Gut, ich muß zwangsläufig jedem Recht geben, der sagt, daß Videoschnitt und Linux Dinge sind, die heute noch immer in unterschiedlichen Sonnensystemen liegen. »Ja, es geht so lala« ist Lichtjahre von dem entfernt, was der Fallobstler mit z. B. Final Cut mal eben nebenbei erledigt.
Bezogen auf OpenShot würde ich zwar sagen, daß »you get what you pay for« hier deutlich untertrieben ist – für »lau« gibt’s hier ein weitgehend absturzfreies und recht intuitives, leistungsfähiges Programm -, aber leider ist da meines Wissens auch gleich das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer weiß, vielleicht muß ich eine meiner vorsorglich gekaufen Windows-7-Lizenzen ja doch für einen physischen Rechner verwenden?