Falls das mit dem Viertelfinale nix wird :) (Wobei ich mich natürlich frage, wie sie die parallelen Spiele z. B. auch heute bedienen …)
Summer in the City
Quadcopter: 47k EUR vs. 0,3 kUSD
Quadcopter finde ich ja cool und habe – nach wenig erbaulichen Ergebnissen mit einem (gebrauchten) X-Ufo – einem solchen eine sicheren Listenplatz fest auf der next-gadgets-to-buy-Liste gesichert.
Gestern solperte ich über einen Bericht absonderlichen Inhalts zum Thema bei Spiegel Online. In dem leider nicht einbindbaren Video geht es um einen Quadcopter der Polizei Hannover, der eine um 90 Grad schwenkare (VGA-) Kamera beinhaltet und für seine angeblichen Kosten von 47.000 EUR bislang nur Tests absolviert hat.
Und heute stolpere ich über einen Mashable-Beitrag, demnach der Quadcopter AR.Drone von Parrot für 299,– USD im September auf den Markt kommen soll, ausgestattet mit 2 Kameras und gesteuert mit iPhone/iPod touch:
Sieht schon geil aus, oder? Dafür würde ich mir glatt ‘n iPod touch kaufen ;)
Aber, mal abgesehen davon, daß man mit DIY-Quad- oder gar Hexa-Coptern schon Gewichte bis 1 kg locker in die Luft befördern kann und bei dem Gewicht deutlich bessere Optiken möglich sind: auch Ende 2008 war diese Technik doch keine mehrere zehntausend Euro mehr teuer? Hat Spiegel da schlecht recherchiert oder wurden die bisherigen Gesamtprojektkosten genannt (ohne dies so auszuweisen)?
Brauche wohl mal andere Tassen.
Kultur hui, Wegepflege pfui
Ich möchte hier nur einmal kurz darauf hinweisen, daß die Bürger Güterslohs sich gegen einen Theatherneubau ausgesprochen hatten, als sie ausnahmsweise mal gefragt wurden.
Volkes Wille wurde aber genauso ignoriert wie die schlechte Kassenlage, ein Theaterneubau mußte her und so spart sich Gütersloh jetzt augenscheinlich die Instandsetzung unter anderem der Brücke über die Dalke bei der Weberei? Den Anschein hat es, und daß Gütersloh deftig sparen muß, ist schon lange kein Geheimnis mehr:
In der Sitzung am Samstag, den 21.02.09 scheint man sich auf einen Einsparungsbetrag von 10,9 Mio. Euro verständigt zu haben. In der kommenden Woche werden sich damit die Fraktionen in ihren Sitzungen noch einmal beschäftigen. Am 27. Februar 2009 soll dann der Rat das endgültige Paket
Im Jahre 2010 ist der Nothaushalt nur noch mit drastischen Maßnahmen aufzuhalten:
Die Stadtbibliothek Gütersloh soll nach der Meinung der politischen Mehrheit im Bildungsausschuss 700 000 Euro bis ins Haushaltsjahr 2014 einsparen und ihren Zuschussbedarf von derzeit knapp über zwei Millionen Euro auf dann 1 386 000 Mio Euro senken. […] Die Alternativen, die Haushaltssicherung und Nothaushalt mit sich brächten, seien weitaus drastischer als die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen, dann sei jeder freiwillige Zuschuss in Gefahr.
Aber was soll’s, Hauptsache Gütersloh hat seinen Kulturwürfel, Brücken sind was für Schattenparker; und wen wundert es schon, daß zwischen Berechnungen und Verwaltungsangaben ein paar Millionen Euro Unterschied sind?
Gibt's das Display auch in sparsam?
30% in 2 Stunden …
iTöne
DockStar als Linux-Box, nächste Version
Nachdem ich nun mehrere DockStars mein Eigen nenne und die an verschiedensten PCs hängenden USB-HDDs nun an diesen zusammenführen möchte, habe ich an einem »frischen« DockStar eine neue Methode zur »Befreiung« ausprobiert.
Vorweg: ich benutzte einen selbstgebackenen Linux-Kernel (2.6.32.2 von kernel.org), der um die DockStar-Patches von Alexander Holler, welchen ich auf einer x86-Kiste cross-compile und den ich per tftp mit dem orginalen DockStar-uBoot boote. Aufsetzen eines TFTP-Servers, Patching sowie Cross-compiling des Kernels sind an anderen Stellen im Netz dokumentiert, ich gehe darauf hier nicht ein — unter anderem auch, um nicht falsche Hoffnungen bei Linux-Anfängern zu wecken: der (Unter-) Titel, den Alexander Holler für seinen Artikel gewählt hat – »How to brick your DockStar and void the warranty« – ist kein Scherz; die Gefahr, seinen DockStar zumindest soweit unbrauchbar zu machen, daß man mit einer seriellen Schnittstelle mit TTL-Pegel den Innereien zuleibe rücken muß, ist nach wie vor hoch!
Dies vorausgeschickt, primär als Gedächtnisstütze für mich, mein aktuelles Kochrezept:
- An anderem Linux-PC auf einem USB-Stick oder einer USB-HDD das Filesystem erzeugen. Ich bin gemäß »Manually unpacking a tar ball of Debian on SheevaPlug« vorgegangen, also Debian Lenny (armel) auf Medium ausgepackt.
- Dann nicht vergessen, die etc/fstab dort zu editieren, ich habe auf einem 4 GB-USB-Stick 3 GB /dev/sda1 als ext3 und den Rest als /dev/sda2 für Swap:
/dev/sda1 / ext3 errors=remount-ro 0 1 /dev/sda2 none swap sw 0 0
- Die zum Kernel gehörenden lib/modules- und lib/firmware-Dateien aus dem Kernelbau in das neue Filesystem zu kopieren sollte man nicht vergessen ;)
- Medium vom (x86-) Linuxrechner abmontieren und ggf. beschriften; dann an den ausgeschalteten DockStar stecken und diesen zum ersten Mal booten. Einloggen per ssh und dann blparam holen:
-bash-3.2# mount -o rw,remount / -bash-3.2# cd -bash-3.2# wget http://plugapps.com/os/pogoplug/uboot/blparam -bash-3.2# chmod 755 ./blparam -bash-3.2# cp -p blparam /tmp/.cemnt/mnt_sda1/root/
Der letzte Befehl kopiert das Binary gleich in die neue Umgebung.
- Jetzt die Bootparameter anpassen — dabei auch diese Beispielsdaten natürlich an die lokalen Gegebenheiten ;)
-bash-3.2# ./blparam netmask=255.255.255.0 -bash-3.2# ./blparam ipaddr=192.168.5.236 -bash-3.2# ./blparam serverip=192.168.5.2 -bash-3.2# ./blparam arcNumber=2097 -bash-3.2# ./blparam bootcmd_tftp='tftp 0x800000 uImage ; setenv bootargs root=/dev/sda1 rw rootdelay=5 rootfstype=ext3 ; bootm 0x800000' -bash-3.2# ./blparam bootcmd2b='setenv bootcmd run bootcmd1 ; saveenv ; run bootcmd_original' -bash-3.2# ./blparam bootcmd_original='nand read.e 0x800000 0x100000 0x300000; setenv bootargs $(console) $(bootargs_root); bootm 0x800000' -bash-3.2# ./blparam bootcmd2='setenv bootcmd run bootcmd2b ; setenv mainlineLinux no ; saveenv ; reset' -bash-3.2# ./blparam bootcmd1b='setenv bootcmd run bootcmd2 ; saveenv ; run bootcmd_tftp' -bash-3.2# ./blparam bootcmd1='setenv bootcmd run bootcmd1b ; setenv mainlineLinux yes ; saveenv ; reset' -bash-3.2# ./blparam bootcmd='run bootcmd1'
- Nun noch /root/blparam bootcmd="run bootcmd1" >/dev/null 2>&1 nach /tmp/.cemnt/mnt_sda1/etc/rc.local hinzufügen und auch einmal ausführen.
- Nach einem Reboot sollte nun das neue Linux hochkommen, Zugriff bekommt man wie folgt:
When Debian has started, you can login as user root with the password root.
Disclaimer: Worked for me, your mileage may vary, no liability assumed. You may loose your warranty by doing this. You have been warned. Seriously, don’t try this at home!
Mein erster Versuch schlug fehl, nur jeder zweite Boot klappte, und dann in den »DockStar-Modus«; der Grund war schlicht, daß ich das FS auf dem USB-Stick weder bzgl. /etc/fstab angepaßt hatte noch die Module meines Kernels ‘rüberkopiert. Nachdem ich das nachgeholt hatte, bootete mein dockstar-3 sauber wiederholt ins Debian. Weitere Änderungen: ssh-Keys in /etc/ssh/ neugebaut – sonst hätte ja jeder DockStar identische Host-Keys – und natürlich /etc/hostname angepaßt.
Immerhin, dieser dritte angefaßte DockStar war der Erste, den ich bislang nicht für den Zugang per Console öffnen mußte ;)
Hope this helps; aber, wie gesagt, zur Nachahmung nur dem empfohlen, der sich mit Linux hinreichend auskennt und der auch kein Problem damit hat, den DockStar zu öffnen und an den vorhandenen Pins einen Adapter anzuschließen, um auf die Console zugreifen zu können.
Der Vorteil im obigen Vorgehen ist für mich einerseits, daß ich im sowieso vorhandenen Netz den Kernel per tftp bereitstellen kann und es kein Vertun gibt, von welchem Medium der Kernel nun geholt werden soll (die Reihenfolge der USB-Geräte-Erkennung erscheint mir noch immer teils zufallsgesteuert?), ferner erspare ich mir das Flashen eines zweiten U-Boot in den freien Flash-Bereich des DockStar; evtl. kann man den Bereich ja später für eine initrd nutzen oder ein minimales Root-FS …
[Edit: Unter Punkt 2 stand bis 2010-06-22 02:35 noch »ext2«, was natürlich Blödsinn ist für ein ext3-FS. Das ist mir natürlich nicht aufgefallen, da man ein ext3 ja als ext2 mounten kann, was mein »dockstar-2« auch tapfer gemacht hatte … Ich habe das auf »dockstar-2« (nein, nicht »frogstar-b« ;)) geändert, ihn rebootet … und er kam brav wieder hoch, jetzt mit einem / als ext3. Danke an Detlef, den aufmerksamen Leser!]








