R. I. P., Microsoft IPTV

It’s Dead, Jim!
Zumindest meine X301T hat’s offensichtlich zerlegt. Dieser Microsoft-Crap, die Vorversion vom l33t-»Mediaroom« – der endlich die noch immer in X300T und X301T brachliegenden Standardfeatures wie USB-Host, Nutzung der beiden eingebauten DVB-T-Empfänger sowie das Abspielen von lokalen Medien via Netz bringen sollte

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– spielt toter Mann. Oder eher blöde Box: tot ist’s nicht, nur lobotomisiert, wie es scheint.
Netzwerkconnectivity ist vorhanden; wie ich – da geschlossenes System nur von außen – nachvollziehen konnte, hat dieses Hightech-Energiesparwunder heute kurz nach 16 Uhr den Geist aufgegeben.
Warum? Nicht den Hauch einer Ahnung. Die – intelligenterweise von T-Home auch bei aktiver Nutzung von IPTV z. B. während einer Aufnahme zuschlagende – Zwangstrennung war’s jedenfalls nicht, die letzte fand in der Nacht statt.
Dann werde ich es morgen früh ein letztes Mal probieren, sollte der Fehler noch bestehen die Hotline anrufen und gespannt dem Techniker zusehen, wie er die Aufnahmen von der Platte auf das erwartete Austauschgerät rettet — dem Eigentümer des Systems ist dies ja intelligenterweise nicht möglich, T-Home hat folglich für die Datensicherung bei Defekten Sorge zu tragen. (I intend to make sure you get the pain you asked for ;))
Das sind so die Momente, in denen ich mir wünsche, daß es Projekte wie VDR noch laaaaange geben möge.
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[sup]1[/sup] Von den vollmundigen Ankündigungen des Sommers ist zumindest für T-Home nicht viel übrig geblieben …

Vaporware

Die gute Nachricht: mein VDSL-Equipment kam heute, VDSL-Splitter, -Modem, WLAN-Router und der Mediareceiver für T-Home Entertain – mit 2 eingebauten DVB-T-Receivern. Und wie Heise schon vor geraumer Zeit berichtete, ist wird »Microsoft Mediaroom« das Beste IPTV-System sein seit der Erfindung von geschnitten Brot, und die beiden brachliegenden DVB-T-Receiver wird das Update auch endlich aktivieren …
Ah, halt, da war doch was? Ach ja, richtig: mindestens die Aktivierung der DVB-T-Receiver ist gestrichen; zählt man zwei (»T-Online erklärte gegenüber heise online, dass der aktuelle Media Receiver (T-Home X 300T) die neue Software voll unterstützt. Microsofts Mediaroom wird auch die DVB-T-Fähigkeiten des Geräts aktivieren.«) und zwei (»Es ist nicht geplant, die DVB-T-Tuner in den Media Receivern X300 T und X301 T zu aktivieren.«) zusammen, würde es mich nicht wundern, wenn schon bald »Mediaroom« auf die Vaporware-Liste käme.

T-Home Entertain: Straßenfeger oder doch Ladenhüter?

Ich geb’s ja zu: ich verstehe Konzerne nicht. Die Deutsche Telekom schob rund 120 Millionen Euro über den Verhandlungstisch zur DFL, um drei Jahre lang die Fußball-Bundesliga per IPTV vermarkten zu dürfen.
Heute, über ein Jahr nach dem offiziellen Start von VDSL, bringt sotel die Meldung, daß die initial auf 20.000 Kunden beschränkte Bundesliga-für-lau-Aktion nochmals verlängert wurde:

Entertain: Bundesliga Saison 2007/2008 für 0 € verlängert
Aktion verlängert bis 19.11.2007
Das Highlight für Fußball-Fans: Die ersten 20.000 Entertain Comfort / Comfort Plus Kunden bekommen eine Wohnzimmer-Dauerkarte für alle Spiele der Saison 2007/2008! Das bedeutet: Alle Entertain Comfort / Comfort Plus Kunden, die im Aktionszeitraum vom 6. August bis einschließlich 19. November die Zubuchoption „Bundesliga auf Premiere powered by T-Home Aktionsangebot“ buchen, erhalten die Bundesliga für die gesamte Saison 2007/2008 kostenlos.

 
Nun widerspricht sich dieser Eintrag durchaus selbst – was ist mit der Begrenzung auf die ersten 20.000 Kunden, ist diese Zahl bis zum Stichtag technisch gar nicht mehr möglich, oder erklärt die Telekom kurzerhand alle Bucher zu Gewinnern dieser Lotterie, indem gar keine Zählung stattfindet? –; aber er deckt sich mit den Aussagen meines Entertain(er)s, daß es eine Aktion gäbe, daß die Bundesligaoption ein Jahr kostenlos wäre.
Bleibt für mich, den Fußballenthusiasten schlechthin, nur die Hoffnung, daß mein Entertain(er) auch das richtige Angebot selektiert hat, obwohl da 9,99 €/Monat auf der Bestätigung steht … (Und natürlich die stete Angst, daß Nachbarn spitz bekommen könnten, daß hier die Bundesliga verfügbar ist und über Selbsteinladung ich zum Schauen genötigt werden könnte ;)) Da fällt mir ein, ich muß mich noch um das Hacking der X301T kümmern …
Aber zum Thema: was ich nicht verstehe ist, warum die Telekom rd. 40 Millionen je Spielzeit angeblich ausgegeben hat, um die Bundesliga per IPTV verbreiten zu dürfen (nicht exklusiv obendrein; Arena darf Berichten nach ebenfalls auch über IP »senden«), wenn man dieses vermeintliche Pfund später auf diese Art und Weise verschenkt?
Für mich bedeutet dies, daß bislang die Akzeptanz nicht in dem Maße da war, einerseits für Bundesliga über IPTV und andererseits für die »Entertain«-Pakete. Beides kann ich nachvollziehen, denn nicht jeder konnte sein Wohnzimmer schon im Rohbau mit Leerrohren und Cat. 5-Dosen ausrüsten, sodaß ein IP-Zugang am Fernseher ohne wilde Verkabelung vom Hausflur aus möglich ist.
Der STB-Vorläufer aus T-Vision-Zeiten, die S100, hatte immerhin noch 802.11g-Funktechnik an Board, für die damals max. 6 Mbit/sec (oder war schon 16 MBit/sec verfügbar?) war das weitgehend ausreichend und durch die Paketierung mit einem Speedport W50xV war die Zuspielung der TV-Inhalte per WLAN zumindest theoretisch möglich. Die X30xT-Geräte haben IIRC kein WLAN an Board, sind also immer per Kabel anzuschließen — und welche vor 1999 gebaute Wohnung hat einen Netzwerkanschluß neben der Antennendose?
Ich denke ja auch weiterhin, daß IPTV im Broadcast-Bereich, also als Alternative zu Kabel, Sat oder Antenne, es in Deutschland auf absehbare Zeit schwer haben wird; wer schon Sat oder Kabel hat, braucht eigentlich kein (A|V)DSL für’s Fernsehen … Mit intelligenten Angeboten hingegen, Zugriff auf ein TV-Archiv als Alternative zum heimischen VHS-/DVD-Recorder, konkurrenzfähigem Pricing bei VoD (Video on Demand; »Konkurrenz« seien hier die Videotheken und deren Filmpreise) hingegen böte IPTV einen echten Mehrwert. Insofern bin ich doch schon ein bißchen gespannt auf »mein« T-Home Entertain …

VDSL als Addon?

Hmm, Google Maps meint, ich wäre ca. 0,9 km von der zuständigen Vermittlungsstelle entfernt. Laut Elektronik Kompendium liegt die Grenze für 25 MBit/sec bei VDSL2 (umgangssprachlich als VDSL bezeichnet) bei just 0,9 km; 50 MBit/sec gibt’s gar nur auf 300 Meter(!) Kupferkabellänge:

Leitungslänge Downstream Upstream
1,4 km 12,96 Mbit/s 1,5 Mbit/s
0,9 km 25,86 Mbit/s 2,3 Mbit/s
0,3 km 51,85 Mbit/s 13 MBit/s

 
Recherchen über den Verfügbarkeitscheck ergaben denn auch, daß rd. 100 Meter weiter noch VDSL 25 als Entertain Comfort VDSL bestellt werden kann; rd. 200 m von meiner Adresse hingegen ist mit Entertain Comfort am »T-DSL 16plus« Schicht im Schacht.
Damit erklärt sich für mich die Frage, wieso an meinem Telekom-Anschluß hier in Gütersloh VDSL verfügbar sein soll: die Vermittlung ist grade noch in VDSL2-Reichweite, sodaß nur das Modul im DSLAM von ADSL2+ auf VDSL gewechselt werden müßte (sofern der denn schon so modular aufgebaut ist; bei ADSL2+-Tauglichkeit setze ich das einfach mal voraus). Bei einem flächendeckenden – oder zumindest die Stadtparkumgebung abdeckenden – VDSL-Ausbau wäre alle rd. 300 bis 500 Meter(!) ein Outdoor-DSLAM nötig, um die 50 MBit/sec auch wirklich zum Kunden zu bringen.
Soweit die Theorie; wie die Praxis aussieht, wird sich mit der Auftragsbestätigung in ca. 9 Tagen vielleicht klären. In der Zwischenzeit beneide ich dann schon mal Leute wie den Herrn Astel, die gar VDSL 50 bekommen haben ;)

Yes! VDSL comes to town!

Zumindest, wenn man der Onlineprüfung bei T-Home glauben darf, ist an meinem T-Com-Anschluß nun neben dem gebuchten DSL 16000 auch VDSL 25 (25 MBit/sec down-, 1,5 bis 5 MBit/sec upstream) möglich.
Leider verlöre ich bei einem Wechsel vom aktuellen Call&Surf-Paket auf das VDSL-Entertain-Paket die aktuell kostenlose T-Hotspot-Option — gut, nutzen konnte ich sie bislang nicht, aber warum auf etwas verzichten, was latent nützlich ist? Mich reizt an VDSL insbesondere der höhere Upstream, fragt sich nur, ob ich eher bei 5 MBit/sec landen würde (dann wäre es zu überlegen) oder eher im unteren Bereich bei 2 MBit/sec (dann wäre der preisliche Offset von rd. 20 EUR/Monat für VDSL statt DSL 16000 vielleicht sinnvoller in ein 16k-Angebot eines alternativen Anbieters zusätzlich investiert)?
Jammern auf hohem Niveau: seufz, immer diese Entscheidungen! ;)
[Update, 8:45] Tja, online geht’s mal wieder nicht: »Ihre Adressangaben konnten trotz BKTO nicht eindeutig einem Kunden zugeordnet werden. Bitte wenden Sie sich an unsere kostenlose Hotline: 0800 2000 210«. Mit Zeichensatz manuell auf UTF-8 gestellt gab’s dann eine Fehlermeldung, die auf ein gesprengtes Frontend hindeutete — T-Home.de scheint noch ISO-8859-1-Area zu sein? Anyway: ich habe dann halt fernmündlich bestellt, binnen der nächsten 10 Tage soll die schriftliche Auftragsbestätigung kommen — ich bin ja mal gespannt. (Nicht zuletzt, ob T-Home, anders als damals T-Com, denn die Hardware rechtzeitig rausschickt und den Umschaltzeitpunkt von ADSL2+ auf VDSL richtig terminiert …) Ach so, das für die ersten 20.000 Besteller kostenlose »Bundesliga auf PREMIERE powered by T-Home«-Package habe ich natürlich auch buchen lassen; mit der Versicherung »sollte es Ihnen berechnet werden, können Sie es ja wieder rausnehmen lassen. Es ist für uns leider nicht einsehbar, wann die 20.000 erreicht sind, wir können das nur so machen. Aber Sie haben ja ein 14tägiges Rücktrittsrecht.« Dann muß ich mich wohl langsam mal umschauen, wie ich den X301T dazu bewegen kann, auch mein heimisches Videoarchiv abzuspielen; und wie ich meine Anbindung umbaue, sodaß der X301T-Receiver nativ im T-Netz hängt … [/Update]

Videotext im digitalen Zeitalter

Ein Eintrag im Pottblog zu des Bloggers Erfahrungen mit IPTV der Telekom lies mich aufhorchen:

Da es bei IPTV nicht die sogenannte “Austastlücke” gibt (über die erst Videotext gesendet werden konnte), kann man den Videotext auch nicht direkt über den Fernseher steuern sondern nur über den Media-Receiver.

 
Nunja, so ganz zwingend ist das nun nicht; die offene Software »VDR« für den Empfang und die Aufzeichnung von DVB-Signalen (via Sat, Kabel und Terristrisch; DVB-C, DVB-S bzw. DVB-T) ist durchaus in der Lage, den – mangels Austastlücke ebenfalls digital ausgestrahlten – Videotext auf geeigneten Ausgabegeräten (mindestens den sog. Premium-Karten mit MPEG2-Decoder und FBAS-Ausgang) TV-konform wiederzugeben.
Sofern also über T-Home-IPTV die Videotext-Informationen ebenfalls übertragen würden – was offensichtlich der Fall ist –, sollten diese durchaus auf dem TV-Gerät standardkonform anzuzeigen sein — das ist eine reine Fleißaufgabe der STB …