As the recent interesst in British Company Studivz Ltd., which is, upto now at least, run by three students (employing roughly 50 people) currently leads to “Studivz” being No. 1 phrase in Technorati searches, lots of people start wondering what all this German (definitely not Dutch ;)) babbling is about.
To put it in a nutshell, one student named Ehssan Dariani saw facebook during his intern at spreadshirt in the US, saw it’s potential for the german and european market and founded Studivz Ltd. with another student and some external money; there are hints that his copycat, Studivz is indeed at least at the CSS level copied from facebook. Others claim this is purely by chance, since both used the same book on website design during development …
Recently, Studivz won the “Online Star 2006”, despite the fact that there are massive problems with site stability for several months now. See article on SPIEGEL online, Dariani blames the hoster for that, who in turn rejects that and claims that the software isn’t as capable as neccessary. Later on, Dariani reveals in the official Blog of Studivz that the software, written one year ago for some hundred concurrent users, does not cope well with several thousand concurrent users using the site today. (English translation via Google available.)
Dariani publishes strange Interviews on the Studivz company blog, the other company founders were found already to have grabbed domains of competitors and lately there was some fuzz about Dariani being the domain holder of voelkischerbeobachter.de and voelkischer-beobachter.de; currently redirecting somewhere else, these domains were allegedly used to invite to a Studivz-Party on 2006-07-15.
While currently the original content is not available in full, parts of it are leaking out. While Dariani claimed satirical intentions before, those site(s) seem to have shown something resembling the “Völkischer Beobachter”; see en.wikipedia.org or de.wikipedia.org … The image, when enlarged, features in the middle something resembling the logo of Studivz, as can be seen by overlaying the enlarged image with a 5% upscaled current logo. Still, it’s unclear whether this is a bad joke on Dariani/Studivz or if it’s one made by him.
More on karsten-wenzlaff.de/, pulse2.0, fimpern.de; German summaries at Customer of Hell and current issues at Rebellmarkt.
An not up-to-date article on Studivz in English from MSNBC is available as well.
Impact
Nummer eins in der Suchliste bei Technorati — nach Platz 6 am 06.11. mittlerweile Topscorer.
Respekt. Erst Online Star 2006, nun auch in der Blogospäre angekommen. Was kann da noch schiefgehen?
Exit
Oh what a day. Aber er fing ja auch vielversprechend an — jedenfalls, was die Nachrichten- und Gerüchtelage rund um das Studiverzeichnis betraf. Nachdem Peter Turi heute morgen die bisherigen Mutmaßungen bestätigte …
Dariani hat vor Monaten zu einer Party seines Studenten-Netzwerkes StudiVZ, das zu den heißesten Startups 2.0 in Deutschland gehört, mit einer umgestalteten Titelseite des NSDAP-Kampfblattes “Völkischer Beobachter” geladen. Anstelle des Hakenkreuzes im Titel stand das StudiVZ-Zeichen. Konsequent schmerzfrei, wie Dariani nunmal ist, hat er für den Party-Gag auch gleich die Adressen www.voelkischerbeo– bachter.de und www.voelkischer-beobachter.de reserviert.
…, gab die Blogospähre richtig Gas, dazu gleich mehr.
Vorab noch ein bißchen on-the-fly Montage: Mittels Überlagerung zweier beim Zugriff direkt geladener Bilder wird hier das bislang öffentlich auffindbare Material, dessen Authentizität aber noch nicht bestätigt wurde, um den Faktor 4 vergrößert und dann in der Mitte des Bildes das aktuelle Studienverzeichnis-Logo um 5% vergrößert eingeblendet. Die Paßform ist erstaunlich, viel spricht daher für Turis Aussagen. (Randnotiz: natürlich ist so ein cgi eine Sollbruchstelle, DOSen leicht gemacht. Falls es zu einem Lastproblem kommen sollte … redirecte ich notfalls auf die Kaffeewerbung im Studiverzeichnis, also nicht wundern ;-))
Wenngleich es natürlich schwer fällt, den derzeit in vielen Blogs zu findenden vermeintlichen Ausschnit aus dem angeblichen Dariani-Werk zu vergleichen, so scheint doch dieses GIF eines orginalen V-B Ausgangspunkt für die Bearbeitung gewesen zu sein. Bedauerlich, daß bislang kein kompletter Screenshot aufgetaucht ist; aber letztlich ist das wohl nicht mehr nötig.
Im Studivz-Blog schreibt Ehssan am 22.08. (Hervorhebungen durch mich):
(zensiert: Einige Freunde von mir hatten (zurecht) grosse Bedenken, dass es wieder Ärger geben könnte seitens der pc-Polizei (Für Insider: Stichwort b-day-Einladung und studiVZ-Party vom 15.07….). Leider haben zu viele Leute nicht die geistigen Fähigkeiten den (Un-)Sinn von Satire zu erfassen.
Hmm, »pc-Polizei«? Sollte es um den 15.07.06 ob der vielleicht satirisch gemeinten »Bearbeitung« eines »Völkischen Beobachters« und der – vermuteten – Veröffentlichung auf den nun sattsam bekannten Domains schon Stimmen gegeben haben, die Ehssan zum Realitycheck aufforderten?
Hat offensichtlich dann nicht wirklich gefruchtet — und das ist meines Erachtens der Grund, weshalb die Finanziers des »Projektes« Studivz sehr gründlich über die zukünftige Rolle und Stellung Ehssan Darianis, Empfänger des Online Stars 2006 für Studivz, nachdenken sollten.
Obige Äußerungen, demnach wohl rd. einen Monat nachdem »einige Investoren und Freunde daraufhin Ehssan kräftig den Kopf gewaschen haben, er den Fehler eingesehen und Besserung gelobt habe« (Turi) getätigt, deuten für mich auf ein hohes Maß an Uneinsichtigkeit hin. Ob das Grund genug für die Testierung einer Merkbefreiung ist?
Als Aushängeschild müßte der Ideengeber (so zumindest lt. diversen Interviews, wonach er die Idee aus den USA, äh, »mitbrachte«) damit eigentlich Geschichte sein; ich bin gespannt, wie die Studivz Ltd. bzw. ihre deutsche Niederlassung mit dem »erfolgreichen Web-2.0-Unternehmer« (Turi) weiter verfährt.
Zwei, drei Kleinigkeiten in Peter Turis Abhandlung allerdings erscheinen mir einer Kommentierung wert und werden daher im Folgenden hervorgehoben:
Ich bitte Abstand zu nehmen: von Gerüchten, Ehssan sei ein Neonazi, ein Agent der Weltverschwörung oder sonstwas. Das ist Humbug. Ehssan ist ein netter junger Mann, der derzeit viel Erfolg und wenig Schlaf abbekommt, von der Grundkonstitution her nicht zum Grübeln neigt und dringend einen gestandenen Kommunikationsberater braucht.
Also bitte, lieber Blogger-Kollege: Kirche im Dorf lassen. Ehssan ist ein junger Mann, der riesigen Erfolg hat, weil er vif, fleißig und kurz entschlossen ist. Manchmal schießt er über sein Ziel hinaus, soll vorkommen bei 26-Jährigen. Messt ihn bitte an seinen Taten bei StudiVZ, nicht an schlechten Party-Gags, naiven Videos und leichtsinnigen Blog-Kommentaren.
Naja. Wie ich schon schrieb: »Irgendwie wäre es nett, wenn Ehssan auch dieses mal erklären würde; wenngleich es seine private Spielwiese sein mag, es wirkt … sonderbar.«
Ein »erfolgreicher junger Mann« ist doppelt, da müssen wir einen abziehen. Warum ein Alter von 26 zur Absolution führen soll, ist nicht nur mir unklar.
An den Taten bei Studivz mögen wir ihn messen? Gerne, nur: liegt die Präferenz auf einer gefakten Grafik aus dem Dritten Reich samt zugehöriger Domains; auf den Veröffentlichungen von »Interviews« mit z. B. nicht ganz nüchternen Frauen auf einem WC oder eher an den Performance-Problemen, die die wenigen Entwickler nach wie vor nicht im Griff haben?
Die Idee hinter Studivz.de ist, wenngleich (nicht nur die Idee?) geklaut, offensichtlich etwas, was viele Nutzer anspricht. Für die ca. 1 Million Nutzer nach eigenen Angaben gebührt Dariani, Brehm und Bemmann Anerkennung, keine Frage. In der Summe aber ergibt sich nicht mehr das Bild eines vorzeigbaren Unternehmens, selbst falls keine der Aktionen, in die das Unternehmnen Studivz verwickelt ist, juristisch angreifbar sein sollte.
Domaingrabbing von Adressen des Wettbewerbs, das Fingerpointing wg. der Performanceprobleme, die an Dritte-Reich-Propaganda ‘satirisch’ angelehnte Studivz-Party-Einladung, dann noch die fragwürdigen Mittel der Werbung in Frankreich und als aktuelles Sahnehäubchen »die Rattenlinie nach Barcelona« — vielleicht kann man ein Unternehmen so aufbauen, müssen muß man das aber glaube ich nicht.
Genug geschrieben, hier noch ein bißchen weiterführender Lesestoff: »StudiVZ Barcelona-Connection: Deine Daten und wer sie bekommt« (blogbar), »StudiVZ-Gründer und der Völkische Beobachter« (visualblog), »StudiVZ: Gib der Anonymität keine Chance!« (YAMB.BETA²), »StudiVZ: Braune Grütze kocht nun doch über« (basicthinking), »Gruscheln bis der Partner kommt« (GoetheBlog), »StudiVZ – Nazigate?« (customerofhell), »Es soll wohl nicht aufhören« (i-jeriko), »copycat« (die-wohnung.com) und »Wir werden sehen.« (betablog).
Studivz — die allmorgendliche Zusammenfassung
Die Gastgewerbe Gedankensplitter machen sich am Mittwoch Gedanken über den Wert den Datensammlung, die es Dank und in Studivz nun gibt.
Ich sehe weniger die Gefahr, daß Bewerber, die sich auf traditionellen Wegen bewegen, vom Arbeitgeber gescannt und ausgesondert werden, als die Chance, daß Arbeitgeber in solchen Portalen aktiv nach geeigneten Bewerbern suchen. Wo anders kann man sich als Arbeitgeber einen Teil des Freundeskreises von Bewerbern anschauen, wo einen Blick werfen in Fotoalben mit Fotos seiner Familie?
Mal abgesehen davon, daß das formal wohl Fake-Accounts voraussetzten würde, würde dies allgemein von Human ResourcesPersonalabteilungen praktiziert: durch die freizügige Verlinkung kann ein Außenstehender über die vom Nutzer gepflegte Liste »meine Freunde« einfach auf z. B. unvorteilhafte Bilder des Nutzers bei einem Freund kommen, wobei weder Freund noch Nutzer – zum Datum des Einstellens – die Bilder mit der Unterhose auf dem Kopf am Strand von Ganzweitweg in der Morgendämmerung problematisch fanden. 
Konsturiert? Unvorstellbar? Eigentlich nicht: Man kann das dieser Tage sogar live nachvollziehen: Man sehe sich nur die aktuellen Aufräumaktionen im Umfeld des Studivz-Mitgründers Ehssan Dariani an — welche Ausmaße das revidierte Verständnis bzgl. der öffentlichen Zurschaustellung der eigenen und befreundeter Personen haben kann, kann man auch rechts am Screenshot von Googles Cache sehen.
Und wer es noch immer nicht glaubt: heise online berichtet unter dem Titel »Säuberung von Jugendsünden aus der Online-Geschichte« über eine entsprechende Unternehmensgründung.
In dem Zusammenhang sei ein Verweis auf den aktuellen Blogeintrag auf YAMB.BETA² verwiesen:
Während gestern noch unklar war, ob und welche Inhalte auf den beiden von StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani registrierten Domains voelkischer- beobachter.de und voelkischerbeobachter.de hinterlegt waren, machte heute ein – in meinen Augen – authentisch wirkender Screenshot die Runde durch Klein-Bloggersdorf und die angrenzenden Redaktionen. […]
Und dann? Dann wissen wir, dass Dariani nicht nur merkwürdige Filmchen auf Berliner Toiletten dreht, sondern wohl auch jegliches Gespür bei der Gestaltung weböffentlich verbreiteter Partyeinladungen vermissen lässt.
Falls das, das dort angedeutet wird, sich als wahr herausstellen sollte – das Bild zeigt, bei vierfacher Vergrößerung besser erkennbar, etwas, daß dem Studivz-Logo ähnelt sowie eine Text. der auf einen Kontext Studentennetzwerk hindeuten könnte –, dürfte es Studivz auch als Firma, durch die Verquickung mit Ehssan Dariani, schwer haben, da sauber rauszukommen, ohne sich völlig von Ehssan zu trennen.
Da nützten dann auch noch so viele Imagefilmchen nichts, wie der, der bei Robert Basic just verlinkt wurde.
Wobei: so ganz PR-optimal ist der Film ja auch nicht, der geneigte Flashfilmchenschauer achte auf die Texte auf der Eingangstür, auf die Beteuerung Ehssans, daß seine »Interviewpartner« ja immer wußten, daß er sie interwiewe und insbesondere auf das, was »einer der wenigen Techniker bei Studivz« der Zielgruppe rät: macht nicht soviel IM sondern vorzugsweise mehr AUSSERHALB des Studivz … Die PR kommt noch immer etwas studentisch-unvollkommen rüber ;)
Ehssan Dariani ist kein Journalist …
… stellt donalphons bei Rebellen ohne Markt fest. Schaut man sich die jüngsten Blogbeiträge bei Studivz an, genauer die ab Nummer 67 (in der Übersicht besser zu sehen), fällt auf, daß die sie namentliche Kennzeichnung Ehssans vermissen lassen. Zufall oder sind die Zeiten der Verquickung des Studivz-Blogs mit eines Gründers privaten Gedanken zu Welt da draußen vor den Bildschirmen nun – aus vielerlei Gründen: endlich – vorbei?
Noch in Eintrag 60 hieß es:
Nehmt es mir nicht über, aber ich sehe die Kernaufgabe meines Blogs darin, die Studis mit (technischen) Infos rund um das VZ zu versorgen. Manchmal geht es aber auch nur um sinnlosen Spass… Mir fehlt leider die Zeit allerlei Diskussionen zu moderieren. Hierfür gibt es Foren.
VG
Ehssan Dariani.
Ich hoffe allerdings, daß Ehssan der Blogosphäre erhalten bleibt; es gibt ja noch immer sein http://dariani.blog.de/, wo er seine Sicht der Welt allen mitteilen kann, ohne den direkten Bezug zu Studivz — dem ehemaligen ambitionierten Studenten-für-Studenten-Projekt, welches sich anscheinend anschickt, ob des großen Erfolges seine Gründer zu fressen.
Hoffentlich lohnt es sich dann wenigstens finanziell für die Gründer, denn, darf man den Gerüchten und Berichten um die Finanzierung glauben, dürften sie ja das eine oder andere Prozentchen Unternehmensanteil abgegeben haben. Oder investieren die VCs der Blase2.0 neuerdings gegen einen warmen Händedruck und einen Danksagungskarte zu Weihnachten?
Noch ein Vorschlag zur Güte: nachdem man nun evtl. einen professionellen Schreiberling zur Hand hat, warum verbindet man die schein’s obligatorische »Funktion ist grade aus«-Seite nicht mit einem zeitversetzten Redirekt auf’s Blog — in Anlehnung an einen Kommentar:
Ja du hast recht. Es macht einfach keinen Spaß mehr, wenn das Studi ständig nach Kaffeepäuschen schreit. Ich habe in der letzten Zeit soviel Kaffee getrunken, dass ich schon einige Nächte nicht mehr schlafen konnte und wie ein Känguru durch die Wohnung gesprungen bin, wobei ich mir ständig den Unmut meiner Mitbewohner eingefangen habe, da sie offensichtlich nicht oft im studi sind und keine Kaffeepausen machen. Jedenfalls wollen sie um 4 Uhr früh lieber schlafen als mit mir durch die Wohnung springen.
Zum Schluß vielleicht noch was zu diesen *beobachter-Domains: seinerzeit im Usenet hieß es, das Ende der sachlichen Diskussion sei erkennbar am Beiziehen von Nazi-Vergleichen; so einfach sollten wir es uns hier nicht machen.
Bislang wurden Fragen nach dem Sinn und Zweck dieser Domains gestellt, ferner gibt (gab?) es Fundstellen im Netz, die eine Nähe Ehssans zum braunen Sumpf suggerierten – je länger eine Erklärung ausbleibt, desto mehr werden die Gerüchte ins Kraut schießen, das ist, leider, ganz normal. In seinem Blog thematisiert Jörg-Olaf Schäfers:
Nun aber allein aus den Domainnamen etwas abzuleiten, insbesondere eine rechte Gesinnung, ist schlicht indiskutabel. Angeblich existierende „Kommentare in diversen Blogs“, die den Verdacht stützen könnten, habe ich bisher nicht gefunden.
Dazu eine Augenzeugin(?):
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mein Forumsbeitrag solche Wellen schlägt – vor allem Monate später. Inzwischen sind Kommentare von Dariani oder ganze Blogs nicht mehr über einfache Hilfsmittel wie Suchmaschinen zu erreichen. Unter diesen Umständen gibt es natürlich auch keine Anhaltspunkte mehr für meine Behauptung. Vielleicht hätte ich Screenshots machen sollen?
Was immer dran ist – oder auch nicht: so, wie virales Marketing, vulgo Mundpropaganda, nun einmal funktioniert, sehe ich etwas dunkel für Ehssans Reputation, wenn die Blogosphäre sich weiter von der Existenz einer Domain hin zu einem entfernten Ziel hochschaukelt … Und das wäre dann wirklich schade.
Weitere Links zu dem Thema: fimpern.de
Unternehmenskommunikation2.0 im Weltraum?
Wie heise online berichtet, bieten »Intel und SpikeSource eine integrierte Web-2.0-Suite für den Unternehmenseinsatz an«; enthalten: Wiki, Blogging-Software RSS-Reader sowie ein RSS-Feeds-Erzeuger.
Sind interne Wikis und Blogs ein Muß in der Geschäftswelt 2006 — oder ist auch diese Aktion nur eine Ausprägung dessen, was ich Blase2.0 nenne? Sicher vor dem 2.0-Hype scheint man nur noch im Space Shuttle zu sein, denn diese kennen nicht einmal Neujahr, sondern zählen einfach weiter, vom 365. Tag zum 366. und so weiter. Denn: »Es war nie vorgesehen, die Space Shuttles zum kalendarischen Jahreswechsel im All zu haben”, erklärt der Leiter des Space-Shuttle-Programms«.
Ganz sicher eine Blase2.0-Wahnsinnstat ist der vor zwei Tagen erfolgte der Kauf von Blocks durch Spreeblick, einem der bekannteren deutschen Weblogs. Wieder ist von utopischen Summen die Rede, die investiert wurden; ich frage mich, ob das Familienunternehmen dafür sich mit Venture Capitalists einlassen mußte, Börsengang nicht ausgeschlossen?
Auf den Schreck brauche ich erstmal mehr Kaffee …
Spammer, Domaingrabber, Rechtshumoristen — Projektpushing 2006
Ist schon schräg.
Die seinerzeit von Ehssan Dariani selbst – via Studivz.de/blog – publizierten weniger den Mainstreamgeschmack treffenden »Inter- views« (»was ist Deine Botschaft« könnte Ehssans Reportage-Markenzeichen werden) wurden seinerzeit eher belächelt; heute werden sie förmlich zerrissen. Ist das die Meinungsbildung in Aktion, von der man so oft hört?
Naja, mittlerweile spricht Tilo Bonow mit der Presse für Studivz, Vermutungen in der Blogbar tauchen auf, daß er oder ein anderer PR-Mann auch schon Ehssans jüngere Blogbeiträge (mit-)textet. Fragen wirft der Hinweis auf Technorati auf — gehört der ganze Rummel gar zum viralen Marketing-Ansatz?
Nach Gerüchten über die aktuelle Finanzierung des schnuckeligen 3-Personen-Studentenprojekts – welches seit August 25 Mitarbeiter und seitdem eine Burn Rate von mutmasslich zwischen 60.000 und 100.000 Euro im Monat haben soll, gemeint ist die studiVZ Ltd., eine Gesellschaft britischen Rechts mit beschränkter Haftung – werden derzeit die lokalisierten Auftritte der studiVZ Ltd. in anderen Ländern unter die Lupe genommen. Don Alphonso läßt kaum ein gutes Haar an der Durchführung. Außerdem gibt es eine Geschichte über fragwürdige Werbemaßnahmen in Frankreich in der Zielgruppe für StudiQG, dem französischen Portal von Studivz.
In Studivz-Blogeintrag Nummer 69 – nicht verlinkt, da man in 68 droht, die Publicity auszuschlachten …
In den letzten Wochen und Monaten hat sich dieser Blog – fast unbemerkt von uns – zu einer reichweitenstarken und sichtbaren Plattform entwickelt.
… und zumindest ich dem nicht Vorschub leisten will – allerdings schreibt man was sehr interessantes:
Weiterhin arbeiten unsere Tech-Jungs und Mädels an der Stabilisierung der Seite. Tag und Nacht. Die anderen Aktivitäten wie die Internationalisierung oder der Liedermacher Wettbewerb haben auf diese Arbeit natürlich keinerlei Auswirkungen, da sie das Tech Team nicht mehr betreffen.
Spannend. Ob dann das am 22. August in http://www.studivz.net/blog/ angedrohte »studiVZ – on SpeeeeED!« noch dieses Jahr kommt, daran wird man u. a. den Wahrheitsgehalt jener Aussage messen können. Es gibt jedenfalls Zweifel an der Funktion der Software. Ehssan Darianis Einlassung …
Wegen der technischen Priorisierung muss die finale Abstimmungsrunde bis auf weiteres verschoben werden. Aktuelle Infos in der Gruppe: studiVZ Liedermacher – die Kandidaten. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
… stimmt mich zumindest denn auch eher nachdenklich.
Auch die Affäre um die Dariani-Domains voelkischerbeobachter.de und voelkischer-beobachter.de – siehe auch hier sowie bei Blogbar – wird skurril: Mittlerweile wurde auch auf www.voelkischerbeobachter.de ein Redirect aktiviert (vormals kam eine Präsenz-im-Aufbau-Providerseite):
--01:21:02-- http://www.voelkischerbeobachter.de/ Resolving www.voelkischerbeobachter.de... 213.155.64.209 Connecting to www.voelkischerbeobachter.de|213.155.64.209|:80... connected. HTTP request sent, awaiting response... 301 Moved Permanently Location: http://german.imdb.com/title/tt0780568/ [following] --01:21:02-- http://german.imdb.com/title/tt0780568/ Resolving german.imdb.com... 207.171.166.140 Connecting to german.imdb.com|207.171.166.140|:80... connected.
Interessanterweise zeigt der Forward auf den IMDb-Eintrag zu dem vom Domaininhaber am 07.11.2006 04:15 lt. Blogeintrag 66 angesprochenen Film »Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler«, zu dem Ehssan Dariani schreibt: »Hier werden offenbar mit Stilmitteln der SATIRE und der PARODIE die Faschos und ihre Institutionen (Posten, Ministerien, Zeitungen) der Lächerlichkeit preis gegeben und so demaskiert. Eine mutige Art, die Dummheit solcher Ideologien/Leute offen zu legen.«
In der Blogosphäre kommt das nicht ganz so rüber, weder mittlerweile politisch korrekte Inhalte über extreme Drittes-Reich-Begriffe als Domainnamen, noch die Säuberungsaktionen im Web, um Ehssan und damit auch Studivz wieder zum Liebhabeobjekt zu machen; siehe auch den goetheblog, Party-on Viral-Dudes … für die Sache! und customer of hell.
Ob das aber geschickt ist, jetzt noch?
Ich denke, jeder, insbesondere die datenstrip- tease praktizierenden Mitglieder in Studivz und ähnlichen Verzeichnissen, sollte sich diese Aktion zum Anlaß nehmen und nochmal gründlich nachdenken, welche Details sie von sich öffentlich gemacht wissen wollen. Und mindestens halböffentlich ist Studivz, sei es ob der Teilnehmerzahl, sei es ob der Leichtigkeit, einen Zugang zu bekommen.
Vielleicht, damit es nicht untergeht, auch hier der Hinweis auf Investigativblogger Don Alphonsos Beitrag zur Finanzierung von Studivz im Kasi-Blog … Im Auge haben sollte man dann aber auch, was Don, wenn auch scherzhaft, ausführte:
Doch, hier geht es darum, ein Web2.0 Startup mit Web2.0 Methoden tot zu machen :-)
Hmm … Dasistjetztauchwiedernichtsonett,eigentlich.
Naja, so ist es mit Meinungen, Halbwahrheiten und nicht verifizierbaren Insiderinformationen: bitte nur mit ‘ner Prise Salz geniessen. So bitte auch abschließend Don Alphonsos Andeutungen in der Blogbar einordnen:
Wer wissen will, was in meinem Kommentar gemeint ist, suche bei StudiVZ mal nach Gruppen mit “Israel” und “Juden”. Klar, soviel geld, dass sie das immer überprüfen können, haben sie nicht, ist ja auch nicht öffentlich.
Starten wir also in die zweite Hälfte einer eventuell noch spannend werdenden Woche2.0BETA. »May you live in interesting times.«
Amazon geht unter die Hoster?
»Amazon wird zur Webservices-Firma« titelt Fischmarkt.
Konkret geht es um einen BusinessWeek-Artikel (“Jeff Bezos’ Risky Bet”) der kommenden Ausgabe.
Bezos is initially aiming these services at startups and other small companies with a little tech savvy. But it’s clear that businesses of all kinds are the ultimate target market. Already, Amazon has attracted some high-powered customers. Microsoft Corp. (MSFT ) is using the storage service to help speed software downloads, for instance, and the service is helping Linden Lab handle the crush of software downloads for its fast-growing Second Life online virtual world.
Wer weiß, vielleicht lösten sich ja die Performanceprobelme von Studivz in Luft auf, würden sie zu Amazon umziehen — und falls nicht, könnte ja auch Amazon vom Studivz-Chefblogger in Grund und Boden geblogt bzw. die Amazon-Server durch den Hinweis in der Community überrannt werden ;)
SPIEGEL ONLINE zu Studivz ..
In einem englischsprachigen Artikel auf SPIEGEL Online gibt es augenscheinlich erstmals Aussagen des Hosters von Studivz:
The problem is that as many as two-thirds of all registered users may be logged on at the same time, according to Dariani. The servers and the site itself simply cannot keep up with the traffic. The problem, of course, is one many Internet start-ups run into. The solution? Buy more equipment.
Yet what sounds easy enough, isn’t in the case of StudiVZ. Dariani’s host, Telefónica/O2 has so far refused – and he is furious. He says that Telefónica wants cash upfront before it will deliver the new servers – despite an original installment agreement. A breach of contract, says Dariani.
Telefónica, not surprisingly, sees things differently. “It is true that there were delays in the provision of servers to StudiVZ,” Telefónica spokesman Nadine Kleinert concedes. But “in our view, the performance problems on the StudiVZ Internet pages are not caused by a lack of servers, but rather by their own Web applications, which are the sole responsibility of StudiVZ,” she told SPIEGEL ONLINE.
Meanwhile, the real losers are the thousands of frustrated students who can no longer access their accounts. “Awesome idea, awesome implementation. With a few servers and a little patience, the whole thing will soon be running without problems,” writes Mohammad Al-Bayati from the University of Duisburg-Essen on the site’s notice board.
Weitere interessante Informationen hat auch blogbar parat, insbesondere über die eher laienhaft umgesetzt scheinenden internationalen Auftritte.
Komisch. In der einzigen Meldung im Handelsregister finde ich dagegen:
Vertretungsregelung: Ist ein Director bestellt, vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Directors bestellt, wird die Gesellschaft durch sämtliche Directors gemeinschaftlich vertreten. Einzelvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Director:; Bemmann, Dennis, *28.07.1978, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten; Director:; Dariani, Ehssan, *15.07.1980, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten
Kein Michael Brehm. Könnte es sein, dass StudiVZ Ltd. vielleicht noch einen Termin beim Amtsgericht beantragen sollte, um Michael Brehm nachtragen zu lassen? Und wäre es nicht klug, den Firmennamen zu nennen, der eben nicht StudiLN, StudiQG.fr ist, sondern in jedem Fall StudiVZ Ltd.? Vielleicht ist es für manche ja wichtig zu wissen, dass ihr Vertragspartner formal kein Projekt dreier Studenten oder eine echte Firma im jeweiligen Heimatland, sondern eine deutsche Zweigniederlassung einer englischen Brieflkastenfirma mit sehr beschränkter Haftung im, grob gesagt, Gegenwert einiger Abmahnung in diesem Geschäftsbereich ist.
Als Service für neue Leser dieses Blogs sei auf Studivz – Eine Zusammenfassung der Ereignisse verwiesen; so spart man sich extrem-link-verfolging durch die diversen Blogs zum Thema.
Auch Kritik an StudiVZ nicht erwünscht? faßt die Ereignisse bis Ende Oktober 2006 noch mal zusammen. Und da noch aktuell, nochmal der Verweis auf eine weitere Site, die um die Gunst der Studis buhlen möchte.
Es bleibt spannend im Social-Networking-Bereich …
Social Networks, die Nächste
mmyNews hat mich auf eine spannende Entwicklung aufmerksam gemacht: www.campusfriends.de — das nächste StudiNetzwerk aus Berlin (verantwortlich lt. Impressum: »Campusfriends.de, Sabine Drill, Lerbacher Weg 47, 12249 Berlin«).
Kinners, wenn das so weitergeht, gibt’s in 5 Jahren mehr StudentenNetzwerkButzen als Studenten in Berlin … Wie auch immer, erst einmal ist mir das ein Blase2.0-Symbol wert, schaun’ wir mal, wie das so weitergeht … Zumindest stapeln sie nicht tief; man scheint von der Dariani-Truppe gelernt zu haben:
CAMPUSFRIENDS wird mittel- und langfristig das bedeutendste Alumni-Netzwerk darstellen, da CAMPUSFRIENDS die künftigen Alumni in großer Zahl bereits als Studenten gewinnt. CAMPUSFRIENDS kann hier die Bemühungen einzelner Hochschulen unterstützen, den Kontakt zu den Alumni zu intensivieren.
Lt. Alexa hat www.pennervz.de schon www.unister.de überholt — und wenn Ihr alle brav weiter blogdoch.net lest, dann holt blogdoch unister auch noch. studivz.de ist, noch?, weit in Führung, aber was nicht ist …
Apropros, pennerStudivz: es könnte der Eindruck entstande sein, ich hätte was gegen Studivz oder ähnliche Dienste. Dem ist nicht so; mir persönlich fehlt zwar diesen Netzwerken der finale Netzwerk-Kick, da ich nur innerhalb einer Umgebung meine Konkakte knüpfen kann.
Über openBC aber habe ich schon viele liebe, alte ;) Bekannte wiedergefunden; dem Jungvolk wird es bei hinreichend gut mit Teilnehmern ausstaffierten anderen Verzeichnissen ähnlich gehen. Und da, stehe man dazu wie man will, schießt Studivz, das muß man neidlos anerkennen, einfach den Vogel ab.
Was mich aber ankotzt ist das Took-Over-Everything-Gehabe, was grade bei öffentlichen Äußerungen der Studivzler um sich greift; auch deshalb halte ich den BOO nach dem Online Star für gerechtfertigt.
Gut, jetzt greift noch mit Westeins die WAZ-Gruppe nach Ruhm und Ähre — es wird nicht der letzte OldEconomy-Tanker sein, der Bubbles im Blase2.0-See machen will.
Es bleibt also spannend ;)

Während gestern noch unklar war, ob und welche Inhalte auf den beiden von StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani registrierten Domains voelkischer- beobachter.de und voelkischerbeobachter.de hinterlegt waren, machte heute ein – in meinen Augen – authentisch wirkender Screenshot die Runde durch Klein-Bloggersdorf und die angrenzenden Redaktionen. […]