Ein guter Grund …

… für mich, erst einmal kein Actimel mehr zu kaufen, ist dieser hirnrissig und packungsaufreißend aufgebrachte Aufkleber, der irgend was über »5 gute Gründe« mir erzählen wollte. Da beim Auseinanderbrechen der 4er‐Packung dieser blöde Aufkleber die Folie eines der Becher mit abriß, sodaß sich dessen Inhalt über Kühlschrank und Küchenfußboden verteilte, bin ich bedient und werde derlei Mist von Danone zukünftig meiden. Ganz an Danone-Produkten vorbei allerdings kommt man ja leider nur schwer …

Notes sucks. Sad story.

Mailsystembashing ist eigentlich out, selbst MUA-Basching ist ein alter Hut. Dachte auch ich — bis ich von IMAP (normalerweise mit dem Donnervogel drauf zugegriffen) auf Lokus Notes zwangsumgestellt wurde. Irgendwer hatte errechnen dürfen, dies brächte 5 Minuten Effektivitätsgewinn pro Tag — so nahm die Sommergrippe Ihren Lauf. BTW: Firmenübernahmen–.
Ich habe mich nun wochenlang mit dem Notes »Client« rumgeplagt — Holla die Waldfee, wie kann man im Jahre 2007 sowas auf Benutzer loslassen? Ganz groß ist auch das extern zugekaufte Mailscanning — zumindest bei mir ist jedes dritte bis fünfte »Memo« welches reinkommt wenn es dunkel ist im Alten Europa, Spam. Und zwar von der Sorte, die unser alter Spamassasin sicher taggte und die der Mailserver dank serverseitiger Filterregeln gleich entsorgte …
Auch sonst finde ich viele wegweisende Einstellungen; erreicht die »Dokumenten-Datenbank« die voreingestellte Maximalgröße, kann man keine Memos mehr versenden. Naja, also nicht beim ersten Versuch; auf eine Wiederholung bietet der Client dann “Nur senden” (ohne Ablegen, was wg. Größenüberschreitung unterbunden wird) an und *plopp* ist das Memo versandt. Trägt man sich noch als Bcc: ein, hat man auch sein Kontrollmemo für die Akten … Weiter vorne sitzt nur der Busfahrer. Allerdings steigt der augenscheinlich auch irgendwann heimlich aus, denn empirische Versuche ergaben, daß im vorliegenden Setup ab ca. 80.000 »Memos« in der Inbox keine weiteren mehr angezeigt werden — obwohl munter weiter Mails als Memos in der Datenbank abgelegt werden. Mehr dazu, wenn’s bei mir auch soweit ist.
Kurzum: Ich habe keine Ahnung, wofür Notes taugen soll; wer sein tägliches Mailvolumen ohne (finanziellen) Offenbarungseid per Blackberry abfrühstücken kann, der friß mag mit den rudimentären Möglichkeiten und der unintuitiven GUI zurecht kommen (wobei fraglich bleibt, ob Blackberry‐User jemals diese nutzen) — wer mit Mail arbeitet, wird nach einer Umstellung auf Lotus Notes ohne IMAP-Zugang meines Erachtens entweder wahnsinnig … oder findet den Weg zur Erlösung vom Notes‐Client, auch wenn man dazu Kleinweichs Ausguck verwenden muß. Verglichen mit dem Notes‐Client für Mail ist Ausguck aber unbestreitbar Mail 5.0 …

P. S.: Über Pointer auf Tools, die die »Memo«-Datenbank leersaugen und die einzelnen »Memos« per SMTP oder IMAP bei entspr. Servern injecten können, wäre ich dankbar. Ja, ich suche quasi ein »fetchnotes« …

Chartbreaker

Die deutschen Blogcharts listen derzeit das nun seit über einem Monat – nach erfolgreicher, äh, Übernahme – nicht mehr existente und aus wohl zumindest teilweise auch vorgeschobenen[sup]*[/sup] Gründen auch nicht mehr wiederkehrende studiVZ-Blog auf Platz 69.
Höchte Zeit, sich mal Gedanken über diese Statistik zu machen. Und/oder ihren Sinn?
Sehen wir uns mal Lyssas Lounge an. Sicherlich ein nicht totes Blog, wenngleich der Platz 82 für »eine der bekanntesten Bloggerinnen Deutschlands« nicht sonderlich schmeichelhaft ist. fimpern.de charakterisierte Lyssa schon am 6. November 2006 wie folgt:

Eine Bloggerin, die im wesentlichen dazu bloggt, dass sie in ihrem neuen Dienst-TT weder Fensterheber noch Tankdeckelöffnungstaste findet. Ausserdem ist sie nach eigener Aussage zu leicht für die Waage der Schranke in der Tiefgarage(wtf??), weswegen sie dort schonmal eingesperrt verharren muss. Mädchen, dass sind Induktionsschleifen – und die heissen nicht so, weil man darauf auch kochen könnte – wobei das natürlich die Zeit in der Tiefgarage vertreiben könnte.

 
Die Probleme mit rundlichen kleinen Flitzern scheint sie in den Griff bekommen zu haben, aber seit mindestens September 2006 ist es in Lyssas Lounge mit max. 4 Artikeln pro Monat doch eher still geworden. Fast so still wie bei WestEins, wo seit dem 29.01.2007 die Baustellenbegehung stattfindet — bis heute kommentiert von immerhin zwei Besuchern.
Aber im Web 2.0 zählen ja nicht die Inhalte an sich; es ist wichtig, wer sie liest und, noch viel wichtiger weil einfacher zu zählen, wer auf sie verlinkt. Das muß man bedenken bei der Betrachtung der »Blogcharts«, denn hier ist eben ausdrücklich nicht die Nutzeranzahl oder »Reichweite« relevant, sondern die Anzahl derer, die auf den fraglichen Content verlinken sowie die Häufigkeit der Links auf den verlinkenden Content …
Und klar, verlinkt hat die Blogosphäre reichlich. Trotzdem, Platz 69 für eine verscharrte Leiche? Platz 82 für eine, Zeichen der Entvölkerung zeigende, Lounge? Strange, wie ich finde.
Gibt es eigentlich das Blog-Äquivalent zu »Google-Bombs«?

[sup]*[/sup] Für studiVZ kann es nur von Vorteil sein, wenn die Öffentlichkeit die gesammelten Peinlichkeiten der Gründer und aus der Gründungsphase nicht mehr zu Gesicht bekommt — wohl dem, der sich nicht auf die Nachhaltigkeit von Blogservern verlassen und daher Screenshots angefertigt hat …

Mein Leben mit Ausguck …

… eine Geschichte voller Mißverständnissen, von Liebe keine Spur. Beiderseits.
Dieses lustige Programm – nicht die Express‐Version, die als nette Dreingabe jedem ollen Windows seit rund 10 Jahren beiliegt, sondern »the real thing« – mag meinen Mailserver nicht. Der reine Mailabruf tut zwar, aber dann … kommt wieder so ein aussagekräftiges Fenster, wo auch hinter dem Tab »Details« sich nicht wirklich etwas detailiertes findet. Timeout wäre jedenfalls spannend, mit Thunderbird habe ich derlei Probleme nämlich nicht.
Wie auch immer, was Fehlermeldungen angeht, scheinen insbesondere Windowsprogrammierer der Magic / More Magic‐Schule anzugehören.

SchmuddelVZ reloaded? SchülerVZ startet …

Das verheißt nichts Gutes:

Ehssan Dariani, auch für die Konzeption von schülerVZ verantwortlich, über das neue Projekt: “Mit schülerVZ bieten wir jetzt genau das, was Schüler wollen. Ein eigenes Netzwerk mit den Funktionen, die auch studiVZ zu einem großartigen Erfolg gemacht haben.”

 
Was darf man also erwarten, wieder ein Blog mit einschlägigen filmischen Gemmen und eine braun gefärbte Einladung zum VZ‐Führergeburtstag? Domaingrabbing zumindest wird hoffentlich unter dem neuen Eigner Holtzbrinck nicht mehr praktiziert.
Daß für das intern »pvz« gelabelte neue »VZ« die erfolgreich geexite facebook.com–Copycat »StudiVZ«, sagen wir, Model stand, ist nicht zu übersehen — Banner gibt es trotz anders lautender Links noch keine, die Links auf diese hingegen ergeben Fehlermeldungen mit StudiVZ-Icon (blau statt schwarz) …

“Wir planen und implementieren stets neue Funktionen und ermöglichen es unseren Mitgliedern, gemeinsam mit ihren bestehenden Freunden ihr eigenes Netzwerk aufzubauen”, erklärt studiVZ-Gründer Dennis Bemmann [zu SchülerVZ].

 
Irgendwie habe ich den Eindruck, daß das noch ganz interessant werden kann …

Microsoft Excel 2007: Pimp my flatline

Vor kurzem drüber gestolpert worden: Excel 2007 kann auch aus relativ schlechten Zahlen Diagramme malen, die diese schlechten Zahlen, relativ, gut aussehen lassen (Hervorhebung durch mich):

The size of the data bar for the last value – 170 – is too big given the relative size of 170 to the other numbers in the range (hundreds of thousands). Why would that be – the data bar should technically be 0 pixels wide? The answer is that when we were doing usability testing of this area in Excel, we found that users preferred not to see blank data bars, so Excel’s default was set to a 10% minimum width. While there is no UI to tweak that setting, there is an OM property – percentmin – that you can use to set the minimum width to whatever you like. Accordingly, if I select the range, open VBE and type “activecell.formatconditions(1).percentmin = 1” in the immediate window, […]

 
Excel 2007 paßte also hervorragend zur aktuellen Blase, selbst schlechteste Vorhersagen müssen nun in der Excel‐generierten Grafik – ein Bild sagt mehr als tausend Worte – nicht mehr nach nichts aussehen. Ein echtes NEF (New Economy Feature) …
P.S.: Kann mir bitte jemand bestätigen, daß sie diesen Unsinn nicht wirklich in die Finale Version aufgenommen haben? Bitte‽

Liebe T-Com,

danke für Dein liebes Angebot, mir ein »Call & Surf Comfort«‐Packet aufschwatzen zu wollen. Schon bei Deinem Hotlinerinnen‐Anruf vor ein paar Tagen, wo ich das Wissen um die Höhe meiner monatlichen Telefonrechnung wahrheitsgemäß verneinte, da Du mir seit Monaten Deine tolle Rechnung Online nicht mehr schickst (ich vermute mal, daß Du, wie ganz wenige andere Dienstleister auch, Deine Mailer nicht korrekt aufgesetzt hast, beliebt ist z. B. die Nichtannahme von Mails an die Absenderadresse Deiner Mails — dann wirst Du leider, aber korrekterweise, in den Topf »elendes Spampack« geschmissen und je nach Grad Deiner Fehlkonfiguration bekommst Du 4xx oder 5xx: »Du kommst hier nicht rein!«), meine ich, Deiner netten Hotlinerin gesagt zu haben, daß ich eigentlich eher kein Interesse an dem Paket habe. Naja, kann ja mal vorkommen.
Warum Du mir nun aber jetzt ein Paket anbietest, das bei lächerlichen 6.016 kBit/sec Höchstgeschwindigkeit die Segel streicht, obwohl Du doch anhand meiner extra auf dem Formschreiben mit angegebenen Kundennummer wissen solltest, daß ich grade erst letztes Jahr von DSL 6000 auf DSL 16000 umgestellt habe, das verstehe ich nicht und das kann ich auch nur schwer verzeihen. Verzeihen kann ich diese Verschwendung nicht als Dein treuer Aktionär (Danke übrigens für die 0,72 EUR Dividende 2006; wenn Du derlei unnütze Ausgaben unterläßt, knacken wir 2007 ganz bestimmt den ganzen Euro!) und verstehen nicht als der belästigte Kunde, der wieder mehr Papier in die chronisch überfüllten Papiercontainer stopfen muß für ein nur inakzeptables Angebot.
Um es mit Meister Röhrig zu fragen: »Tut das Not‽« Wenn Dein Computer so schlau ist, anhand meiner Kundennummer meine Adresse rauszusuchen, kannst Du ihm nicht bitte auch beibringen, mir nichts schlechteres anzubieten als das, was ich schon bei Dir gekauft habe?
Und bitte biete mir keine UnFlatrates an. Schon gar nicht mit so feisten Inakkuratien wie dem unanständigen Angebot »Telefonieren Sie rund um die Uhr zum Festpreis und genießen Sie rasend schnelles Internet!«, wenn auf einer anderen Seite doch grade mittels der bedauernswerten Fliegenschiß‐»¹« ausgeführt wird:

¹ Gilt rund um die Uhr für Telefon‐ verbindungen im City- und Deutschlandbereich (keine Mobilfunk- und On1ineverbindungen) von T-Com. Call & Surf Comfort/T-ISDN kostet monatl ich 53,95 €. Mindestvertragslaufzeit 12 Monate. Kündigungsfrist 1 Monat. Die DSL-Geschwindigkeit ist abhängig von der technischen Verfügbarkeit. Bei Verbindungen in Netze einzelner Anbieter erfolgt ein Zuschlag van O,21 Cent/Min. Ob der von Ihnen gewählte Anschluss bei einem solchen Anbieter liegt, erfahren Sie unter 0800 330 9576.

 
Übrigens, ich glaube nicht, daß wir auf der Basis jemals zueinander finden; welcher Pfennig Centfuchser ruft denn schon vor einer x-beliebigen Festnetznummer erst einmal eine 0800er‐Nummer an um zu erfahren, ob er für das folgende Telefonat 0,21 Cent pro Minute wird berechnet bekommen oder nicht? Da ich ja in der Branche auch arbeite, frage ich mich gleich, wie Du es schaffst, daß bei der bestehenden Dynamik immer die korrekte Verrechnungseinheit (0,00 oder 0,21 Cent/Minute) garantiert verrechnet wird? Ist das wirklich den Aufwand wert oder ist es nur die Psychokeule des Ex-Monopolisten mit dem großen Fell‐Fluß? Was kostet eigentlich ein Gespräch nach 032, was eines nach 0175, wenn diese 0175 bei a) T‐Mobile, b) Vodafone, c) e+ oder d) O[sub]2[/sub] liegt? Das hast Du leider nicht geschrieben in Deinem bunten Prospekt. Klar ist nur, daß dieses telefonieren nicht im »Festpreis« enthalten ist.
Kurzum: bitte schick’ mir keine solche Werbung mehr. Ich bin schon groß, habe meine eigene Ortsnetznummer und meine eigenen ISDN-/VoIP‐Gateways und möchte glaube ich nicht Dein verkrüppeltes Pseudo‐Festpreisangebot wahrnehmen. Nein, grade noch mal nachgedacht, ich möchte wirklich nicht. (Wenn Du ein solches Bundle aber mit DSL 16000 und echter Telefonie‐Flatrate (jede inländische Ortsnetz-, Mobilfunk- sowie VoIP‐Nummer (032, 01212, 0180x der verschiedenen Anbieter — go ENUM!) für max. 5 Euro Aufpreis bötest, ja dann vielleicht …)
P.S.: Nein, Arcor, nicht die Hände reiben. Wenn meine Frau Deinem Kaltaquisenervonkel sagt, daß wir »das schnelle« (evtl. war’s sogar der Superlativ) T-DSL haben, dann wundere Dich doch bitte nicht, wenn ich das wenig professionelle – da kannst Du noch ganz viel von der magentafarbenden Alten Dame lernen, echt! – *hust* »Angebot« von Arcor‐DSL 2000 (nachdem Du es doch endlich geschafft hast, auch meinen HVT zu erschließen und nun händeringend, klinkenputzend und kaltaquirierend versuchst, dem Businesscase gerecht zu werden) mit einem angewiederten Blick in den Schredder stecke.
Menno. Du kannst doch ADSL2+. Und bist dann sogar schneller als T-Com, weil Du eben nicht nur 1, 2, 3, 6, 16 zählen kannst. Aber, hey, Du willst doch mich als Kunden, oder? Bei Dir habe ich keine Wahl des Backbones via ZISP — finde ich eigentlich ganz praktisch. Mehr Upstream aber würde mich z. B. reizen … Na komm, streng’ Dich doch noch mal an.

All überall auf den Tannenspitzen, sehe ich lockende Flatrates sitzen

Schon lustig. Flatrates sind salonfähig geworden — nicht nur für Onlinezeit und/oder Datentransfer im Internet, nein, es gibt schon Beauty-Flatrates oder auch eine »Flatrate« titulierte Aktion der Automarke Ford.
Der Grund dürfte klar sein, dem Anwender/Käufer suggeriert der Begriff eine rundum‐sorglos‐Paket, alles drin zu einem festen Preis.
Aber ist dem auch so? Schauen wir uns expemplarisch die Ford Flatrate mal hinsichtlch der Konditionen an — im TV kann man ja die Fußnoten selbst bei DVB-S-Empfang nicht lesen … Auf der Website wird die »Flatrate« wie folgt beschrieben:

4 Jahre mehr Flexibilität mit Ihrem Ford Wunschmodell
Ein Ford sorgt immer für unbeschwertes Fahrvergnügen. Doch jetzt können Sie sich richtig entspannen: mit einem einzigartigen Angebot exklusiv von Ford. Die Ford Flatrate ist ein attraktives und kalkulierbares Leistungspaket beim Neuwagenkauf und bietet Ihnen gleich 4-mal mehr Flexibilität: Genießen Sie die Top-Finanzierung, viele Serviceleistungen inklusive und die Garantie, immer mobil zu sein.
Die neue Ford Flatrate:
[html]<ul><li>[/HTML]4 Jahre Garantie*
[html]<li>[/HTML]4 Jahre Mobilitätsgarantie*
[html]<li>[/HTML]4 Jahre Wartung/Inspektion*
[html]<li>[/HTML]4 Jahre Ford Auswahl-Finanzierung (ab 1,99% effektiver Jahreszins)[html]</ul>[/HTML]
Ihre Vorteile auf einen Blick
[html]<ul><li>[/HTML]Abdeckung aller Reparaturkosten für garantierelevante Teile sowie Wartungskosten
[html]<li>[/HTML]hohe Sicherheit durch jährlichen Service und mit Ford Originalteilen
[html]<li>[/HTML]europaweiter Schutz bei Auslandsreisen
[html]<li>[/HTML]unbürokratische Hilfe im Pannenfall durch Mobilitätsgarantie
[html]<li>[/HTML]Der günstige Zinssatz von 1,99% (effektiv) bedeutet eine geringe monatliche Belastung und macht das neue Fahrzeug erschwinglich. Sie profitieren von der vollen Flexibilität der Ford Auswahl-Finanzierung.
[html]<li>[/HTML]Kalkulationssicherheit durch Abdeckung der Kosten inkl. Garantieverlängerung und Service in einer Rate[html]</ul>[/HTML]

 
Soweit, so schön, das alles für 79,– EUR/Monat — also nicht einmal 1000,– EUR im Jahr? Aber was bedeuten denn die auffällig unauffälligen Sternchen?

So entspannt kommen Sie zu Ihrem neuen Ford:
[html]<ul><li>[/HTML]Ford Ka Fun X Editionsmodell ab 79,– Euro
[html]<li>[/HTML]…
[html]<li>[/HTML]Der neue Ford Ranger XL ab 299,– Euro
[html]<li>[/HTML]…
[html]</ul>[/HTML]

 
Ah! Nur für einen Ka, dieses Auto das aussieht, als trüge es Windeln, gelten die fast moderaten 79,–/Monat. Ausgewachsene Autos kosten auch schnell locker das x-fache. Aber was bedeuten nun die Sternchen?

* Ford Protect Garantie-Schutzbrief inkl. Ford Assistance Mobilitätsgarantie für das 3. und 4. Jahr und die ersten 3 Inspektionen/Wartungen lt. Serviceplan und Wartungsumfang bis max. 80.000 km (Ford Ranger 100.000 km) Gesamtfahrleistung. Ein Angebot für Privatkunden und gewerbliche Einzelabnehmer aller teilnehmenden Ford Händler.

 
Soso, bei mehr als 20.000 km Fahrleistung pro Jahr fiele ein Ka schon vor Ablauf der vier Jahre aus der bezahlten »Flatrate«? Wie war das doch, was heißt »Flatrate« eigentlich? Wikipedia schreibt dazu: »Das Wort ist aus der englischen Sprache entlehnt, wo der Begriff Flat Fee ausdrückt, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung unabhängig von der Abnahmemenge zu einem Pauschalpreis verfügbar ist.« Krasser Mißgriff bei der Wortwahl also, würde ich sagen …

Fundstücke und Gedanken zu comBOTS

Nach der Neuerfindung der Kommunikation durch comBOTS ist natürlich nichts mehr wie früher. Klar, was sind heute schon 64 MB Hauptspeicher oder 10% Auslastung einer 1,4‐GHz‐CPU? Locker zu verschmerzen, wo der Standard für Laptops zumindest in Richtung 2,x‐GHz-DualCore und 512 bis 1024 MB geht. Auf den Systemen geht der comBOTS‐Client vielleicht tatsächlich im Rauschen unter — wobei weiter spannend wäre, die Laufzeitverkürzung durch den comBOTS‐Client beim Einsatz ohne externe Stromversorgung zu ermitteln …
Anyway, nutzen wir die Taktzyklen und MB, die uns der maßlos hungrige maßvoll mit den Systemresourcen umgehende Chat‐Client‐Deluxe läßt für eine kleine, nicht repäsentative Blogschau zum Thema comBOTS:
_notizen aus der provinz nennt neben comBOTS, »(das m.E. eher in der Kategorie “too little, too late” läuft)«, z. B. den Dienst IMVU, der zumindest das Avatar‐Chatting auch zu beherrschen scheint. Spannend; falls ich irgendwann mal statt Textzeilen in der screen‐Session dringend Avatare, die in Sprechblasen kommunizieren benötige, werde ich mir auch IMVU angucken. Vorher erschiesse ich mich aber vielleicht auch …
Bei dsltarife.net hat man sich auch des Themas angenommen:

Kenner beschreiben diese Software als einen optisch und technisch aufgerüsteten Instant-Messaging-Dienst, der auch netzinterne Telefonate ermöglicht.

 
Interessant auch der Ausblick auf die finanzielle Lage:

Die jetzt veröffentlichten Quartalszahlen zeigen, dass die ComBOTS AG noch weiter in die roten Zahlen gerutscht ist. Der Verlust stieg im dritten Quartal von 9,3 Millionen auf 12,5 Millionen Euro. Die liquiden Mittel der Gesellschaft sanken im dritten Quartal um vier Prozent auf 432,5 Millionen Euro. Das Unternehmen rechnet im vierten Quartal mit geringeren Kosten als im dritten Quartal. “Weiterhin erwartet die Gesellschaft im kommenden Quartal reduzierte Investitionen, da die Infrastruktur im dritten Quartal fertig gestellt wurde”, hieß es.

 
Das liest sich so, als könnte man durchaus einen verzögerten Run durchstehen — lt. ARD erwartet man Gewinne sowieso nicht vor 2008.
Wenn man z. B. Paddy liest, könnte man der Meinung sein, daß die Revolution nicht stattgefunden hätte:

Aber das wird alles gar nicht so lange dauern. Die Combots bleiben nur so lange auf meiner Platte, wie ich brauche, um die Screenshots für diesen Artikel zu machen.
[…]
Combots können sich scheinbar nicht selber freuen, sondern brauchen dafür ein Substitutions-Küken. Dass der Hersteller nicht in der Lage ist, 3D-Figuren individuell zu animieren, sondern auf Videos zurückgreift, erklärt die herunter zu ladende Datenmenge und die elend lange Ladezeit. Schade, dass nicht zumindest ein Satz Standard-Emotionen je Avatar drin waren.
[…]
Was bleibt ist ein meiner Meinung nach drittklassiger Chat-Client mit einer miesen Performance, […]

 
Nunja, ganz so weit würde ich nicht gehen — Profi‐Chatter werden das Ding eh’ nicht anrühren, für das spaßige Sätzchen zwischendurch mit sich übergebendem Avatar (die Animationen sind schon schön; aber wenn man nach dem sechsten Mal schon genau weiß, wann er die Flasche rausgöbelt … dann ist der Witz nicht mehr so richtig der Schenkelklopfer) ist es ganz nett. Kostete dann aber rd. 64 MB Hauptspreicher und wenige Euro Nutzungsentgelt im Monat. Da verschicke ich doch lieber weiter Dateien als Mail‐Attachment und Jabber mir einen …
Eine nette Anektdote findet sich bei Batzlog:

PS: Lustige Anmerkung nebenbei: Als ich das erste mal von Combots hörte, war meine erste Assoziation das es sich dabei um irgendwelche Kampfroboter handeln müsse. Da lag ich gar nicht mal so falsch. www.combots.net

 
Namen. Schall und Rauch …
Letztlich, das stimme ich mit der Einschätzung der netzhure.de zu, hat comBOTS durch die Niedlichkeit und die als integraler Produktbestandteil aufgesetzte Nachkaufoption zumindest theoretisch das Zeug, vielleicht in deutlich kleinerem Umfang, den wohl abebbenden Klingentonwahnsinn ins Instant Messaging rüberzuretten:

Es wirkt lächerlich, wenn sich Erwachsene Leute sich wie kleine Kinder über blinkende lärmende Animationen freuen und passt garnicht zum seriösen sonstigen Businessgetue. Auch mit der Finanzierung, das ganze macht mir mehr den Eindruck eines Internet-Jambas für pubertierende Kinder als den einer ernsthaften Kommunikationssoftware.

 
Businesskommunikation braucht aus meiner Sicht grade keine Möglichkeit des Datenversands – z. B. des letzten Meeting‐Protokolls – mit kotzenden, küssenden oder kopulierenden

(FTR: letzteres gibt es m. W. derzeit zumindest nicht — aber ohne Pixelsex fehlt eigentlich was)

Kommentaranimationen. Abgesehen davon, daß Unternehmen gerne ihre internen Daten auch im eigenen Netz behalten wollen und eher kein Interesse daran haben, daß Mitarbeiter X via comBOTS beliebige Dateien durch den comBOTS‐Tunnel zu seinem privaten Account oder einem Mittäter senden kann. Nein, im Unternehmen hat comBOTS nichts verloren.
Bleibt der Heimanwender. Einer, der ein paar Euro im Monat dafür zahlen will, nur mit anderen, die ebenfalls so spendabel sind, zu chatten, Files auszutauschen (bis 200 MB am Stück wohlgemerkt – aber moderne Kompressionstechnik bewirkt da auch bei Videomaterial ja schon fast Wunder) und ggf. auch mal eien VoIP-Verbindung aufzubauen. Alles Dinge, die noch nie dagewesen bislang unheimlich komplex auch schon relativ unumständlich und kostenfrei möglich sind. Hmmm …
Ein das Thema comBOTS hier nicht abschließender Hinweis auf die Anmahnungs‐Affäre (siehe auch bei Der Dwarslöper oder Oliver Gassner: Digitale Tage) sei noch gestattet:

Kurzfassung: Chef regt sich über einen kritischen Blogeintrag auf, lässt Juristen dem Blogger einen bösen Brief schicken. Der Blogger nimmt den Text vom Blog, dutzende andere republizieren ihn und schreiben über den Fall. Klassiker.

 
Jene Kommunikation war meines Erachtens eher old school, fernab von revolutionär. Aber sie ging ja auch über comBOTS …

Blog und Gegen‐Blog — Meinungsfreiheit 2.0

Ich geb’s ja zu, ich bin etwas hintendran mit meiner Blogsichtung und dem Bloggen darüber.

(Daß studiwatch.wordpress.de (»studiWATCH! Freiheitlich demokratische Grundwerte sichern, solange wir sie noch haben«) hier allerdings bislang nicht gefeatured wurde, hat einen relativ simplen Grund: IANAL. Ganz im Gegensatz zum Verantwortlichen auf jener Site. Der Selbsterhaltungstrieb sollte jeden Netznutzer entsprechend konditionieren.)

Heute bin ich allerdings über das Ping‐Pong‐Spiel zwischen fimpern.de und *.* gestolpert.
fimpern.de über *.*:

Über diese Suche stolperte ich in eine neue Dimension des bloggens zu einem Thema – ich nenne das mal Flash-bloggen. Folgende Textwüste erwartete mich:

studivz
Donnerstag, 7. Dezember 2006 at 15:24:44
…es geht weiter…

 
enthalten war unter “es geht weiter” nur ein Link auf das YAMB.BETA Blog von Jörg-Olaf Schäfers. Ich fühlte mich ein bischen wie ein Teilnehmer einer Stempelaktion (Multiples) von Joseph Beuys. Ein oder zwei Wörter und ein unschuldiger Link werden aus ihrem Weballtag gerissen, virtuell ge-blog-stempelt und starren mich, nachdem Technorati sie web-zwo-nullifiziert hat, als Dada-Objekt aus einem Gebrauchsblog an.

 
Ziemlich genau zwei Monate später (die von fimpern.de und blogdoch.net eingesetzte Software hat’s nicht so mit WordPress‐Trackbacks sondern folgt der MovableTpye‐Innovation des Pingbacks — dafür sind die IsExploitableWordpress(URL)‐Wellen auch bislang an diesen Blogs vorbeigegangen …) stolpert *.* darüber:

fimper-mich! hat über mich geschrieben.

[…] stolperte ich in eine neue Dimension des bloggens zu einem Thema – ich nenne das mal Flash-bloggen.

 
cool ich hab was erfunden :-)
dann kommts aber knüppeldick:

studivz
Donnerstag, 7. Dezember 2006 at 15:24:44
…es geht weiter… [selbstzitat]

 
[…] enthalten war unter “es geht weiter” nur ein Link auf das YAMB.BETA Blog von Jörg-Olaf Schäfers. Ich fühlte mich ein bischen wie ein Teilnehmer einer Stempelaktion (Multiples) von Joseph Beuys. Ein oder zwei Wörter und ein unschuldiger Link werden aus ihrem Weballtag gerissen, virtuell ge-blog-stempelt und starren mich, nachdem Technorati sie web-zwo-nullifiziert hat, als Dada-Objekt aus einem Gebrauchsblog an.

 
erstens war dieser eintrag der letzte einer ganzen folge von einträgen zum thema studivz und im kontext durchaus als nachtrag zu verstehen.
zweitens: was ist bitte ein gebrauchsblog? […]

 
Hmm. Backblogging/Zurückbloggen ist ja auch meine Profession — aber das »Gebrauchsblog« scheint gesessen zu haben. Muß ich mir merken, scheint ja eine brauchbare Beleidigung für Blogger zu sein :->
Aber der Fimpanator lenkt per Kommentar ein:

El Burro sagt:
9. Februar 2007 um 18:29:33
Heee, ich will doch nur spielen und meinem Gehirn geht es mit Einschränkungen wieder gut. Also, blogg-on, dude

 
Werden sich die zwei Liebenden finden? Werden Sie sich ein Nest bauen können oder entzweit Sie die gemeinsame Blogvergangenheit endgültig? Wait and see …