So gänzlich ohne Aufnahmemöglichkeit
finde ich das hier in der Übergangswohnung in Berlin doch etwas mau, und mangels DSL stehen die heimischen VDR auch nicht zur Verfügung (HSPA klappt mit o2 hier mit max. 312 KByte/sec, allerdings greift halt ein Übertragungsvolumenlimit — schlecht zum Dauerstreaming).
Aber sowohl viele Gerätetreiber als auch sonstige Software für Linux wurde ja auch für andere Hardwarearchitekturen geschrieben bzw. ist dort lauffähig; und da ich bei meinem letzten Besuch in der Gütersloher Noch-Heimat mir einen auf Linux geflashten DockStar mitgenommen hatte, habe ich mir als Bastelprojekt für’s erste Berlin-Wochenende vorgenommen, mal einen VDR auf DockStar-Basis zu bauen. Hierzu hatte ich mir schon im örtlichen Saturn einen AVerTV Volr Green HD USB-DVB-T-Stick für 25,99 zugelegt; leider mußte ich feststellen, daß dieses Gerät wohl noch nicht unter Linux lauffähig ist.
Getreu dem Motto »Amazon to the rescue« habe ich also für 27,42 einen – lt. VDR-Wiki unterstützten – AVerTV Volar Black HD DVB-T-Stick sowie eine WD-1-TB-USB-Festplatte für 71,99 in der Nacht zu Freitag bestellt. Die zwei Lieferungen kamen dann auch von zwei unterschiedlichen DHL-Fahrern, eine vor, die andere nach 12 Uhr — ich habe an dem Samstag Vormittag meine »rote Zora«, jene DHL-Fahrerin, die Pakete gerne auf der heimischen Terrasse ohne Hinweis im Briefkasten versteckt, schätzen gelernt …
Anyway. Es kam ja alles, und bis auf die Tatsache, daß der sheeva.with-linux.com-Kernel leider gänzlich ohne DVB-Unterstützung daherkommt, war die Inbetriebnahme des (DVB-T-) VDRs recht simpel — nur das durchbauen der entsprechenden, fehlenden, Kernel-Module dauerte auf dem DockStar doch relativ lange.
Ausstehendes Problem: unter Ubuntu werden offensichtlich neuere Libraries eingesetzt, sodaß wieder einmal ein »vdr-sxfe« von dort nicht mit dem »xineliboutput-plugin« des VDR 1.6 des Debian Lenny des DockStars zusammenarbeiten mag. Wie ich das löse, weiß ich noch nicht; aber immer eins nach dem andern — mittels »live-plugin« kann ich ihn per Browser programmieren und, im LAN, sogar per Klick mir das Programm ansehen.

Wie wäre es mit einem dist-upgrade auf Debian Squeeze? Einziges Problem ist, dass man vorher ordentlich Platz im UBIFS haben sollte (überflüssige Kernel etc. deinstallieren) und dann zusätzlich am besten temporär /var/cache/apt per NFS auslagert, damit dort dann die ca. 80MB downgeloadeten Packages abgelegt werden können.
Ansonsten hab ich das schon mit 2 Dockis erfolgreich gemacht und wenn ich mal Langeweile habe werde ich das entpackte root-Paket von der TFTP-Erstinstallation auch nochmal über NFS erst dist-upgraden und danach daraus dann ein neues UBIFS machen, damit ich mir dann für die nächsten DockStars (1 hab ich noch rumfliegen) den Aufwand sparen kann und direkt Squeeze drauf habe …
P.S. Danach am besten noch apt-xapian-index & Co. wieder deinstallieren, braucht doch kein Mensch auf so ‘ner kleinen Kiste …
Die Idee ansich ist nicht schlecht, das mit dem root-FS werde ich in einer stillen Stunde mir auch mal vornehmen. Platz ist insofern ja auch nicht das Problem:
Aber leider ist auch bei Squeeze nur eine alte Version an Bord:
1.6.0-8: alpha amd64 arm armel hppa i386 ia64 mips mipsel powerpc s390 sparc
1.6.0-17: amd64 armel hppa i386 ia64 mips mipsel powerpc s390 sparc
1.6.0-17: alpha amd64 armel avr32 hppa i386 ia64 mips mipsel powerpc s390 sparc
1.6.0-11 [debports]: m68k
Quick-and-dirty-Workaround: xineliboutput-1.0.1 durchkompiliert auf Ubuntu Lucid, xineplug_inp_xvdr.so davon anstelle der von Lucid verwendet. Geht so lala, vdr-sxfe stürzt häufig ab, aber für gelegentliche Einstellungen und Schnitt von Aufnahmen reicht’s. Sinnvoller, aber auch aufwändiger, wäre ein aktuellerer VDR für den DockStar/SheevaPlug *soifz*.
Schon gesehen? Die Belegung der JTAG-Pins auf J1 ist bekannt:
http://plugapps.com/forum/viewtopic.php?f=18&t=195
Danke für die interessanten Infos zum Thema Dockstar!
Mali