AbGEZockt durch die Ministerpräsidenten …

Gestern ging’s durch den Blätterwald (naja, die Druckerzeugnisse werden es ggf. erst heute gebracht haben … Offline-Medien eben.), heute kotzte es mir das erste Mal entgegen:

12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag

Depublikation eines Beitrags/Specials
Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,
der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der am 1.6.2009 in Kraft getreten ist, hat zur Folge, dass dieser und eine Reihe weiterer Inhalte, die bisher bei SWR.de angeboten wurden, nicht mehr verfügbar sind: Öffentlich-rechtlichen Onlineangeboten werden dadurch gesetzlich engere Grenzen gesetzt als bisher. Beispielsweise müssen ARD und SWR – bis auf Archivinhalte – eine maximale Verweildauer für die Verfügbarkeit aller Inhalte im Internet angeben. Diese Inhalte wurden von den Gebührenzahlern bereits finanziert und könnten ohne Zusatzkosten weiter für Sie zur Verfügung stehen.
Aufgrund der neuen Regelungen werden wir viele Beiträge und Specials nicht mehr so lange anbieten können wie bisher.

Quelle: swr.de — fetch it while it’s still

Sicher, es ist schwierig, da sind u. a. die Nachrichtensendungen und -magazine der öffentlich-rechtlichen Sender, deren Informationen konkurrieren prinzipiell schon mit den marktwirtschaftlich-organisierten (Print-) Publikationen von Springer, Burda und Co., weniger in meinen Augen mit den – aus meiner Sicht – schwächer positionierten Sendungen im Privatfernsehen.
Aber welchen Sinn es macht, Artikel, die nicht einmal zwei Monate alt sind, aus dem Netz zu tilgen – oder überhaupt Angebote zu entfernen –, das können wahrscheinlich nur die Internetausdrucker unter den Ministerpräsidenten, die für den entsprechenden Vertrag verantwortlich zeichnen, beantworten …
In diesem Sinne: weiter so, werte Offline-Politiker. Warum gibt’s doch gleiche keine Altersgrenze für Politiker ..?