Nachdem gestern HP sein »TouchPad¹« vorgestellt hat, ich mein Android 2.1-Telefon Motorola Milestone auf Android 2.2 gebracht habe und vorgestern mich kurz mit Christian ( @_refugee_ über (Android-) Tablets, Honeycomb und überhaupt ausgetauscht habe, ein paar Gedanken zu Handys, Tablet und so weiter …
Bislang – ich habe zugegebenermaßen keinen tiefschürfenden Gedanken mir bisher über dies Thema gemacht –, war ich der Ansicht, daß es ausreichte, ein von der Hardware her potentes Tablet mit gutem Touchscreen (kapazitiv, hinreichend hell) und Android 2.2 als Wohnzimmer-Surfdingens zu haben — nach mehr steht mir eigentlich nicht der Sinn. Statt des antiquirten Netbooks (antiquiert in OS (Windows XP), Rechenleistung (Atom Gen. I) und Bedienoberfläche (Keyboard, Touchpad, LCD)) würde sich ein Tablett als Surfstation gut machen, allerdings müßten alle real-existenten Inhalte – lies: Flash –, abrufbar sein. (Hier scheidet Apple-HW das erste Mal aus. Nur, falls wieder wer »iPad!« rufen wollte ;->)
Mittlerweile sehe ich das leicht anders. Nicht, daß Android 2.2 schlecht(er) wäre (als pre-2.2), eher im Gegenteil. Aber es bringt sichtbar nur marginale Änderungen und Verbesserungen gegenüber 2.1, einiges davon war auch schon nach 2.1 Update 1 zurückgeflossen. Naja, das stimmt nicht ganz: Andorid 2.2 ist (neben ausreichend potenter Hardware) Voraussetzung, will man Adobe Flash abspielen. Insofern ist die Frage 2.2 oder nicht schon eine, die über ein paar UI-Anhübschungen hinausgeht.
Aber eines hat mir die Misere mit Motorola und dem seit Juni 2010 seitens Motorola nicht erfolgten Update auch klar gemacht: ohne einen klaren Upgradepfad seitens des Herstellers ist man mit einem Android-Gerät Stand heute nach wie vor gekniffen — und es zeichnet sich irgendwie kein Weg ab, daß sich dies bessert.
In Analogie zu Flash – einer resourcenverschwendenden, überholten, leider auch extrem verbreiteten Technologie, Videos im Web zu übertragen –, bietet auch Android 3.0 dann doch etwas, was eher zu einem wichtigen Aspekt werden dürfte. Denn wenn auch Android-Anwendungen, die für ein Telefondisplay (das heißt bei Android derzeit bis ca. 800×480 Bildpunkten) gedacht waren, in der Regel auf existenten pre-3.0-Tablets laufen (z. B. dem Samsung Galaxy Pad): aus der größeren Fläche ziehen sie in der Regel keinen Nutzen. Insofern ist ein Tablet mit Telefon-Firmware nur die halbe Miete — das haben sowohl HP/Palm als auch Google früh erkannt:
Sicherlich, man kann Google Mail und andere Anwendungen auch auf einem 600×1024-Display nutzen, halt nur etwas größer gezogen als auf den 320×480 oder 480×800 Pixeln eines Telefons. Aber viel mehr Sinn machte es natürlich, den Raum auch dynamisch zu nutzen, also in einer Anwendung auf 320×480 z. B. Mail wie bisher darzustellen, bei 800×480 (Landscape-Modus, »besseres Telefon«) vielleicht zweispaltig zu werden und bei 1280×800 dann gar dreispaltig oder wie-auch-immer es für die Anwendung sinnvoll wäre. Für Android kommt Unterstützung hierfür mit Version 3.0; und insofern macht es wohl doch Sinn, noch etwas mit der Anschaffung eines Surf-Tabletts zu warten, falls nicht eine – zur Wandlung bei Nichteinhaltung berechtigende – herstellerseitige terminliche Zusage für ein Upgrade auf 3.0 vorliegt (oder man auf die Custom-ROM-Szene wie hier setzen will).
Sein volles Potential, da gebe ich Christian mittlerweile recht, spielt ein Servieruntersetzer-Androide dann doch erst mit Honeycomb aka 3.0 und entsprechenden Apps aus (zu denen auch ein entsprechedne Browser gehörte) … Also gespanntes Abwarten, was denn so nächste Woche in Barcelona präsentiert wird — und mit welchen Terminen und Preisen.
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Der Begriff Touchpad [ˈtʌtʃˌpæd] bzw. Tastfeld bezeichnet eine berührungsempfindliche Fläche, die beispielsweise als Maus- und Tastenersatz in Notebooks meistens unterhalb der Tastatur angebracht sein kann. [..]
