Kollege corona zeigt auf fimpern.de offenherzig, was seine Vorlieben sind. Man kann seine Surfvorlieben verfolgen, die er für andere via Google Reader markiert (»shared«) hat. Seine musikalischen Vorlieben läßt er uns schon länger via last.fm-Einblendung zuteil werden. What’s next? RSS-Feed seines twitter.com-Accounts ins Blog? Man darf gespannt sein — sinnvolle wie zweckfreie Web2.0-Dienste schiessen ja noch immer aus dem Boden. Do you do Plazes?
Was mich dabei nachdenklich macht – und weshalb ich bislang die Nutzung von Google-Services, zu denen ich mich anmelden muß (GoogleMail, Google Talk, Google Analytics, …), auf einen Rechner beschränkt habe und insbesondere nicht Googles Browser-Sync in Erwägung zog –:
Google kennt nicht nur das, was ich veröffentliche sondern weiß auch, was ich quasi »heimlich« ansurfe. Seien es die Klicks via Google Reader, sei es normales Surfing — spätestens nach meiner Anmeldung und dem entsprechenden Keks-Austausch eben sollte Google mich auf diesem Rechner wiedererkennen könnnen. Theoretisch auch, wenn ich nicht mehr bei Google eingeloggt bin …
They might not be evil — sie sind, jedenfalls informationstechnisch, aber noch lange nicht satt:
Der neu gestartete Dienst iGoogle ist für Schmidt in dieser Hinsicht ein wichtiger Schritt. Mit dem Programm kann der Benutzer seine Startseite personalisieren und liefert so Google weitere Informationen über seinen Wohnort, seine Vorlieben und Interessen. Dazu kommt die personalisierte Suche, mit der der Benutzer (und Google) erkennen kann, nach was er wann gesucht und welche Seiten er besucht hat.
Fragt sich nur, wie sicher diese Daten bei Google vor europäischem oder US-amerikanischem Zugriff sind — wenn Daten gehortet werden, entstehen immer auch Zugriffsgelüste auf diese. Von verschiedensten Seiten.

*\o/* OMFG I’m on the internet … kerr, den kleinen Kühlschrank hätteste aber auch erwähnen können ;-)