Hmm. Trockener April. Lt. meiner Orca-basierten Aufzeichung der Daten meiner Wetterstation, hat es in KW 14 (hmm, ich gestehe, ich habe bislang nicht überprüft, ob diese Angabe überhaupt der maßgeblichen Norm ISO 8601 genügt — aber Excel tut das eh’ nicht, why bother?) zuletzt Niederschlag hier in Gütersloh‐Süd gegeben. Und man hört ja allenthalben von der schlimmen globalen Erwärmung (hätte ich nicht Immobilien als auch Freunde und Verwandte im Norden, fände ich den Gedanken, die Küste demnächst schon in Porta Westfalica zu haben, durchaus reizvoll). Und wie mir meine Pumpe neuerdings bestätigt, läuft unser bei Einzug gespülter Brunnen auch langsam leer (die Abschaltung wg. unter 400 l/h löst im 5‐Minuten‐Takt aus) …
Aber ist es wirklich dermaßen ungewöhnlich, 4 Wochen ohne Niederschlag im April in Deutschland? Laut dem UN‐Bericht ist eine Klimaänderung nicht mehr aufzuhalten, nur noch abzumildern. Insofern mag das aktuelle Wetter einen Vorgeschmack geben auf Deutschland im Jahre 20XX, lt. tagesschau.de wird in besagtem Bericht dargelegt, daß »die globale bodennahe Mitteltemperatur bis zum Jahr 2100 um 0,6 Grad steigen« werde — schon das ist unvorteilhaft. Allerdings weist mein Graph auch schon im letzten Jahr
mehrwöchigen Nicht‐Niederschlag aus, ca. 2 Wochen jeweils im März und Mai 2006 …
Zugegebenermaßen ungewohnt sind aber Berichte über sowohl eine Wasserknappheit als auch Notstands‐Überlegungen vor Beginn des Sommers in anderen europäischen Ländern – zu sehen z. B. in der tagesschau vom 30.04.2007 …
… oder in verschiedenen Artikeln im Spiegel, auch über Auswirkungen für die Schifffahrt in Deutschland.
Pünktlich zum Morgenkaffee ist zu vermelden, daß es in Ostwestfalen zu regnen angefangen hat. Nicht unbedingt ergiebig (die gemessenen 1,0 mm (entspricht 1,0 l/m²) sind noch weit entfernt vom diesjährigen Maximum von 26,9 mm in 24 Stunden am 18.01.2007), aber immerhin. Die Frage ist nur, ob es sich hier nun April-typisch einnäßt oder der (Früh-)Sommer bald wieder durchstartet …
