Was man so beim mittäglichen Feed-Scan nicht alles findet … Augenscheinlich, so berichtet Golem.de, bereitet sich die Post auf die immer papierloser werdende Kommunikationsrealität vor — mit einer, wie ich finde, bemerkenswerten strategischen Weitsicht zur Akzeptanzsteigerung des (nochj) Monopolangebotes Briefzustellung:
[…] “Strategie 2015” bedeutet zugleich eine Verteuerung der Briefzustellung. Für das bisherige Porto gibt es die Zustellung nur noch von Dienstag bis Samstag. Wer auch die Beförderung am Sonntag und Montag benötigt, zahlt ein höheres Entgelt. […]
Es bleibe mal dahingestellt, ob »Beförderung am Sonntag und Montag« und »Zustellung Dienstag bis Samstag« nicht unterschiedliche Themen sind und auch, inwiefern es logistisch praktikabel ist, nur noch bestimmte Sendungen sonntags und montags weiterzubefördern (in Richtung des Zielpostamtes; wie etwas, was am Samstag in X ist und nach Y soll, nun ohne Transport am Sonntag und Montag dann am Dienstag zur Zustellung in Y sein soll, ist wohl ein Geheimnis von Golem.de oder der Post). Wirklich bemerkenswert finde ich es, daß die Deutsche Post der nachlassenden Wichtigkeit des Transportes gedruckter Briefe – siehe auch »De-Mail«-Pläne der Bundesregierung – mit weiterer Unattraktivierung dieses Produktes begegnet. Also, ein »Kaufanreiz« sieht für mich anders aus … Immerhin, so bietet man mit der Öffnung des Marktes auch gleich den Mitbewerbern Möglichkeiten, sich vom Platzhirsch Marktführer zu differenzieren.
