Während ich so auf des Firmwareupdate einer meiner (Developer-) La Fonera 2.0 warte – das dauert so seine 30 Minuten – und online über eben jenen »Social Router« und Tchibos 19,95-€-5-GB/Monat-dann-Drosselung-3G-Flatrate bin, merke ich, daß ich noch ein Update zurm leidigen Thema »Alice und die nicht stattfindende DSL-Schaltung« schuldig bin …
Denn es begab sich, daß unsere italienische Freundin sich am 26.06.2009 (Eingang: 04.07.09) Zeit nahm, auf »Ihre Anfrage vom 17.06.2009« zu antworten. Also so schriftlich, mit augenscheinlich echten Kugelschreiberunterschriften.
Selbst ein reitender Bote hätte das vor 100 Jahren wohl schneller von Hamburg nach Gütersloh transportiert, aber, wie gelernt, allzuviel verlangen darf man wohl nicht bei einem Unternehmen, welches mit einer hübschen Frau für ein sehr technisches Produkt wirbt. Wie dem auch sei, die Quintessenz dieses langen Reifeprozesses lautet wie folgt:
Bezüglich der bereits abgeschalteten Rufnummer, bzw. des abgeschalteten Anschlusses […] bei der Deutschen Telekom, können wir Ihnen mitteilen, dass dieser nicht von uns zum jetzigen Zeitpunkt gekündigt wurde, sondern erst zum tatsächlichen Zeitpunkt der Rufnummern- und Leitungsübernahme. Bitte richten Sie eventuell anfallende Schadensansprüche an den verantwortlichen Anbieter.
Doh! Sollte ich der hübschen Italienerin Unrecht getan haben? Naja, selbst, falls diese Aussage stimmen würde – die Terminfreiheit des initialen Telekom-Schreibens könnte diese Annahme stärken –, der Auftragnehmer war nun einmal Alice und außer Alice kann – lt. Aussage der Telekom – grade keiner was tun bzgl. der Rufnummer. Insofern sehe ich Alice alles andere als »vom Haken« bzgl. Schadensersatzforderungen; mit der Telekom hatte die auftraggebende Praxis ja kein Vertragsverhältnis, mit Alice schon. IANAL, meiner billigen und gerechten Auffassung nach müßte der Ablauf aber wie folgt sein: Auftragsgeber verklagt Alice, bekommt Recht; Alice verklagt dann die Telekom auf Ersatz des Schadensersatzes?
Egal, der gereichte Schwarze Peter wurde schon am Wochenende an die Telekom eingeschrieben und vorab gefaxt, mal gucken, ob da nun endlich mal jemand zum Telefonhöhrer greift und mit Alice klärt, warum 6 Wochen nach Auftragserteilung noch keine Leitung bereitgestellt wurde von der Telekom für Alice.
Ach so; was ich mit der Fonara 2.0 und ‘ner 3G-Flatrate mache? Nunja, da Alice absehbar nichts liefern wird – und auch zu servicewüstig ist, von sich aus auf die Idee zu kommen, z. B. über Mobilfunk eine provisorische Erreichbarkeit und Surfgelegenheit bereitzustellen –, wird’s Zeit für einen Plan B: Internet-Zugang und sichere LAN-Kopplung müssen langsam mal eingerichtet werden, also habe ich am Samstag einen (weiteren) Huawei E160 samt SIM (hier: Tchibo; ebenfalls das o2-Netz nutzend) gekauf und bringe derzeit meinen Spare-Fonera 2.0 als Alice-Ersatz an den Start. Die dahinter geschaltete Fritz!Box wird sich dann über OpenVPN mit meinem Netz verbinden und alles wird gut. Bis auf die massiv erhöhten Telefoniekosten, da die Anrufe auf die einzig verbliebene Rufnummer der Praxis nun auf Privathandies parallel signalisiert werden müssen (statt per VoIP-over-VPN für lau). Aber diesbezüglich begeben wir uns dann später in Gottes Hand, sprich auf den Rechtsweg …
