Gedanken zur Guten Nacht eines alternden Freaks

(Sorry für den Titel; er dürfte der – abwärmebedingt hohen – Umgebungstemperatur von 27,8 Grad Celsius bei laufendem Miefquirl geschuldet sein.)

Nachdem nun der Alice-Komplettanschluß in der Praxis meiner Frau und deren Kollegin funktioniert – Anektode am Rande: Stilecht kam die Information über den Techniker-Einsatz am 15.07.09 zwischen 8 und 12 Uhr am 15.07. oder 16.07. auch per Post bei uns an; nicht ohne den Hinweis natürlich, daß eine unangekündigte Abwesenheit unsererseits Folgebesuche kostenpflichtig machen würde; ich weiß ja nicht, was sich Hansenet/Alice da für einen postalischen Dienstleister angelacht hat, er hat aber augenscheinlich Transportzeiten wie die Hamburger Behördenpost (die Information, daß ich zum Vertreter des Betreuungsbevollmächtigten ernannt wurde, ausgestellt zwei Tage vor dem Tode meines Vaters, erreichte mich postalisch schon ca. drei Wochen nach dessen Ableben; auch in Deutschland hilft bei Behördenkontakten eben nur Schwarzer Humor), zum Glück gehen die SMS von Alice zumindest zu D2 zeitnäher raus –, und im Zuge dessen auch meine heimische Telefonie »fritzisiert« wurde, wende ich mich derzeit letzten Aufräumarbeiten zu.
Beim Überprüfen alter VoIP-Verträge – ich mache ja mit VoIP eigentlich seit Ende der 90er rum – stolperte ich über eine DSL-Ausfall-Offerte einer meiner (VoIP-) Anbieter:

ISDN Dial-Backup¹

[sup]NEW![/sup]
€ 11.90 monatlich
4.8 Ct/min.

¹Sollte die DSL-Verbindung einmal gestört sein, wählt sich der Router automatisch via ISDN ein und bekommt die gleiche IP-Adresse und optional das gleiche Subnetz wie über die DSL-Verbindung zugewiesen.

 
Vielleicht bin ich ein Bandbreitenschwein; aber ich habe einen VDSL25-Anschluß, und jenen sichere ich (in Eigenregie) über HSDPA ab (Tchibo/o2) — und stelle immer bei VDSL-Unpäßlichkeit fest, daß eine maximale Geschwindigkeit von 3600/384 kBit/sec kaum reicht als 25000/2500-kBit/sec-Backup. Wie sollte das erst mit einem Backup von 64/64 kBit/sec für (max.) 16000/1024 kBit/sec aussehen‽
Auch die Kostenrechnung ist meines Erachtens interessant; für den ISDN-Zugang alleine (kein NGN bitte, denn das ist bei DSL-Ausfall i. d. R. mit weg) fallen an Telekom oder Mitbewerber wenigstens 10, eher 20, EUR im Monat an. Der Anbieter möchte für die Bereitstellung des Dienstes weitere 11,90 EUR/Monat – nutzungsabhängige Entgelte nicht inbegriffen.
Ein HSPA-Zugang kostet heute einmalig € 59,99 (Angebot Medion-Surfstick)/~€ 50,00 (Angebot Tchibo für E160); dazu kommen monatliche Raten für eine »5GB-Flatrate« von unter 20 EUR/Monat. Für einen geringeren monatlichen Obulus bekomme ich also mehr MBit/sec — wer will da noch ISDN-Backup?