So als Tagesendaktion steht noch der abschließenden Feedread an, und da werde ich plötzlich hellwach. Ich möchte die Geschehnisse in $UnaussprechlicherOrtBeiStuttgart gar nicht thematisieren; aber es scheint fast so, als habe nach Gladbeck die deutsche Presse einen neuen Tiefpunkt ausgelotet. Zitat Spiegel Online:
Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version dieses Artikels hatte als Überschrift ein Zitat aus einem angeblichen Internet-Forumbeitrag von Tim K.: “Ich werde morgen früh mal so richtig gepflegt grillen”. Diesen und weitere Sätze hatte der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag veröffentlicht, SPIEGEL ONLINE übernahm sie. Tatsächlich wurde inzwischen von der Polizei dementiert, dass der Forumsbeitrag auf den Amokläufer zurückzuführen ist; vermutlich handelt es sich um eine Fälschung. SPIEGEL ONLINE hat deshalb diesen Artikel korrigiert und den Vorgang in einem eigenen Text thematisiert (mehr…).
Respekt. Augenscheinlich, siehe z. B. taz-Blog, wurde die Mitteilung posthum erstellt, Hintergründe – vielleicht – auch auf unkreativ.net.
Erst einmal nur soviel:
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Zweifel an der Echtheit des Chatroom-Eintrags des Amokläufers Tim K. zurückgewiesen. Nachdem der Vater des 17-jährigen Chatpartners die Polizei über den Austausch der Nachrichten informiert habe, habe man die entsprechenden Einträge auf dem Computer von Tim K. gefunden, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Claudia Krauth, am Donnerstag mit.
Vielleicht, nur vielleicht, bedarf es doch einer alternativen Informationsquelle, vielleicht, nur vielleicht, sind Staatsanwaltschaften oder das BKA doch nicht die vertrauenswürdigste Quelle?
Die von Innenminister Heribert Rech (CDU) öffentlich geäußerte Annahme, die Ankündigung der Bluttat in einem Internet-Forum sei auf dem Computer des 17-Jährigen geschrieben worden, habe sich als falsch herausgestellt, sagte der Sprecher. Es gebe derzeit keinen Beweis, dass Tim K. diesen Eintrag selbst verfasst habe.
Quelle: Spiegel Online
/me didumms …
