Einen Fehler habe ich – wahrscheinlich zwangsläufig – gemacht; beim Kauf der im Bau befindlichen Eigentumswohnung habe ich nicht auf die Türklingel-und-Gegensprechanlage geachtet, ich ging davon aus, es reiche ja, das Haustelefon im EG zu haben.
Nun klingeln aber immer öfter die Nachbarskinder, um sich mit den unsrigen zum Spielen zu verabreden und es wird zunehmend lästig, wenn man gegen 18 Uhr oben im Arbeitszimmer sitzt, die Treppe runterhetzen muß nur um ein »kommt $Kind raus?« mit »ist schon« oder »ist gar nicht da« oder was auch immer zu beantworten … zumal es durchaus vorkommen kann, daß wenige Minuten später – man hat den Faden im Arbeitszimmer grade wieder aufgenommen – das nächste Kind die identische Frage klingelnderweise stellen will.
Ich denke, derlei muß man selbst erfahren und erfährt es eher als Elternteil, vorher denkt man einfach nicht daran, daß es sogar unfallvorbeugend sein kann, seine Türsprechstelle mit der heimischen Telekommunikationslösung (also heute i. d. R. wohl einer DECT-Anlage) zu verheiraten.
Insofern habe ich mich schlau gemacht, das »Wohntelefon« ist vom Typ RITTO 17630, mithin ist immerhin schon eine sog. TwinBus-Anlage verbau worden. Leider noch nicht IP-fähig, aber augenscheinlich auch ein spannendes System, welches über einen 2-Draht-Bus leicht erweiterbar scheint. Es gib dazu einen TK-Adapter (14685), der augenscheinlich irgendwo in den TwinBus eingeschleift werden kann und scheinbar bis zu 99 Klingeln zu 99 verschiedenen Zielnummern verbinden kann — ausreichend für das Drei-Parteien-WEG hier ;) Charmanterweise könnte man diesen TK-Adapter im Keller a) vom TwinBus-Netzgerät mit speisen lassen und hätte b) dort die Möglichkeit, den TK-Anschluß über die in räumlicher Nähe befindlichen Telefonverteilung in die Wohnung zu bringen. Alternativ müßte ich von meinem Wohntelefon im Flur den TwinBus zu einem Ort legen (hin- und zurück), wo ich den TK-Adapter aufstellen und mit Energie versorgen kann und von dort zur TK-Anlage einen weiteren 2-Draht legen — err, deutlich negativer WAF hier ;)
Also muß ich mal auf der nächsten WEG-Versammlung das Thema mal ansprechen, vielleicht möchten ja auch andere Parteien diese Funktion nutzen; dann stellte sich nur die Frage, wie man aus 1 a/b-Anschluß des TK-Adapters dann 3 unterschiedliche Signalisierungen in die 3 Wohneinheiten bekäme. In jede Wohnung gehen, IIRC, vom Telekom-Hausverteiler 4 Doppeladern, nehmen wir mal an, 1 DA wären für Telefonie und 1 DA für DSL belegt (ja, ich weiß, daß das normalerweise über 1 DA geht ;)), wären immer noch zwei DA frei, d. h. mit 1 DA könnte man aus dem Keller die »Türnebenstelle« in die jeweilige Wohnung bringen (gut, bei mir nicht, da ich den Amtsanschluß in den Keller gelegt habe und die 4 DA in die Wohnung für 2x S0 benutze; Details. Ist ja noch ‘n Leerrohr frei ;)).
Aber um die drei Parteien zu versorgen, die getrennte Kommunikationslösungen verwenden, bräuchte man drei getrennte a/b-Anschlüsse, die als Telefone an analoge Nebenstellenanschlüsse der die TK-Anlage in der jeweiligen Wohneinheit angeschlossen werden könnten; das Gerät von Ritto bietet aber nur einen (dafür Anwahl verschiedener Nummern je nach gedrückter Klingel). Frage an die Anlagenspezies unter den Lesern: welche Optionen gibt es denn dafür?
Einfach wäre es, den Ritto-TK-Adapter an einen Fon-Port einer Fritz!Box zu hängen und hinter diese per SIP (mittlerweile geht SIP-Registrar ja) SIP-Anlagen der anderen WE, Kopplung im Zweifel über die jeweiligen DSL-Zugänge … Aber das ist mir zu sehr von hinten durch die Brust ins Braune …
