.. oder: So geht Politik:
Die strikten Handelsbeschränkungen haben sich die Lieferländer einst überhaupt erst auferlegt, weil ein für zivile Zwecke gelieferter Reaktor zum Waffenbau missbraucht worden war, und zwar von Indien.
[…]
[…] die USA machten solange Druck, bis die letzten Skeptiker einlenken mussten. Das Signal, das davon ausgeht, ist verheerend: Der Zugang zu Atomtechnik, egal welcher Art, ist eben nicht abhängig vom Verzicht auf die Waffenoption, sondern vom strategischen und wirtschaftlichen Interesse der Exporteure, allen voran der USA.
Mit anderen Worten: noch zwei, drei Stürme über den Vereinigten Staaten dieses Jahr, und auch der Iran darf auf Lockerung der Sanktionen hoffen? Kuba dürfte eher zu arm sein, um sich um Atomwaffen zu scheren, aber was ist mit Venezuela? Neue Märkte, los, George W., frag’ doch mal nach.
