Intelligente Windows-Installer

Es ist ja nun nicht so, daß ich nicht auch Windows nutzen würde. Geht ja heute eigentlich nicht ohne und spätestens, wenn man Kinder hat, darf man sich mit kranken Flash-Spielen, die zur Installation Administratorrechte benötigen und sich konsequent dann auch nur als Administrator starten lassen, oder mit den elenden IE-only Seiten bekiffter Coder, die für Fernsehsender die Webseiten zusammenlöten, rumärgern. Gut, das ist eben so. Was aber irgendwann nicht mehr hinnehmbar ist – leider bin ich hier wohl wieder mal in der Minderheit –, sind unanständig dämliche Installationsroutinen. Wie die der WISO-Software, die mich heute den Großteil des Vormittags gekostet hat.
Dieser Installer bot mir zwar die Aussicht an, die Software woanders als auf C: zu installieren,ermöglicht dieses aber nur dann, wenn auf C: ausreichend Platz für die gesamte Installation wäre. Solange auf C: eben nicht genug Platz ist, dann also, wenn man es auf jeden Fall nicht dort haben will, dann sagt dieses dreckig-doofe Installationsroutine stumpf: »Fsck Dich, auf C: ist nicht genug Platz. Wähl’ mal weniger zu installierende Software aus oder pack’s gefälligst woanders hin!«
Dazu ist anzumerken, daß auf C: noch genug Platz gewesen wäre — hätte nicht ein vorangegangener Schritt über 90 MB .NET-Dreck ungefragt in C: abgelegt.
Wann gibt es endlich für den Endanwender einklagbare Mindeststandards an Programmintelligenz, damit die Softwarehersteller – Microsoft eingeschlossen – aufhören, mit ihrem unausgegorenen Scheiß unbescholtene – zahlende – Anwender zu malträtieren? Daß wäre mal Bürgernähe, Frau Merkel. Aber das können Sie im Anus der Musikindustrie ja nicht hören. *sigh*