Tja. So kann es einem ergehen. Über Pfingsten ist war diesmal Damp 2000 angesagt, Das Ostseebad Damp, wie Damp 2000 heute heißt, wurde in den frühen Siebzigern aus dem Boden gestampft und scheint sich nach der Jahrtausendwende vom Ziel der Massen- zum Ziel der Wellness-Touristen gewandelt zu haben.
Vor Ort kursieren Geschichten vom Niedergang des Tourismus und dem Klinikbetrieb als strahlendem Retter — die Damp Gruppe beschreibt es so:
Damp – die Kompetenzadresse für Gesundheit und Erholung
Am 15. Juni 1973 wurde das Ostseeheilbad “Damp 2000” mit Ferienanlagen und Ostseeklinik eröffnet.
Kontinuierlich wurde über die vergangenen drei Jahrzehnte auch die medizinische Kompetenz der Unternehmensgruppe ausgebaut. Neben der Ostseeklinik Damp und der Reha-Klinik Damp gehören die im März 1993 eröffnete Reha-Klinik Ahrenshoop auf der mecklenburgischen […]
Mit dem neuen Geschäftsfeld “Damp Vital” hat die Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum um Präventivmedizin, Wellness und Fitness ergänzt und damit ihr Profil als die Kompetenzadresse für Gesundheit und Erholung weiter gestärkt.
Wie es nun auch immer gewesen sein mag – recherchieren läßt sich der Startschuß für »Damp 2000«, daß offensichtlich die Damp Gruppe mit der Gründung von »Damp 2000« etwas zu tun hatte und daß kurz vor der Jahrtausenwende Ort und Unternehmen umbenannt wurden –, nachprüfbar ist, daß augenscheinlich ein Teil (genauer ein ganzer Flügel) des Ostseehotel-Gebäudes, welcher jetzt Teil der Reha-Klinik Damp ist, früher wohl eher eine Appartmentanlage war; die Einbauküche ist zumindest teilweise noch vorhanden, bis auf den Siemens-Kühlschrank (mit einem S-förmigen Logo) allerdings ohne Funktion.![]()
Aber genug zur Geschichte von Damp — es ist noch da und dabei können wir’s ja auch belassen … Wir hatten uns also über Pfingsten dort ein »Ferienhaus klein« – keines der Nur-Dach-Häuser – gemietet. Nett, zwei Schlafzimmer, Wohn-/Esszimmer mit Küchenzeile, Terrasse – was braucht man im Sommer mehr? Sogar ein kleiner Fernseher stand drin – ich habe ihn aber nicht eingeschaltet und habe daher keine Ahnung, ob’s da mehr als drei Programme zu sehen gab ;)
Schlimm allerdings war die Netzabdeckung mit moderner Technologie, sprich ab 3G aufwärts. Die Netzqualität – bei GSM – war gut, was aber bei einem Sendeturm in ca. 50m Entfernung nicht überraschen darf. Sehr überraschend, da so noch nirgendwo anders gesehen, aber wie gesagt der Netzausbau: alle vier deutschen Anbieter vertreten, aber nur Vodafone mit 3G.![]()
Aus dem Hotelkomplex war immerhin ein dänisches 3G-Netz zu empfangen — aber weder D1 noch o2, und nur für diese Netze hatte ich Datentarif-SIMs dabei, sendeten wenigstens UMTS. Ein ziemlich schwaches Bild für ein Touristikzentrum, wie ich finde … Leider strahlte auch das Public-WLAN, welches das Ostseehotel für seine Gäste sowie den Yachthafen betreibt, nicht bis in die Ferienhaussiedlung. Oder auch nur bis in den fünften Stock des Reha-Trakts, von wo aus ich eine Funkbrücke mit 2x Fonera hätte aufbauen können …
GPRS ist zwar noch immer besser als gar kein Netz, aber überzeugend ist die Mobilfunkabdeckung in Damp nicht.
