Flash considered harmful

 HUAWEI E220 Statistics [q]uit
Uptime : 1826s
SpeedUp : 2kB/s
SpeedDn : 45kB/s
|| Trnsfd : 3.0MB
|||| Recvd : 37.2MB
STRENGTH Mode: (?)

Hmm, heftig, ein bißchen blogdoch-surfen und schon sind 40 MB futsch. Und das noch relativ langsam, in Gütersloh verfügt o2 offensichtlich nicht über HSDPA — 45 kByte/sec entspricht UMTS’ 384 kBit/sec, in etwa.
Gegenversuch mit D2, mit N95 via Bluetooth angebunden. Zuerst fällt die geringe Latenz auf:

traceroute to 192.251.226.30 (192.251.226.30), 64 hops max, 40 byte packets
1 * * *
2 * * *
3 10.210.19.146 104 ms 88 ms 93 ms
4 172.16.5.244 91 ms 172.16.5.243 76 ms 172.16.5.244 102 ms
[...]
9 145.254.16.66 88 ms 88 ms 100 ms
10 62.53.239.117 104 ms 100 ms 96 ms
11 195.71.12.59 112 ms 113 ms 111 ms
12 195.71.109.220 92 ms 105 ms 95 ms
13 192.251.226.30 112 ms 92 ms 104 ms 

76 ms kommt schon fast an ISDN (ca. 60 ms) und ADSL-ohne-FastPath (64 ms) ran! Respekt, da verbessert scheinbar die modernste UMTS-Variante nochmals signifikant die Latenz — wenn man bedenkt, daß CSD/GRPS bei 500 bis 700 ms liegt, UMTS immerhin noch bei 200 bis 400 ms, dann sind unter 100 ms schon eine wirklich gute Leistung.
Ok, wo Licht ist, ist auch Schatten: diese Geschwindigkeit (1050+ kBit/sec — ggf. limitiert durch den Bluetooth-Link zum Modem Telefon?) steht mir leider an meinem Wohnort nicht im o2-Netz zur Verfügung, auch am Arbeitsplatz steht »nur« UMTS von o2 zur Verfügung (kein HSDPA) — aber anders als E+ baut o2 immerhin HSDPA aus …
Da Vodafone dem Vernehmen nach schon ihr gesamtes deutsches Netz mit HSDPA überzogen haben (gleiches soll für T-wieauchimmersiegradeheißen gelten), geht der Punkt für Geschwindigkeit als auch Latenz ganz klar in Richtung der Platzhirsche T-D1 und Vodafone D2 …
Surfen/Arbeiten über die HSDPA-Verbindung machte erstaunlich viel Spaß, selbst für mich als DSL-16000-Junkie war das mehr als nur erträglich; HSDPA-Netze könnte man durchaus als DSL-Ersatz sehen (nur werden sie in der Regel genau dort nicht aufgebaut werden, wo sich schon niemand DSL zu legen traut :() — allerdings dürfte ich auch, zur Testzeit zumindest, in der mit DSL gut versorgten Kleinstadt Gütersloh (DSL-Infrastruktur von, mindestens, Telekom, Arcor, QSC (inkl. SHDSL), Telefónica, BiTel, … vorhanden) der einzige HSDPA-Surfer gewesen sein. Die nächsten Ausbaustufen (3,6 MBIt/sec Downstream, 7,2 MBit/sec Downstream) andererseits stehen ja schon auf der Roadmap.
Das könnte noch richtig spannend werden, ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, klevere Paketpreis-Gestaltung (HSDPA-basierender »DSL-Zugang«, mit 2 UMTS/GSM-Funkmodulen ausgestattete DECT-Basisstation (=> ISDN-Komfort der zwei »Leitungen«) oder eien andere Lösung für »stationäre« Sprachtelefonie in der »Homezone«, Option für zweite SIM für mobile Nutzung, verschiedene Flat-Packages (Sprache wie Daten), …) — für den Gelegenheitssurfer könnte das attraktiv sein. Allerdings geht derzeit ja eher der Trend dahin, daß auch die Mobilfunker ihre Kunden an die (DSL-Leitungs-) Leine nehmen — und die T-Com Telekom bindet, durch massive Aktionen unterstützt, derzeit ihre verbliebenen Kunden möglichst an 24-Monatsverträge.
Wie auch immer: HSDPA r0x0r!

2 Replies to “Flash considered harmful”

Comments are closed.