Während Studivz nun auch bei englischsprachigen Blogs (dank des andauernden Technorati-Search-Highscores) zum Thema wird und “explanation pages” (another one) munter aus der deutschen Blogosphäre heraus geschrieben werden, blogt Ehssan Dariani (ob unter Aufsicht ist unklar) frohgemut, daß »1.000.000 Studis glücklich vernetzt« seien.
Glücklich? Naja, schon die Lassie Singers wußten, »Jeder ist in seiner eigenen Welt (aber meine ist die richtige)«, insofern mögen die über Probleme nörgelnden User vielleicht auch nur ein Wahrnehmungsproblem sein.
Wahrnehmbar ist allerdings auch das Ultimatum in Richtung Investoren bei Studivz (initialer Artikel) von Don Alphonso (siehe auch „Journalist Rainer Meyer“-Thread vom Sommer):
Lukasz, ich weiss, Du liest hier mit. Du weisst, wer und was ich bin. Es ist aus. Greift durch, zwingt mich nicht.
Ich gebe Euch 48 Stunden. 48 Stunden haben uns damals bei solchen Einsätzen auch immer gereicht. In 48 Stunden müsst Ihr die ganze Geschichte haben. Oder das Ganze geht hoch.
Denn ich war schneller als Kolja. Ich bin immer schneller.
Wobei er später ausführt:
Nein. Ich weiss, die sollen wissen, dass ich weiss, der Rest ist deren Sache. Nicht meine. Ich bringe so etwas nicht.
Die sollen den Saustall aufräumen, das ist alles.
Hmm, was nun, kommt Morgen Nachmittag die ganze Wahrheit ans Licht – oder eben doch nicht?
Eigentlich auch egal; der Impact der Blogosphäre ist meines Erachtens längst nicht so groß, daß ein Unternehmen wie Studivz Ltd. davor nun zittern müßte.
Was soll passieren? Wird BILD anbeißen? Wohl kaum, denn wer im Meinungsmainstrem kennt Ehssan Dariani, Studivz — oder wen kümmerte es? Peter Turi hat schon Absolution erteilt, andere folgen wohl zumindest gedanklich; bleiben also irritierte Blogger und irritierende Blogeinträge; das aber ficht den gemeinen Studenden 2006 nicht an. (Bekommt er/sie/es überhaupt mit?)
Naja, nicht bevor seine bereitwillig weggegebenen Daten als Bummerang Probleme bereiten — oder er, rein hypothetisch, Partner vermittelt bekommt ohne gefragt zu werden.
Aber das ist eine zuküftige Geschichte — vielleicht auch nur Wunschdenken von Menschen mit bösen Gedanken.
Wir werden es erleben, demnächst, in Ihrem lokalen Blogtheater ;)

Naja, mit BILD hast du gar nicht mal so schlecht gelegen.
<a href=”http://www.welt.de/data/2006/11/12/1107631.html”>http://www.welt.de/data/2006/11/12/1107631.html</a>
Die Medien sind schon aufgesprungen. Zu Recht.
Hallo,
ich stelle mir die letzten Tage immer häufiger die Frage, ob den Mitgliedern eigentlich bewußt ist was die AGB von StudiVZ aussagen.
Einfaches Löschen des Profils ist ja lauf AGB nicht ausreichend:
§ 6 Abmeldung, Kündigung und Vertragsauflösung
(1) Ein Mitglied ist jederzeit berechtigt, sich ohne Angabe von Gründen schriftlich oder per E-Mail abzumelden. Mit der Abmeldung wird der für die Profile des Mitglieds gespeicherte Datensatz gelöscht. Das zuvor geschlossene Vertragsverhältnis ist hiermit beendet.
siehe http://www.studivz.net/terms.php
Aber die meisten Benutzer lesen sich ja ´eh net die AGB durch. Aber macht doch mal darüber ein wenig aufmerksam… das geht bei der ganzen Diskussion anscheinend unter. Also ich habe bisher nichts dazu gelesen!
Bleiben nicht folglich der Vertrag weiterhin, trotz der Löschung des Profils am laufen? Ist es nicht so, dass StudiVZ weiterhin die Daten in der DB behält‽
*confused*
Hey, das mit den AGB ist ja echt interessant. Ich habe die natürlich auch nicht gelesen …
… wie sicherlich ein nicht geringer Teil der Nutzer generell; wenn ich »rein« will, tendiere ich eher dazu, »Accept« zu drücken, ohne groß zu verstehen zu versuchen, was da steht … Allerdings darf man m. W., IANAL, auch davon ausgehen, daß keine vollkommen unvorhersehbaren Dinge dort vereinbart werden, mal also weder die Seele noch eine Niere via AGB-Vereinbarung verkauft, wenn man nur ein Portal nutzen will.
Was ein Betreiber wirklich tut, ist schwer nachzuvollziehen. Daß durchaus unterschiedliche Rechtsauffassungen existieren, konnte grade wieder am Beispiel eines etwas größeren und marginal renomierteren Unternehmens festgestellt werden. Sofern Studivz eine Löschung des Profils nicht als Kündigung wertet, würde formal der Vertrag, so er denn wirksam eingegangen wurde, wohl weiterlaufen, ja.
Zu einem gewissen Teil ist diese Diskussion wohl akademisch, aber schon um nicht durch AGB-Änderungen ggf. nach Ankündigung zum zahlenden Mitglied »befördert« zu werden, wäre bei Verlust des Interesses eine saubere Kündigung anzuraten, ja.