Don Alphonso serviert derzeit an seiner blogbar Direktlinks ins Image-Grab der Studivz, die Meute ist sich uneins, ob das Enthüllung oder Olle Kamellen sind. Derweil blogt der frischgebackene Datenschutzbeauftragte der Studivz darüber, daß »die Suche nach einem beliebigen Code, wie beispielsweise Ev4M21/Z3uP7KA-5819, der Zahlen und Buchstaben enthält, viele Millionen Jahre benötigen« würde. »Die Kombination des von [Studivz] verwendeten Codes ist bedeutend komplexer als die Kombination aus PIN und TAN beim Online Banking« — sicher ist eben sicher.
Gut, daß man, wenn man »…/Ev4M21/« schon kennt (Existenz eines solchen Albums durch Veröffentlichung z. B. bekannt geworden oder durch Leute, die es sehen dürfen, bekannt gemacht), nur noch »Z3uP7KA-5819« erraten muß und ferner, wie Don vorführt, bei in kurzer zeitlicher Abfolge hochgeladenen Bildern sich nur 3 Zeichen vorne sowie der Teil hinterm Bindestrich ändern, naja. In Kombination mit der nicht übermäßigen Webserverperformance kann man das derzeit wohl als »sicher« in dem Sinne bezeichnen, daß praktisch jede Bruteforce-Attacke zu lange dauert. Blöd wird’s nur, falls das lange versprochene »studiVZ – on SpeeeeED!« tatsächlich noch mal kommt.
Man kann nur hoffen, daß der »bedeutend komplexere« Code für’s Verstecken der Bilder vor neugierigen Direktzugriffen korrekter ist als der, der die Mitglieder in Gruppen aufzählt. Denn bei meinen Streifzügen durch Studivz sind mir mehrfach die Nutzerzähler ausgetickt, siehe Bild oben. Für 31 Mitglieder einer Gruppe braucht man keine 162 Seiten mit je 12 Bildern — falls doch, muß mein bc(1) kaputt sein.
Personalie am Rande, damit’s nicht untergeht: Ehssan Dariani, kürzlich noch als CEO im JobTV, weilt im wohlverdienten Gründerurlaub.
So zumindest deutet Don an und bestätigt auf Nachfrage das in die Welt gesetzte Gerücht:
Soweit ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Quellen weiss, sollen ihm die Gesellschafter Ende letzter Woche gesagt haben, dass es so nicht weitergeht, und er solle mal ne Pause machen nach dem Jahr. Es gab Mitte letzter Woche noch ein paar Rettungsversuche […], und irgendwann war wohl allen Beteiligten klar, dass es kein Spass mehr wird. Es kann gern mal einer in Berlin anrufen und nach ihm fragen. *g*
Gut, als Gründer wird er sicherlich noch erkleckliche Anteile halten, insofern wird er seine ehemaligen »25.000 Euro Schulden« (Netzzeitung) sicher abzahlen können, falls nicht schon geschehen, wenn die restlichen Gründer und Investoren den Briefkasten bis Jahresende zu Geld machen.
Sollte ihnen das nicht gelingen, könnten Aushilfsadmins¹ zum Jahresende, vielleicht, das Thema der Datensicherheit bei Studivz noch einmal völlig neu beleuchten — und ob jene auf Don Alphonso (»Das sind daten, da hängen Leben dran«) hören?
Wir werden es erfahren ;)
¹ Dank an YAMB.BETA² für den Hinweis auf den CCC.

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