Datenspuren 2.0, Datenbewertung BETA

Einen Kommentar aus der Blogbar möchte ich aufgreifen:

Als Jurastudent bin ich selber ein Verfechter der Hoheit über die eigenen Daten. […] Ich kann ganz offen sagen: Ich bin selber seit Jahren studienbegleitend (teils auch selbstständig) als Personaler und in der Rekrutierungsbranche (konkret: Headhunting) tätig. Auch ich/wir(Firma) haben selbstverständlich einen Fake-Account bei einem sehr großen Networking-Portal […] und schauen uns die Leute dort an, bzw. nutzen das sogar teilweise als Search-Modul. Sollte dort aber in irgendeinem Gästebuch mal stehen “Ey, war ne echt geile Party […] optimale Krönung… [usw.]”, dann interessiert mich das ehrlich gesagt gar nicht.

 
Zwei Dinge sind festzuhalten. Erstens: Das nicht nur hier mehrfach skizzierte Szenario mit Personalfachkräften, die in diesen und ähnlichen Börsen verdeckte Informationsbeschaffung betreiben, ist wohl real.
Zweitens: Das jemand mal über die Stränge schlägt, ist eher normal, das Gegenteil sollte hellhörig machen, wie nicht nur die Toten Hosen wissen: »Von Vatikan bis Taliban, Sieht man, dass es stimmt, Dass die ganzen Abstinenzler Noch immer die Schlimmsten sind«. Aber wo ist die Grenze? Wieviel Fotos von »Bewerber mit Bierflasche« sind noch erträglich? Was macht ein Betroffener gegen »Hein Suffkopp ist auf 17 Fotos markiert«, und 5 davon sind wenig vorteilhaft von 3 Feten?
Darüber sollte jeder Fotoenthusiast vielleicht einmal fünf Minuten nachdenken …