Ich habe jüngst das Wort »Bastard« auf eine Äußerung von Linux Torvalds verlinkt. Das schöne am Blog ist ja, daß man ggf. mit derlei »ungestraft« davon kommen kann (das war im Usenet noch anders ;)) Aber nur für den Fall, daß das doch mal auffällt, eine kurze Erklärung:
Ich nutze nun seit zwölf, vierzehn Jahren Linux, und ich war noch nie so angepißt wie heute. Und ein Großteil des Grolls entspringt der unsäglichen Entscheidung von »Gott Torvalds«, die Entwicklung im 2.6er-Baum weiterzuführen.
Sicher hat dies Vorteile — ganz klar hat dies aber auch Nachteile für alle die, die auf Code angewiesen sind, der sich nicht den rapiden Änderungszyklen unterwerfen kann oder will. Was Kollege Torvalds meines Erachtens verkennt, ist die Tatsache, daß neben der durchaus erklecklichen Anzahl an verschiedenster Hardware innerhalb des Linux-Kernels auch noch nicht zu wenige außerhalb des Kernels gepflegt werden — warum auch immer.
Ich weiß jetzt konkret nicht, wie oft ich mir neue Versionen runterladen — oder Quick-Patches anwenden – mußte, um alle meine (USB-Videocam-) Hardware am laufen zu halten; eine Hand aber reicht nicht mehr, da bin ich mir sicher. Ich kenne aber auch kein Szenario, wo man sich dies sonst gefallen lassen würde.
Stand heute wird man mit einem Torvalds-Statement
I’m not going back to the old model. The new model is so much better that it’s not even worth entertaining as a theory to go back.
wohl einfach leben müssen; in ein paar Jahren mag Linux dann hoffentlich erwachsen genug sein, sich auch von seinem Vater zu lösen, wie es jedes Kind tut, wie es jedes heranwachsende Kind tun muß. Vielleicht sieht dann jemand ein, daß man mit munteren, alles andere als non-distruktiven, Änderungen doch vorsichtiger sein sollte, daß man eine gewachsene Nutzerzahl des 2.Xer-Kernels nicht regelmäßig verprellen sollte.
Aber bis dahin diktiert einfach Altvater Torvalds die Musik. Es bleibt zu hoffen, daß er noch einmal bahnbrechende Entscheidungen zu treffen n der Lage sein wird … Bis es aber soweit ist, wird es eine lange Durststrecke geben, mit Schmerzen satt:
root@brick:~/ov511-2.32# make clean make -C /lib/modules/2.6.24-21-generic/build M=/root/ov511-2.32 clean make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic' CLEAN /root/ov511-2.32/.tmp_versions make[1]: Leaving directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic' root@brick:~/ov511-2.32# make Building OVCam drivers for 2.6 kernel. make -C /lib/modules/2.6.24-21-generic/build SUBDIRS=/root/ov511-2.32 modules make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.24-21-generic' CC [M] /root/ov511-2.32/ov511_core.o /root/ov511-2.32/ov511_core.c:1701: error: unknown field ‘algo_control’ specified in initializer /root/ov511-2.32/ov511_core.c:1701: warning: initialization from incompatible pointer type
