VDSL: Happyend?

Update zum Projekt VDSL-25-Upgrade in Gütersloh sowie der toten 1&1-VDSL-50-Leitung in Berlin.

Zeichen und Wunder: Am Donnerstag rief ein Mitarbeiter des Gütersloher T-Punktes an und erklärte mir, was ich seit einigen Jahren auch schon weiß: ich hätte niemals VDSL25 bekommen dürfen. Da die Leitung aber geschaltet sei, wie sie nun einmal geschaltet ist, gäbe es nur einen Weg von VDSL-25 zu VDSL-100, und der führt durch das Tal der Tränen: ADSL-16plus. Konkret heißt das, daß der Anschluß nun auf ADSL-16 (»plus«, was IIRC was mit Entertain zu tun hat) umgebucht, und dann auch technisch umgeschaltet, wird (von VDSL- auf ADSL-Baugruppe in der Vermittlungsstelle/dem Hvt) – inklusive Wechsel von Universal (d. h. ISDN) nach IP –, und hernach endlich auf VDSL-100 aufgerüstet werden soll. Den Einwand, daß ich nicht dann 24 Monate auf ADSL-16 rumrödeln möchte, weil $Problem auftrat, entkräftete der T-Punkt-Mitarbeiter mit dem Hinweis, seine Kollegin hätte ihm zugesichert, daß dies funktionieren würde …
Nunja, andere Optionen bleiben ja nicht — entweder Leitung zu in 10 Monaten kündigen und bis dahin mit unterdimensioniertem Entertain leben (mein Kids nehmen durchaus gerne 2-4 Sendungen überschneidend am Tag auf, ab 3 parallelen Sendungen bockt der MR allerdings schon), oder eben der beschriebene Weg, um den bestehenden Zugang in die Jetzt-Zeit zu hieven. SMS mit Dank für den Auftrag kam auch schon, mal schauen, wann der Umschalttermin sein soll — zu dem muß ich das Konstrukt 7360 für IP und 7570 für ISDN durch entweder nur die 7360 oder aber eine 7490 ersetzen, dabei auch Splitter und NTBA rausrupfen …

Noch mehr Zeichen und Wunder: Und auch 1&1 sieht ein, daß die Lösung in Berlin so keine ist:

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie Ihren DSL-Anschluss nicht nutzen können und bitten uns um eine außerordentliche Kündigung.

Wir haben Ihren DSL-Anschluss überprüft und dabei mit Bedauern festgestellt, dass wir Ihnen keinen stabilen DSL-Anschluss bereitstellen können.

Daher bieten wir Ihnen die vorzeitige Kündigung Ihres Vertrags […] an. Zur finalen Bearbeitung Ihrer Kündigung senden Sie uns bitte noch ein handschriftlich unterzeichnetes Kündigungsschreiben zu. […]

Wäre es anders gelaufen, ich wäre ja gerne bei 1&1 geblieben; aber der Ausfall kam einfach zur Unzeit (Alice/o2-Fallback gekündigt) und wurde zu wenig lösungsorientiert behandelt; starres 2-Tage-Vorlauf-Beharren, ausgefallener Technikertermin an dafür genommenem Urlaubstag änderte daran auch nichts (Mega-Fail aus meiner Sicht) und schlußendlich Weigerung der Technikeraussendung (vermutlich mangels Telekom-Rückmeldung; aber auch dort hätte 1&1 schneller und nachdrücklicher nachfassen müssen): dieser Fall ist ein Lehrstück, wie man einen wohlwollenden Kunden durch im-Regen-stehen-lassen sauerfährt. Und das ist eben schade, denn als Kritiker der stattfindenden Remonopolisierung des Festnetzes bin ich prinzipbedingt froh über jeden Euro, der nicht direkt bei der Deutschen Telekom landet. Aber so, wie 1&1 die Störung behandelt hat — sorry, das geht gar nicht. Insofern graust mir davor, sollte mein 1&1-VDSL-100 in Gütersloh jemals gestört sein — daß 1&1 aus den Fehlern lernt, halte ich leider ob der Größe und ob der Erfahrung mit dem ›Service‹ für ausgeschlossen. Aber kommt Zeit, kommt Rat ;-)

2 Replies to “VDSL: Happyend?”

  1. Wie, sie erklären, dass sie den Vertrag nicht erfüllen können und Du sollst kündigen? Mit der Erklärung ist doch der Vertrag schon erloschen…

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