eBay macht auf AAL …

AAL – andere arbeiten lassen – ist ja das Motto des Mitmachwebs; »komm’, mach mit und veröffentliche eigene Inhalte über unsere Plattform, um jene interessanter zu machen«. Nun hat auch eBay, »die Bucht«, diesen Trend offensichtlich entdeckt:

Wir würden gerne von Ihnen hören, wie Ihnen die auf eBay gekauften Produkte gefallen haben. Haben Sie Ihnen sehr gefallen? Haben Sie Ihnen überhaupt nicht gefallen? Haben Sie Ihnen nur etwas gefallen? Wir würden gerne von Ihnen hören!
Wenn Sie für „eBay Ratgeber & Testberichte” einen Testbericht schreiben, helfen Sie anderen eBay-Mitgliedern die richtigen Kaufentscheidungen zu treffen.

 
Naja, zum einen finde ich überwiegend »Testberichte« Anderer nicht wirklich hilfreich (»In Sachen DSL ist auch eine 16Mbit Leitung kein Problem fuer diesen Router« ist für einen Router, der auch per externem Modem an VDSL betrieben werden können soll, wirklich eine Aussage … »Neben den Routerfüktionen (4mal LAN, 4mal WLAN) kann das gerät zudem als kleine Telefonamlage mit zwei analogen telefonen genutzt werden.« beschreibt die Leistungsmerkmale der TK-Anlage auch sehr umfangreich; und nur 4 WLAN-Endgeräte‽), zum anderen sehe ich nicht wirklich ein, warum ich für eBay als Tester und Redakteur tätig werden sollte — mit anderen Worten: »und was bekomme ich dafür‽«
Mein Hauptargument dagegen ist allerdings: warum sollte ich einen Bericht über etwas schreiben, was ich meines Wissens nie, zumindest aber nicht kürzlich, erworben habe?

Starten Sie jetzt. Schreiben Sie einen Testbericht für:
Deutsche Telekom Speedport W700V Verkabelt Router

 
FAIL, liebes eBay …

Doppeltes Fritz!chen

(Blogged via flickr)

Seit Herbst letzten Jahres versorge ich einen (mittlerweile Ex-) Kollegen im Appartment nebenan internetmäßig mit. Anfänglich hatte ich eine Fonera mit OpenWRT verwendet, um einen Accesspoint für ihn zu stellen, der Traffic sollte über einen eigenen OpenVPN-Tunnel laufen und darüber reguläre IPv4-PI-Adressen aus einem meiner Blöcke, im whois korrekt auf meinen Kollegen eigetragen, benutzt werden — sollte er darüber Bockmist bauen, gibt es kein Vertun hinsichtlich der (rechtlichen) Zuordnung … Eigentlich bin ich ja auch ein Fan von OpenWRT und der Fonera, aber leider habe ich mit aktuellen Versionen hier nur Streß;

nicht nur, daß kein Bridging WLAN-Ethernet möglich ist, meine Foneras schmieren auch regelmäßig ab, wenn ich versuche, per opkg Software nachzuinstallieren.
Nachdem beim Versuch, ‘nen Trafficshaper nachzuinstallieren, die Fonera wieder einmal aufmuckte, diesmal aber nicht nur bis zum Reset hing, sondern final nicht mehr hochkommt, habe ich die bekiffte Fonera durch einen gefritzten Speedport (W900V aka 7150 aka 7170 plus DECT) ersetzt, auf der ja auch bequem ein OpenVPN-Server an den Start gebracht werden kann.

Auslöser des Ganzen war letztlich der Wunsch, die Nutzung über jenen Accesspoint zu begrenzen, denn es fiel zufällig auf, daß, obwohl ich keinen nennenswerten Traffic erzeuge, die Verbindung laggy war. Da ich auch über diesen Link auf meine Musiksammlung zugreife und es hier zu Aussetzern kam, war Abhilfe zu suchen.
Ein erster Schritt war dann die »Abwertung« der Verbindung des OpenVPN-Servers auf der Fonera auf der DSL-Fritzbox, sodaß dieser Traffic nun von lokal erzeugtem verdrängt würde. Aber hundertprozentig erschien mir diese Lösung nicht, daher wollte ich eigentlich schon auf der Fonera den ausgehenden Traffic begrenzen — beim Versuch beging die Fonera Selbstmord …
Wie sich später herausstellte, nachdem ich die Fonera durch eine Fritzbox ersetzte und auch den OpenVPN-Tunnel wieder oben hatte, beeinflußt die eingestellte Bandbreite einer Fritzbox im »Internet über LAN A«-Betrieb die Menge an Daten, die die Fritzbox in Richtung Internet durchläßt — sweet!

Kamera: Vignette Vignette for Android

Bürokino

(Blogged via flickr)

Voll die Äktschn, inklusive Knöllchen für Radfahrer :-)

Kamera: Vignette Vignette for Android

jive, my Joggler, jive :-)

(Blogged via flickr)

o2 Joggler (running Ubuntu 10.10), playing music (with ‘jive’) via my squeezecenter server (located off-site), controller wirelessly via my Android phone. Geeky networking stuff finally put to practical use; thank you, Logitech etc. for this!

Kamera: Nokia N900 (Brennweite 0.7mm, f/0.7)

Der Zeit voraus

Was ich schon seit 2009 mache, ist nun auch bei AVM auf der CeBIT 2011 angekommen: Heimautomation mittels CUL, CUN (Nachfolger: CUNO) und FHEM. Mit den Worten von AVM:

Cebit 2011: Hausautomatisierung

Hausautomatisierung mit FRITZ!Box — AVM zeigt mögliche Anwendungen

  • Mit FRITZ!Box steuern, regeln und messen
  • Internet-Zugangsgeräte als intelligente Schnittstelle zur Hausautomatisierung
  • Steuerung auch von unterwegs – über Internet oder Smartphone-Apps

Zur Cebit zeigt AVM erstmals FRITZ!Box-Einsatzmöglichkeiten bei der Hausautomatisierung. In Verbindung mit dem Open Source-Serverprojekt FHEM können so über die FRITZ!Box mit geeigneten Aktoren elektrische Verbraucher gesteuert, Messwerte erhoben und Regelvorgänge durchgeführt werden. Mit ihrem Rund-um-die-Uhr-Einsatz am Internetanschluss und als Herzstück des Heimnetzes eignet sich FRITZ!Box ideal für die Hausautomatisierung. Die Steuerung kann dabei automatisch, beispielsweise über programmierte Uhrzeiten, oder auch nutzeraktiv vom PC, Smartphone oder über das Internet erfolgen. […]

 

Ich bin ja mittlerweile ein Fan der AVM-Kistchen, und ich bin positiv überrascht, daß AVM sich ein OpenSource-Projekt für ihre CeBIT-Präsentation ausgeguckt hat. (An dieser Stelle Dank an »Skyscraper« für die Fotos von AVMs CeBIT-Stand.)
Und natürlich ist es legitim von AVM, ihre Boxen als Heimautomatisationszentrale anzupreisen — auch wenn dies schon vor Jahren von pfiffigen Tüftlern als Option gesehen wurde. Hinweisen an dieser Stelle sollte man allerdings darauf, daß FHEM auf so ziemlich jedem Perl-fähigen Gerät laufen kann (Windows eingeschlossen) und über netzwerkfähige Tranceiver wie z. B. CUN auch in komplexeren Umgebungen einsetzbar ist.
Denn Heimautomation mittels Funktechniken hat ein ähnliches Reichweitenproblem wie normales WLAN, die Fritzbox in der Nähe des Hausanschlusses im EG erreicht ggf. genausowenig die WLAN-Clients in 1. OG wie die an jene Fritzbox angeschlossenen USB-Tranceiver Aktoren dort.
Aber es ist jedenfalls interessant zu sehen, und als Mittüftler an FHEM macht es einen auch etwas stolz, daß eine Firma wie AVM ein OpenSource-Projekt wie FHEM und damit Hausautomatisation als weiteres Verkaufsargument hernimmt. Hab’ doch schon immer gesagt, das rockt! :-)

E10, Biodiesel und Audi

Aufgrund der ganzen Diskussion um E10 habe ich jetzt doch mal »Audi A6 E10« bei Google eingeworfen — und folgendes bei Audi zu E10 bzw. Biodiesel gefunden:

Die Fahrzeuge der Marke Audi vertragen bis auf wenige Ausnahmen E10-Kraftstoffe nach DIN 51626 1. Eine Verwendung dieser neuen Kraftstoffe, die künftig nach gesetzlicher Regelung bis zu 10% Ethanol enthalten können, ist damit für die Kunden von Audi problemlos möglich.
Nicht E10-taugliche Fahrzeuge von Audi im Detail: […]

 
Also weitgehende Entwarnung für den 97er Benziner … Interessanter ist da der Biodiesel-Hinweis für den 2007er TDI:

Biodiesel, so die umgangssprachliche Bezeichnung, wird häufig auch als RME (Rapsmethylester) oder PME (Pflanzenmethylester) bezeichnet.
Audi Fahrzeuge mit TDI-Motoren der Modelljahre 1997 bis 2003 sind RME-tauglich („Biodiesel“-tauglich). Damit bleiben die von uns gewährten Konditionen innerhalb der Gewährleistungszeit bestehen.
Nur noch Fahrzeuge, die durch eine Sonderausstattung für die Verwendung mit RME-Kraftstoff („Biodiesel“) von Audi freigegeben sind, dürfen mit RME-Kraftstoff betankt werden.
Beim Tanken von RME ist wichtig zu beachten, dass der Kraftstoff die Norm DIN EN 14 214 erfüllt.
Die Verwendung von RME-Kraftstoff nach DIN EN 14 214 ist nur bis ca. -10 °C möglich.
Aus technischen Gründen dürfen mit Dieselpartikelfilter ausgestattete Fahrzeuge generell nicht mit Biodiesel betankt werden.
Mit der Einführung neuer, leistungsstärkerer Motoren, sowie wegen der weiter gestiegenen Anforderungen an die Grenzwerte der Abgasemissionen ist die Mehrzahl der aktuellen Audi Modelle werkseitig nicht mehr für den Betrieb mit RME-Kraftstoff freigegeben.

 
Gut, »echtes« Biodiesel findet sich kaum an herkömmlichen Tankstellen, und um die, lt. Hinweis an der Zapfsäule, bis zu 7% Biodiesel im tankbaren Dieselkrafstoff nach DIN EN whatever (590?) komme ich ja eh’ nicht drum rum — nur: was hat diese Beimischung eigentlich für Auswirkungen auf meinen TDI mit Partikelfilter (und grüner Feinstaubplakette, die ich für Berlin auch brauche)?
Abgesehen davon, daß man von E10 mehr verbraucht, ist auch die Umweltbilanz fraglich — die Energiesparlampe läßt grüßen …

Posttablett

(Blogged via flickr)

Leider technisch vollkommen uninteressant: die inneren Werte des derzeit in Postfilialen für 129,– EUR angebotenen Android-7-Zoll-Tabletts …