Plugwise und das Datamining

Das ist schon irgendwie doof. Endlich habe ich eine Technologie gefunden, die nicht nur tendentiell sondern auch tatsächlich funktioniert (naja, der geringe (wie hoch eigentlich?) Stromverbrauch der Plugwise-Zwischenstecker wird erkauft mit einem höheren Bedarf dieser an strategischen Positionen, damit das Low-Power-Zigbee-Netz nicht in einzelne Inseln zerfasert), und dann muß ich feststellen, daß das nicht nur eine sonderbare Software ist – warum entzieht sieht mir die Freundschaft, äh, Updateerlaubnis, wenn ich nicht einwillige, daß meine Verbrauchsdaten, angeblich (nachvollziehbar ist das für den Kunden ja nicht) anonym zu Plugwise geschickt werden –, sondern das Geschäftsmodell von Plugwise das Datamining explizit beinhaltet.
Respekt. Aus den gleichen Gründen würde ich bis zur gesetzlichen Pflicht keinen onlinefähigen Strom-, Wasser- oder sonstigen »Utility«-Zähler mir geben lassen: meine Daten gehören mir, Punkt. (Nein, stimmt nicht ganz: Gegen Zahlung dessen, was ich monatlich an Stromkosten habe, also Umgekehrung des Geldflusses, würde ich der Übermittlung der Gesamtverbrauchsdaten durchaus zustimmen. Stromverbrauchsdaten gegen Bares, ja, das wäre ein Geschäftsmodell, mit dem ich mich anfreunden könnte. Zumal ich ja das Geld in weitere Verbraucher investieren und damit Einkommensmaximierung betreiben könnte ;) Ach, komisch, darauf will jetzt kein EVU eingehen, was? *sigh*)
Ah, ok, ich habe meine Leser schon wieder überfordert ;) Ok, es geht um folgendes: Es gibt eine niederländische Firma, die vertreibt vorgeblich nicht ganz billige Zwischenstecker, die ein kleines Hightech-Wunder darstellen. Diese »Circles« genannten Zwischenstecker können einerseits Spannung und Stromverbrauch messen, woraus sich der Energieverbrauch errechnen läßt, sie können diese Daten auch auf längere Zeit speichern und geben sie über ein Zigbee-Mesh-Netzwerk über einen USB-Stick an die Software dazu von Plugwise, dem Hersteller, namens »The Source« aus. Soweit so schön. Und nicht ganz bahnbrechend, drahtlose Energieverbrauchsmessung hat Plugwise nicht erfunden.
Wohl aber das drumherum: Zigbee-Mesh – je mehr Plugs, desto verläßlicher das Netzwerk, um Daten und Kommandos zu übertragen –, sehr flinke Energiemessung und -bereitstellung (das ELV-Produkt sendet nur alle 5 Minuten ein Datentelegramm, Abfrage ist nicht möglich, wie es um die Zwschenspeicherung der Daten bestellt ist, weiß ich nicht) und einen fernsteuerbaren Schalter (aus, ein) hat man zusammen in einen recht kompakten Zwischenstecker gepackt.
Dank findiger Tüftler ist das Protokoll zwischen Software und USB-Stick weitgehend bekannt, sodaß ich das sogar – unter Linux – mal demonstrieren kann:

2010-01-19 02:02:03 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
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2010-01-19 02:02:31 T-Home: 23.5850820973 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:32 T-Home: 27.8733410179 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:34 T-Home: 27.8733410179 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
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[...]
2010-01-19 02:02:53 T-Home: 23.5850820973 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
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2010-01-19 02:02:41 T-Home: 19.2967838466 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:43 T-Home: 17.1526199724 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:45 T-Home: 17.1526199724 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:46 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt
2010-01-19 02:02:48 T-Home: 15.0084462657 Watt, Sheeva: 12.8741645377 Watt

Man kann sehr schön das Ausschalten des T-Home Entertain-Receivers X301T – 15 Watt Standbyleistungsaufnahme; was vermietet die Deutsche Telekom eigentlich jetzt, 2010, nach Inkrafttreten der Nicht-mehr-als-1-Watt-im-Standby-Richtlinie‽ – um 02:53:08 sowie dessen Einschaltleistungsaufnahme (ab 02:53:24) sehen. (Die negativen Werte und auch die offensichlich deutlich gröbere Auflösung, als die Nachkommanstellen weiß machen wollen, könnten mit dem reverse engineering des Protokolls bzw. des flotten Proof-of-Concept-Codes zusammenhängen. Denke, das wird die Zukunft zeigen …)
Soweit ein richtig tolles Produkt, und mit gut 35,– EUR pro Zwischenstecker auch eigentlich bezahlbar — zumal, wenn man damit Energieverschwendern auf die Schliche kommt und sie bequemt komplett abschalten kann. Aber auch für die ganz normale Heimautomatisation aus technischer Hinsicht Klasse, wenn man von Details wie »wie komme ich bei 5-10 m Reichweite den von meiner Wohnung bis in den Keller?« mal absieht.
Nur: leider unterstützt der Hersteller keine native Linux-Anwendung; ein Update der Firmware mit komplett neuen Codes steht ins Haus, inwiefern es dann noch mit Linux gehen wird, wird sich zeigen müssen — insofern für mich klar ein Showstopper, mehr als die beiden vorhandenen Plugs werden’s wohl erst einmal nicht mehr, bis das mit der neuen Firmware geklärt ist.
Schlimmer aber ist aus meiner Sicht die eingangs erwähnte Verpflichtung der Käufer dieses Systems, die Verbrauchsdaten – angeblich anonym – an Plugwise zu senden; und schlimm finde ich auch die Begründung (Hervorhebung von mir):

Unforgivable! Plugwise stealing data !!!

by Reinder » Thu Mar 12, 2009 8:52 pm

I am really sorry to say that I really don’t understand anything about the over heated reactions. There is absolute nothing to worry about. First of all, the collected data is only for datamining, there is nothing personal about that. So what are you guys worrie about???? The only thing Plugwise would like to know is for example what is the energy consumption in the reality in the world, nothing more. There is now way they could relate it to a person, that should be illegal and forbidden. And Plugwise isn’t doing that! So all the worries are not necessary.
@ bas234, the data is anonymous! You can check this, and when you do this, you don’t see personal data! And yes, the anonymous data is important to Plugwise. It is the only way to keep the prices of the plugs as low as they are right now. It is a gamble for Plugwise investing in plugs below cost price (just for our customers) in the hope to earn some money back in giving the world statistic information to help the world save energy! Plugwise don’t block update, it’s just a simple technical solution that when the software cannot connect to the portal, it also cannot update. So Plugwise can’t control your devices, just your software is not capable to update, I hope you understand it right now?
@ Henk, why post on a forum aggressive words like <i>war</i>……. You now how to find us, you asked before for free kits for testing, so why not contact us first? Of course you can manipulate the data, and when you feel happy doing this, please do. This will not help anything about this discussion.
@ wifi and @ snelvuur, what are your plans?????? When you want to kill Plugwise, please stop the afford, it will not work. Maybe you can reach that Plugwise don’t sell in NL any more, but I doubt it because they follow the rules. And at the end, who is the winner???? I don’t now? The bottom line is that it is not possible to sell the plugs for this price and earn some money, without extra ways like datamining!
There is only one reasonable discussion. Should it be possible to pay (lets say) 3 time more fore a plug, but then be sure that it is not part of the deal and that Plugwise is not needed to collect data? Be honest, you all now what happens. People buy the cheap plugs and block the data, so at the end, this solution will be hacked.
By the way, I know that Plugwise is working about disabling the data upload in a check box. And yes then you are in violation of the terms, but I still like they are offering this solution. Just like DJF3-2 suggested.

 
Mal abgesehen davon, daß weder prominent auf der Website noch während des Bestellvorganges auf dieses »Detail« hingewiesen wird (und damit bei Verkauf an deutsche Verbraucher deutsche Gesetze verletzt werden dürften), finde ich es generell fragwürdig, ein wirklich lobenswertes Produkt durch eine BigBrother-Funktion zu entwerten und in Verruf zu bringen. In den Niederlanden war der Aufschrei augenscheinlich vor Jahresfrist so, wie er ein Deutschland wäre: ein paar Freaks regen sich auf, mobilisieren ggf. noch Medien, die sich ebenso aufregen, der Anbieter kleistert einen Opt-Out-Button dazu — und letztlich wird sich ein Endkunde darum nicht kümmern; wahrscheinlich bekommt er das nicht einmal mit (zuviele Programme »telefonieren nach Hause«, da nützt auch eine Warnung der Windows-Firewall nicht mehr).
Es irritiert mich allerdings, daß es nicht möglich sein soll, die fragliche Technologie kostendeckend bei 35,–/Plug herzustellen; damit muß dann ja digitalSTROM, die seit >2 Jahren ein Phantomprodukt lobhudeln, welches in Lüsterklemmengröße zu (in etwa) Lüsterklemmenpreisen, naja, ich vermute mal einen avisierten Zielpreis von unter 10,– EUR/Klemme, zu haben sein soll und wahre Wunderdinge leisten – u. a. jegliches Leuchtmittel dimmen, von der Glühbirne über das LED-Licht bis zur Energiesparlampe (auch denen mir explizitem Aufdruck »nicht dimmbar«?) – zum Exitus verdammt sein. (Gut, das würde vielleicht erklären, warum es nach wie vor keine kaufbaren Produkte von digitalSTROM gibt.)
Denn ELV verlangt für einen Funkschalter rd. 23,– EUR, für einen Energiemesszwischenstecker gut 39,–. Bei Pollin allerdings gibt es ein Komplettset – zwei Energiemeßsensoren, 1 LCD-Anzeige – für 25,–; lasse ich mal das, was doppelt ist, weg, kommt ein auf 868-Mhz sendender und empfangender Zwischenstecker auf (ELV) 23,– plus (Pollin, halber Preis da 2 Stecker im Set) 12,50, also 35,50. Irgendwie lustigerweise der Preis, den die Plugwise-Plugs auch kosten — angeblich um Faktor 3 subventioniert‽ Wie teuer ist denn der Zigbee-Kram? Wenn’s daran liegt, kicken …
Mich bestätigt das nur wieder darin, auf Open Source zu setzen; grade in der Heimautomatisierung möchte ich mich weder auf ein nach Hause telefonierendes OS mit inhärenten Sicherheitslücken verlassen noch auf eine Anwendungssoftware mit ggf. unbekannten oder schlicht unerwünschten Funktionen.

Hausautomatisationsstern: SheevaPlug

Södale, gestern abend bin ich dann doch noch dazu gekommen, meinen für die Übernahme der Heimautomation auserkorenen SheevaPlug mit meinem neuen, nfs-fähigen Kernel zu beglücken (cat uImage-2.6.32.2-20100112 >/dev/mtdblock0) und durchzubooten. Da ich das NAND-Flash (512 MB), in denen das komplette Ubuntu 9.04 derzeit läuft, etwas schonen möchte, habe ich eine alte 2,5″-USB-HDD angeschlossen, formatiert und FHEMs Arbeitsverzeichnis, /var/log/fhem, dorthin verschoben. Eingetragen in die (bis dato leere, UBIFS macht’s möglich ;)) fstab, zur Sicherheit die Console angeschlossen — und den Reboot eingeleitet.
Um’s kurz zu machen: dank UBIFS (und der generell hohen Leistung von CPU und auch Flash – dauert das flashen einer Fonera in Stundenbruchteilen, ist dies auf dem SheevaPlug binnen Sekunden erledigt) flutscht das nur so — und zwar so schnell, daß auf der Console von mir das Rootpasswort verlangt wurde, da die USB-Festplatte schlicht noch nicht im System vorhanden ist, wenn der fsck-Lauf gestartet werden soll. Die Meldung vom SCSI-Subsystem über das Laufwerk kommt wenige Sekunden nach dem fehlgeschlagenen fsck ;)
Gut, so ein sleep 15 ist schnell ins init-Skript geschrieben (Consolen-Zugriff sei Dank), jetzt klappt’s auch (um gut 1 Sekunde ;)) mit dem automatisierten Bootvorgang; und weil ich eh’ dabei war, habe ich auch per binding mount /var/log komplett auf die USB-HDD gelegt.
Apropos USB: Ich habe den SheevaPlug um 1 Logilink-4-Port-Hub erweitert (selfpowered) und daran noch einen 3-Port-Hub mit integriertem Kartenleser angeschlossen. Tut bislang ganz gut ;)

root@plug-2:/usr/local/lib/FHEM# lsusb
Bus 001 Device 055: ID 046d:08cb Logitech, Inc. Mic (Notebooks Pro)
Bus 001 Device 054: ID 05e3:0608 Genesys Logic, Inc. USB-2.0 4-Port HUB
Bus 001 Device 052: ID 04b4:fd13 Cypress Semiconductor Corp.
Bus 001 Device 046: ID 0471:030c Philips PCVC690K WebCam [pwc]
Bus 001 Device 045: ID 05e3:0604 Genesys Logic, Inc. USB 1.1 Hub
Bus 001 Device 011: ID 03eb:204b Atmel Corp.
Bus 001 Device 010: ID 058f:6362 Alcor Micro Corp. Hi-Speed 21-in-1 Flash Card Reader/Writer (Internal/External)
Bus 001 Device 009: ID 0403:6001 Future Technology Devices International, Ltd FT232 USB-Serial (UART) IC
Bus 001 Device 004: ID 04b4:6830 Cypress Semiconductor Corp. CY7C68300A EZ-USB AT2 USB 2.0 to ATA/ATAPI
Bus 001 Device 003: ID 058f:6254 Alcor Micro Corp.
Bus 001 Device 002: ID 1a40:0101 TERMINUS TECHNOLOGY INC.
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

Wie man allerdings die 127 Geräte (oder waren’s 255?) auf einem US-Bus erreichen können soll, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel; die Kaskadierung um einen identischen Logilink, self- oder buspowerd, schlägt fehl und eigentlich habe ich noch 2 USB-to-Serial-Konverter sowie eine weitere »Silvershield Power Mananger« schaltbare Steckdosenleiste anzubinden …
Für letztere habe ich mir dann dieser Tage ein Modul für FHEM geschrieben (verfügbar im CVS), welches über das sispmctl-Utility diese Steckdosen auch in FHEM verfüg- und schaltbar macht. Heute habe ich die Quecksilber-Dampflampen des Terrariums von 2 FS20-Schaltsteckdosen auf diese »Power Manager«-Leiste umgezogen, heute abend dann hat die neue FHEM-Instanz auf meinem Plug die Abschaltung durchgeführt. (Jetzt muß ich nur noch fix die »on-till«- und »off-till«-Funktionalität nachrüsten; damit schaltet FHEM dann zum angegebenen Zeitpunkt diese auch wieder aus – sonst bleiben morgen früh die QLDs aus ;))

Plugwise vs. ELV FS-20 — ein erster Vergleich

Ich habe ja schon drauf hingewiesen, daß ich mir, in Erweiterung meines Heimautomatisationszoos, auch ein Starter-Set von Plugwise habe kommen lassen. Ich bin nun dazu gekommen, es in Betrieb zu nehmen.
Der rein optische Systemvergleich fällt, wenig überraschend, klar zu Gunsten von Plugwise aus — deren Zwischenstecker (im Bild links) sind nicht nur weniger platzraubend, sie sehen eleganter aus und verfügen insbesondere über die Fähigkeiten zweier ELV-Dinosaurier in einem – kleineren – Gerät: Energie messen und Verbraucher schalten. Für diese Funktion benötigt man bei ELV mir unverständlicherweise zwei Zwischenstecker vom Typ Eisberg … Hinzu kommt – einer der Hauptgründe für mich, nach Alternativen zu suchen –, daß das ELV-System satte 4, in Worten: Vier, Energiemeßzwischenstecker vorsieht — wohlgemerkt in Funkreichweite, d. h. kauft sich ein Nachbar auch dieses System, messen beide jeweils intermittierend den Stromverbrauch des anderen :(
Aber auch die inneren Werte unterscheiden sich deutlich; setzt ELV auf die ISM-Frequenz 868,35 MHz mit ihren uni-direktionalen System (d. h. Schaltvorgänge werden vom Empfänger nicht quittiert; ein typisches FS-20-Gerät ist entweder ein Sender oder ein Empfänger), setzt Plugwise auf neuste Technologie:

Plugwise uses wireless Zigbee 2.4 GHz dynamic MESH technology.

  • reliable and with high quality.
  • 128-bit AES encrypted security.
  • full MESH network support.
  • open international standard (with private protocol).
  • easily extended with additional plugs or more networks.
  • each device has its own unique MAC-address.

 
Darüber hinaus speichern die kleinen Zwischenstecker von Plugwise auch noch den Verbrauch, sodaß auch ohne kurze Pollintervalle ein Verbrauch sinnvoll aufzeichen- und auswertbar bleibt. Allerdings: augenscheinlich machen sie wirklich nur auf Kurzstrecke, denn die Empfehlung von Plugwise lautet: nicht mehr als 5-10m Abstand zwischen den Plugs lassen; bei Empfangsproblemen einfach mehr Plugs verbauen — und in der Tat, während ich im 1. Stock noch relativ zuverlässig Sensordaten von FS20-Komponenten empfange, ist nach 5m und »um die Ecke« die Verbindung zwischen Plugwise-USB-Stick im PC und dem Plugwise-Zigbee-Netz futsch :(
Preislich ist es auch ein Unterschied; während ein »Circle« genannter Zwischenstecker mit € 36,51 zu Buche schlägt, kosten eine FS20 ST-3 Funk-Schaltsteckdose 22,95 und eine EM 1000-FM Funk-Messstelle Energie gleich 39,95. Neben dem Preisvorteil – für die gleiche Leistung, Schalter- und Empfangsinfrastruktur mal Außen vor gelassen, zahlt man bei Plugwise »nur« 58% dessen, was die beiden Zwischenstecker von ELV kosteten – darf man den technologischen Vorteil nicht außer Acht lassen: den Schaltzustand kann man bei Plugwise erfragen, bei ELV muß man hoffen …
Bevor dieser Text allerding zu sehr nach einem Verkaufstext für Plugwise zu riechen beginnt, hier die Wermutstropfen:

  • Kein deutscher Vertrieb bisher; deutschsprachige Seiten noch dürftiger als die englischsprachigen.
  • Inbetriebnahme des Plugwise-Netzes aus den ganzen »Circle«-Zwischensteckern nur über die proprietäre, nur für MS Windows verfügbare, Plugwise-Software »The Source«.
  • Plugwise verlangt in den Lizenzbedingungen zu »Source« offenbar, daß man seinen Stromverbrauch, »anonym«, über die Plugwise-Software »Source«, an Plugwise übermlttelt. Das finde ich für ein Stück Kaufsoftware, die faktisch ein Dongle für die gekaufte Hardware ist, schon ein reichlich starkes Stück. (Ohne diese Einwilligung zur Datenübermittlung schließt Plugwise den Kunden bockig von weiteren Softwareupdates aus, bis er sich wieder besonnen habe … Und das bei einer niederländischen Software, be-merk-ens-wert.)
  • Das Protokoll der Plugs untereinander und mit dem USB-Stick ist proprietär; das ansich ist nichts schlimmes, zumal die Ansteurung des USB-Sticks teilweise (soweit, daß man schalten und messen kann) rausgefunden wurde.
    Allerdings hat es den Anschein, daß Plugwise als Hersteller des Protokolls anderen Nutzern Steinen in den Weg legen will; auch gab es bislang offensichtlich keinerlei Zugehen seitens Plugwise auf die (Linux-) OpenSource-Heimautomatisation-Community.
  • Zwar sind die Plugs deutlich größer als die digitalSTROM-Lüsterklemmen, haben aber gegenüber jenem hypothetischen System den Vorteil, daß sie am Markt erhältlich sein; Weiterentwicklungen wie »The Stealth« (€ 41,46 lt. Preisliste, also deutlich teurer noch als der einfache Plug, obwohl von der technischen Basis) scheinen aufgrund fehlender Zertifizierung nur in »Projekten« in Zusammenarbeit mit Elektrikern verfügbar zu sein. Dabei würde ich schon gerne die Deckenlampe messen und schalten können …

Das alles vergällt mir die Freude am System ein wenig; nunja, nächster Schritt ist die Anpassung von FHEM für den Plugwise-USB-Stick (»The Stick«), dann geht’s ans praktische Erfahrungen sammeln — sicherlich auch, was Zuverlässigkeit und Reichweite angeht …

Warum Apples Produkte und ich wohl nie zusammenfinden …

… verdeutlich dieses Bild eigentlich besser als kein anderes.
Mit meinem Firefox unter Linux gehe ich auf einen Link (»Buy OpenRemote KNX Full Version«) aus Interesse, was diese Software denn kosten soll; natürlich poppt bei mir kein iQuatsch auf, denn warum sollte ich mich von einer Firma mit Fallobst-Logo gängeln lassen, wenn ich das aktiv und so weit vertretbar möglich schon von einer Firma mit bunten Flächen nicht zulassen will? Aber gut, gucken wir doch mal auf die »System Requirements« — ok, damit ist das dann draußen.
Nur so als Hinweis an alle App-Coder da draußen: Android ist die offene Plattform. iBricks sind nur schick (und teuer) …

Schlagloch-Cam

(Blogged via flickr)

Wie nötig die Stadt Bielefeld es hat, daß Autofahrer sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Landstraßen halten, zeigt dieser Straßenbelag überdeutlich …

Kamera: Panasonic DMC-TZ7 (Brennweite 9.1mm (35mm equivalent: 55mm), f/3.9)

Das Ende des ext4-Experimentes …

(Blogged via flickr)

… brachte mir das übersichtlichste / seit, äh, immer? ext4 considered harmful? Diese Frage beantworte ich seit heute mit ja; jenes lost+found war mal ein Ubuntu Kotzender Koala, bis ein “bus error” wieder einmal die SATA-Platte im Medion MD97470 entfernte … Linuxer: Finger weg von dieser Hardwarebasis!

Kamera: Motorola Milestone (f/2.8)

JFTR: VMware Server 1.x und Ubuntu 9.10

Da meine hübschen VMware-Installationen, genauer: ihre virtuellen Disks, für VirtualBox hätten konvertiert werden müssen (und der erste Versuch ein nicht sehr vertrauen erweckendes File erzeugte), habe ich noch einen Versuch mit VMware gemacht, diesmal aber mit VMware Server 1.0.10.
Und dank des hervorragenden Artikels How To Install VMware Server 1.0.x On An Ubuntu 9.10 Desktop ist es mir gelungen. Tricky und ich habe nun nen Custom-Kernel am Start, aber irgendwas ist ja immer. Anders als VMware Server 2, der anstartete und sich dann ins Knie schoß, rennen meine VMs nun seit einigen Tagen wieder — dank X4 und 4 GB RAM auch flotter als vorher ;)