Fibrerepublik Deutschland

Surfer, frohlocked!
In einem Wahnsinnsstunt hat die Koalition der Herzen in der Nacht allen Sachverstand über Bord geworfen und das sicherlich schon tagelang herbeigesehnte Konjunkturpaket II geschnürt.
Ich denke, ich werde mir dann 2009 mal ein anderes Auto zulegen, denn beide sind älter als 9 Jahre:

Laut Kauder soll es zudem für jedes 2009 zugelassene Auto einen Zuschuss von 2500 Euro geben, wenn ein Altauto verschrottet wird.

Quelle: Der Westen

 
Vielleicht ist sogar verschrotten gar nicht notwendig:

Neuwagenkauf
Neuwagenkäufer erhalten 2009 eine sogenannte “Umweltprämie” von 2500 Euro, wenn sie einen mindestens neun Jahre alten Wagen abmelden.

 
Aber das sind ja Details am Rande; ob ich nun einen Neuwagen kaufen muß und dafür einen alten »Stinker« (mit grüner Feinstaubplakette — Vorsicht, nicht die Sinnfrage stellen!) nur abmelden oder einfach nur ein Auto auf meinen Namen anmelden und die alte Kiste dafür verschrotten — na, das wird man sicherlich noch in 2009 final ausdekliniert haben. Sofern denn die FDP nicht eh’ alles blockiert.
Krönung der wahltaktischen Floskelflut ist aber aus meiner Sicht das angebliche Ziel bezüglich der »Breitbandversorgung«. Schreibt heise online:

Bis spätestens Ende 2010 sollen bislang nicht versorgte Gebiete leistungsfähige Internet-Anschlüsse erhalten, […]. Bis 2014 sollen dann drei Viertel aller Haushalte mit mindestens 50 MBit/s surfen können, 2018 sollen schließlich alle Deutschen mit dieser Bandbreite ins Internet gehen können.

 
Etwas detailierter steht dazu etwas bei onlinekosten.de:

In seiner ersten Fassung sieht der Plan der Bundesregierung eine flächendeckende Breitbandversorgung für alle Haushalte Deutschlands bis 2010 vor – wobei eine genaue Definition von “Breitband” weiterhin offen ist.

 
Man beachte, das bislang schon 129 kBit/sec »breitbandig« im Sinne der Regierenden war; »leistungsfähig« würde ich heute ab 2 Mbit/sec down bei 0,5 MBit/sec up ansetzen, Tendenz klar steigend.
Wobei, die Definition, wo »Breitband« anfängt, ist ab heute müßig, denn das Regierungsziel nennt neben Versorgungsgrad und Zeithorizont eben auch die Bandbreite: mit nicht unter 50 MBit/sec hat man die Meßlatte mal so richtig in Richtung ISS verschoben. Jetzt frage ich mich nur, ob dieser vermeintliche Mut dieser Regierung nicht einfach der Tatsache geschuldet ist, daß genau diese Regierung das Versprechen der flächendeckenden Verfügbarkeit von Internetzugängen mit mindestens 50 MBit/sec für jeden Bundesbürger ab 2018 schlicht nie wird einlösen müssen?

Schneedoping

(Blogged via locr)

Ich habe da so eine Ahnung, was dort über dem Schnee (hinteres, dunkles Feld) wohl ausgebracht wurde — allein, ob das so rechtens ist, wüßte ich gerne hinterfragt …

Kamera: Nokia E71 (Brennweite 4.9mm, f/3.2)

Angetestet: Windows 7

Eigentlich weiß ich ja, daß MS dies nicht macht, um mich zu ärgern. Eigentlich bin ich mir auch voll darüber im Klaren, daß niemand bei MS überhaupt von meiner Existenz weiß. Daß ich unwichtiger bin als Säcke Reis in China für den Weltkonzern.
Trotzdem. Oder dennoch? Microsoft schaffte es immer wieder, mich zu überraschen. Überwiegend im Negativen, aber gut; auch einem kleinen Kind ist die Art der Aufmerksamkeit ja egal, die es provoziert. Hauptsache Aufmerksamkeit.
Nun denn, so reihe ich mich ein in die, die von ihrne Erfahrungen mit der öffentlichen Windows-7-Beta berichten — ‘n NDA gibt’s ja nicht abzunicken, oder?
Nun, der Erste Eindruck ist ja entscheidend, und, ja, ich bin durchaus angetan vom Neuen Look and Feel. Auch der Download war rattenschnell abgeschlossen, und daß Windows 7 komplett im Firefox läuft, ist auch cool – R-E-S-P-E-K-T. Einzig bei der Semantik hapert’s meiner Ansicht nach noch, siehe Bild …

Die Auflösung des Rästels: Microsoft hat sich verschätzt, was die Download-Last angeht. Wie sollte man auch ahnen, daß bei der gegebenen Monokultur mehr als ein paar Verrückte an Vistas Resourcenhunger verwzweifelnde User auf »Download« klicken würden?

Redmonds Alleingänge

Das war ja irgendwie klar. Nach der Neuerfindung von Adobe Flash in Form von »Silverlight« hat Microsoft nun den Tagging-Markt im Visier und schickt sich an, mit einem Farbcode neue Maßstäbe zu setzen.
Naja, jedenfalls vermute ich das; als Nicht-Windows-User bleiben mir die Microsoft-Seiten einmal mehr verwehrt, denn … ich habe (oder, treffender, »es gibt«?) kein Linux-Plugin für Microsofts neuste HTML-Hüllen.
Danke, MS. Geh’ doch bitte langsam – ohne Schutzschirm – endlich auch sterben, ja? Dann hätte die Rezession ja doch was Gutes …

Schalückstraße

(Blogged via locr)

… trotz Eis und Schnee noch immer nicht geräumt oder gestreut. Naja, soll ja wärmer werden, irgendwann …

Kamera: Nokia E71 (Brennweite 4.9mm, f/3.2)

N95 vs. E71: Handycam-Shootout

Ich wollte das ja schon länger mal machen, den Twitter-Thread zur (mangelnden) Qualität der Multimegapixel-Cam im E71 möchte ich dann hier aufgreifen:

Blitz E71 N95
Aus
Weitere Auflösungen: resized auf 1024x, orignales JPG (2048×1536)

Weitere Auflösungen: resized auf 1024x, orignales JPG (2592×1944)
An
Weitere Auflösungen: resized auf 1024x, orignales JPG (2048×1536)

Weitere Auflösungen: resized auf 1024x, orignales JPG (2592×1944)
Aufnahmen gemacht am am 2009:01:07 gegen 17:50 MET, Aufnahmeort ca. +51° 53′ 34.48″, +8° 23′ 1.89″, Aufnahmemodus »Landschaft«.

Fazit: die Kamera im E71 saugt zumindest bei wenig Licht nur große Steine :( Wieviele Cent mag der E71-Sensor günstiger im Einkauf gewesen sein im Vergleich zu dem im N95, wieviele Nokia-Produktmanager müßte man mit Pixelbrei bis ans Lebensende füttern? *sigh*
Die bescheide E71-Kamera ist für mich denn auch der Grund, warum ich nicht auf des N95 verzichten mag kann — diese Nicht-Qualität mag jemandem genügen, der vormals die Colaflaschenböden-Optik z. B. eines Treos tapfer verwendet hat; i. d. R. sind die Bilder des E71 aber schlicht unbrauchbar, selbst zum bloggen, von der fehlenden Autofocus-Funktion (Druck auf »2« für Scharfstellen ist für mich nicht Autofocus) mal ganz laut zu schweigen … An sich ist das E71 ein geniales Internet- und Organizer-Handy — leider hat Nokia an relevanten Dingen zu viel gespart :(

»T. Schäfer-Gümbel follows 745 people.«

Hmm, über einen Eintrag im to-be-sold-blog stieß ich auf (angeblich) den zwitschernden »Schäfer-Gümbel’09«.
Toll:

Weniger toll:

  • Ernsthaft, »T. Schäfer-Gümbel follows 745 people«? Also, mit nur 29 Zwitscherern, denen ich lausche, ist mein Auffassungsvermögen schon am Ende. Gut, ich lese auch noch RSS-Feeds, aber … 745?

In Memoriam

(Blogged via locr)

Zwar ziehen die Benzinpreise derzeit wieder an, ca. 1,26€ lt. www.benzinpreis.de, aber die Höhe des letzten Sommers haben wir glücklicherweise noch nicht wieder erreicht.

Kamera: SONY DSC-P10 (Brennweite 7.9mm, f/5.6)

Von wegen »don't be evil«.

Wie unter anderem Golem.de berichtet, ist zumindest das amerikanische G1-Modell nichts für Normalverdiener auf Reisen:

Verborgene Automatikfunktionen machen das erste Android-Mobiltelefon schnell zu einer unberechenbaren Kostenfalle. […] Denn ganz gleich, was der Nutzer einstellt: T-Mobiles G1 baut immer wieder Datenverbindungen ins Internet auf. Dadurch entstehen bei einem Auslandsaufenthalt aufgrund der Roaminggebühren besonders hohe Kosten für die mobile Datennutzung.
Ein T-Mobile-Mitarbeiter hat dem Kunden bestätigt, dass das G1 keine Option bietet, derartige Internetverbindungen zu verhindern. Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle. Eine andere Lösung gebe es nicht.
[…] Das australische Magazin APC fand heraus, dass ein aus den USA stammendes G1 beständig Kurzmitteilungen versendet, wenn es mit einer SIM-Karte eines Netzbetreibers außerhalb der USA betrieben wird. Das Mobiltelefon sendet munter Kurzmitteilungen an eine US-Rufnummer von T-Mobile, […]
Nach den Erkenntnissen von APC ist die von T-Mobile auf dem G1 installierte MyFaves-Applikation für den ungewollten SMS-Versand verantwortlich. In MyFaves kann dies nicht deaktiviert werden und es ist auch nicht ohne weiteres möglich, MyFaves einfach zu deinstallieren. […]

 
Wenn man sich jetzt erinnert, daß Google mit die treibende Kraft hinter der Android-Geschichte ist und Google immer wieder mit dem Slogan »don’t be evil« in Zusammenhang gebracht wird, dann wird klar, daß Android nicht wirklich eine Alternative zum vernagelten iPhone und der unheiligen Allianz T-Mobile-Apple (in Deutschland) ist. Es ist nur eine andere Seite des selben Problems: Netzbetreiber wollen keine offenen Systeme, sie könnten dadurch Opfer von Innovationen werden, die ihre Abzocke üppigen Margen bei technologischen Abfalldiensten wie z. B. SMS gefährdeten. Siehe die lustigen Dienstausschlüsse bei insbesondere den Marktführern in D, T-Mobile und Vodafone — kein Chat, kein Sprachdienst-über-IP, …
Krass – mir fällt wirklich kein anderes Wording hierfür ein – finde ich allerdings die kolportiere Aussage von T-Mobile USA:

Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle.

 
Beim US-amerikanischen Rechtssystem würde mich ja brennend interessieren, ob auch mindestens in DIN-A3-äquivalenter Größe beim Verkauf des G1 auf das Detail »nur im Inland zu nutzen, sonst droht Ihnen der Bankrott durch das T-Mobile-Branding« hingewiesen wird?
G1 — mindestens in den USA »more than evil«.