Von Tankstellen lernen …

… muß schein’s noch FONIC, wie teltarif.de berichtet:

Im passwortgeschützten Kundenbereich auf der Fonic-Homepage findet sich des Rätsels Lösung.: Aus abrechnungstechnischen Gründen könne es sein, dass vorübergehend ein geringerer Betrag als eigentlich vorgesehen für Telefonie und den SMS-Versand berechnet wird. Es erfolge “selbstverständlich” keine Nachberechnung.

teltarif.de, 03.09.07

 
Erstaunlich. Falls das wirklich ein Problem der Abrechnungssoftware ist, wie teltarif.de vermutet, fände ich das schon etwas grotesk.

<memorylane> Als die Benzinpreise über 99,9 Pfenning gingen (wann war das, Anfang der 80er Jahre?), konnte man vielerorts alte Zapfsäulen mit nachgebohrtem Loch für die dritte Vorkommastelle sehen. Manchmal war die 1 davor auch nur aufgeklebt/-gemalt — und dennoch zählte das mechanische Zählwerk (leider) korrekt hoch. Hat mich damals durchaus fasziniert, daß das klappte ;) </memorylane>

Der Kunde als Goldesel

Arcor melkt lieber ein bißchen länger falsch als richtig:

Erst auf Nachfrage von teltarif.de klärte Arcor auf: Es gab und gibt einen Abrechnungsfehler, der alle im Ausland ankommenden Gespräche auf den Arcor-SIM-Karten betrifft. […] Der berechnete Minutenpreis ergibt sich aus dem tatsächlichen Tarif für das ankommende Gespräch im Ausland, dem fälschlicherweise auch noch die Kosten für ein Gespräch von Deutschland in das betreffende Land zugeschlagen wurden.
Michael Peter betonte auf Nachfrage, dass die Kunden mit der nächsten oder spätestens übernächsten Rechnung automatisch eine Erstattung für die zu viel berechneten Kosten bekommen. […] Des Weiteren müsse man aus technischen Gründen noch einige Tage die falschen Preise berechnen, da die Fehlerbehebung nur durch ein Update der Software möglich sei. Dies sei für Anfang September vorgesehen.

Quelle: teltarif.de, 24.08.2007; Hervorhebung blogdoch.net

 
Noch Fragen, Kienzle?
Um es sich noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen: Arcor baut bei seien Kunden – denen, die offensichtlich neben Festnetz- auch noch Mobilfunkdienste bei Arcor gebucht haben – Abrechnungsmist, erwidert auf die Reklamation weiteren Mist und erdreistet sich dann noch, diesen Fehler nicht unverzüglich nach Feststellung zu beheben.
Nein, vielmehr wartet man lieber noch ein bißchen auf das nächste planmäßige Wartungsfenster und verschafft sich so einen zinslosen Zwischenkredit zu Lasten der ahnungslosen Kundschaft; und natürlich kein Wort von Schadensersatz (auch ein Girokonto wird heutzutage vielerorts guthabenverzinst, ganz zu schweigen von Abbuchungen in den Dispo-Bereich), gnädigerweise gibt’s immerhin die unrechtmäßig angeeigneten Beträge als Gutschrift — Monate später.
Schon faszinierend, was »König Kunde« sich alles bieten lassen muß im Telekommunikationssektor. Ich stelle mir grade den Bäcker um die Ecke vor, wie er mir das erklären möchte:

Klar, da steht zwar 39 Cent für ein Brötchen, aber trotzdem muß ich Ihnen pro Brötchen 1,24 € berechnen, weil ich mich beim Programmieren der Tasten vertan habe — macht dann also 4,96 € für Ihre vier Brötchen. Nächste Woche suche ich mal das Handbuch und korrigiere meinen Fehler; wir verrechnen das dann einfach bei ihren zukünftigen Einkäufen.

 
Ja, ich bin mir sicher, es gäbe beim Bäcker keinerlei Verbalinjurien und alle Kunden zahlten klaglos 1,24 statt 0,39 pro Brötchen. Ganz sicher würden die Kunden diesen seriösen Geschäftsmann auch wärmstens weiterempfehlen … Sie doch auch, oder?

Spaß mit Python & Series 60

Im Zuge meiner Location-Spielchen fiel auch ein Logging der »besuchten« GSM-Zellen ab.
Ich habe mir dafür grade einen kleinen Transscriber in (g)awk geschrieben, der aus »stumblestore«-kompatiblen Logs Datensätze für »gpsmap« bastelt — die ersten Ergebnisse (s. links und unten) können sich eigentlich sehen lassen ;)
Die ersten Datensammlungen fanden mit o2-Karten statt; die Strecke GT-HH-Ihl mit einer o2-UMTS-SIM, die für D1-Roaming noch weitgehend freigeschaltet ist, der Rückweg und weitere Fahrten mit meiner o2-Genion-SIM mit UMTS und der 5-GB-»Flatrate«. Mein Hauptaugenmerkt liegt derzeit auf der Netzabdeckung mit o2 Genion — man darf mich durchaus einen erfahrenen E-Netz-Skeptiker nennen (frühzeitig von e-Plus nachhaltig enttäuscht, habe ich reine GSM-1800-Anbieter für mich bislang als Vertragspartner ausgeschlossen).
Das nationale Roaming, welches o2 mit D1 abgeschlossen hat, gepaart mit teils recht attraktiven Tarifen, liesse über partiell gefühlten suboptimalen Netzausbau (teilweise bedingt sicherlich durch den Frequenznachteil) hinweg sehen.
Nur leider habe ich einerseits den Fehler gemacht, einen Genion-Tarif zu wählen, der D1-Roaming nicht mehr enthält (siehe auch o2-Fußnoten

[sup]1[/sup]

).
Allerdings ist auch das schein’s nicht die ganze Wahrheit: auf der Landstraßenverbindung Minden-Bremen einerseits und im Sietland andererseits hatte sich meine Genion-S-SIM bei D1 eingebucht.
Im Sietland, genauer mitten im Ahlenmoor bei Ahlen-Falkenberg, allerdings erhängte sich Python beim Versuch, im D1-Netz bei maximaler Feldstärke eine Datenverbindung aufzubauen — bietet o2 Genion S trotz gewähltem »Internet-Pack L« doch nur den Basisdienst Telefonie außerhalb der eigenen Ausbaubereiche?
Aber selbst mit einem Tarif, der heute noch D1-Roaming umfaßt: mehr und mehr wird dies wohl generell eingeschränkt — spannenderweise nicht beim neuen Billigableger FONIC. Als »echter« o2-Kunde würde ich mich jetzt ziemlich klammerbeutelgepudert fühlen — als D2-Kunde im elften Postpaid-Vertragsjahr bestätigt derlei mir nur meine Vorurteile gegen diese – wie »wir« Usenet-Adepten früher abfällig zu den Mailboxnetzen (Mausnetz, Fidonet, Z-Netz,  …) sagten – »Haustiernetze« (hier also: e-Plus und o2).
Ahem. Ich schweife, glaube ich, grade etwas ab ;)
Diese Art der Datensammlung ist leider noch nicht so, wie ich sie gerne hätte: ich kann derzeit nicht erkennen, ob eine UMTS- oder nur eine GSM-Verbindung besteht (als »Scanner« dient derzeit ein Nokia 6630, UMTS- aber nicht HSDPA-fähig), ferner bedingt das Zeitraster von 5 Sekunden scheinbar, daß z. B. bei schneller Autobahnfahrt nur die Zellenwechsel dokumentiert werden, nicht aber die Ausleuchtzone des jew. Senders. Und je langsamer die Fahrt – womit mehr und mehr Datenpunkte gesammelt werden –, desto besser kann die Ausbreitung des Netzes von »gpsmap« geschätzt werden – siehe die bemalte Gegend um Ahlen-Falkenberg, wo ich mich rd. 2 h in der Pampa im Moor aufhielt …
Für aufschlußreichere Karten wären nun weitere Samples vonnöten; ich habe leider nur ein taugliches Endgerät (Nokia Series 60 2nd Edition; 3rd Edition wie das N95 taugt derzeit wegen super-duper-Platform-Security nicht wirklich); wer über BT-GPS-Empfänger (neu & sofort bei eBay für unter 60,00 Euro zuhaben) und ein Series-60-2nd-Edition-Telefon verfügt und Logdaten zur Verfügung stellen will, mag sich gerne melden …
___

[sup]1[/sup] »In den O2 Inklusiv Pakete mit Handy/ O2 Inklusiv Paket Tarifen und im O2 Active Data-Tarif erfolgt die UMTS-Versorgung auch über den National-Roaming-Partner T-Mobile Deutschland, kann aber jederzeit auf das UMTS-Netz von O2 Germany beschränkt werden. In den Tarifen O2 Genion und O2 Starter erfolgt die UMTS-Versorgung nur über das UMTSNetz von O2Germany. Außerhalb der UMTS-Versorgung erfolgt die Datenübertragung (sofern technisch möglich) über GPRS.«

The West Big Thing

WestEins nimmt langsam Formen an — zumindest gibt es schon Leute, die von sich behaupten zu wissen, wie es aussehen soll:

[…]
porschekiller 10. Jul, 23:58
@André Bauer
Wenn ich das hier so überblicke – hast Du das “Hörensagen” eigentlich mittlerweile überwunden??

Chat Atkins 8. Aug, 12:53
Und was macht ihr beiden so den ganzen Tag? Immerhin schreiben wir inzwischen den achten August …

Erich B. 30. Aug, 15:08
Vielleicht ja auch twitwatwittern… Und wer weiß, wie das gigantische OstNull-Killerportal am Ende (oder Start‽) aussieht.

thomas.lau 31. Aug, 11:35
Ich weiß, wie es aussieht.

Erich B. 31. Aug, 12:42
Höre ich da einen leicht pikierten Unterton heraus… Wann ist es denn jetzt so weit?

 
Der »Überblogger« hat also schon was gesehen, während sich Lyssa sich dem Abenteuer Bahnfahren ganz und gar hingibt (in Amman hat’s ja nicht geklappt — und auch wenn der Eintrag, als derzeit Neuester, mit »Details hier, sobald ich wieder im Netz bin« endet und damit suggeriert, sie wäre aus Damaskus nicht heimgekehrt: es mangelt wohl nur an Netzabdeckung, denn lt. twitter war sie schon wieder in ihrem Appartment).
Intern bei den Ersten Westlern also alles im Lot. Aber corona hat noch immer keine Einladung zum Betasten … Die Spannung steigt also, quasi un‐auf‐hör‐lich.